Steffen Eidam
Der deutsche Aktienmarkt dürfte Markteinschätzungen zufolge nahezu unerwartet in den Dienstagshandel starten. Nach wie vor hält das Thema Griechenland die Börsen in Atem. Gestern hat sich das Parlament in Athen auf eine Entlassung von rund 15.000 Staatsbediensteten geeinigt. Die Verhandlungen über weitere Kosteneinsparungen sollen heute fortgesetzt werden. Zeitgleich regt sich massiver Protest in der Bevölkerung. Aufgrund zahlreicher Streiks ist mit massiven Einschränkungen im öffentlichen Leben zu rechnen.
Telekom-Tochter setzt auf Billiglöhner
Neben einem Jobabbau setzt die Deutsche Telekom auf eine Reduzierung der Arbeitslöhne. Dies soll bei der IT-Tochter T-Systems mit der Verlagerung in Billiglohnländer vollzogen werden. Gegenüber der Rheinischen Post erklärte Telekom-Vorstand Reinhard Clemens, dass der Produktionsanteil der Programmierer und Techniker in Ländern mit besonders günstigen Löhnen von aktuell rund ein Viertel auf 40 bis 50 Prozent im Jahr 2015 ausgedehnt werden soll. Dementsprechend soll ein Teil der Arbeit hierzulande vor allem "bei Freiberuflern und Partnerfirmen, aber auch Mitarbeitern" wegfallen. Von betriebsbedingten Kündigungen will der Konzern aber Abstand nehmen.
Leichtes Plus bei Fielmann
Die Optikerkette Fielmann hat im vergangenen Jahr ihren Umsatz nach vorläufigen Zahlen um 5,6 Prozent auf 1,05 Milliarden Euro ausgebaut. Im gleichen Zeitraum zog das Vorsteuerergebnis um knapp ein Prozent auf 172 Millionen Euro an, während sich der Jahresüberschuss um 2,6 Prozent auf 124 Millionen Euro verbesserte. Die Zahl der verkauften Brillen zog von 6,46 auf 6,74 Millionen Euro an und auch der Marktanteil von Fielmann verbesserte sich leicht um ein Prozent auf 49 Prozent an.
Hamburger Hafen legt zu
Der Hafenbetreiber HHLA konnte vor allem dank des florierenden Handels in Asien und Osteuropa im vergangenen Jahr zulegen. So kletterte der Umsatz der Sparte Hafenlogistik um knapp 150 Millionen auf rund 1,19 Milliarden Euro. Gleichzeitig zog das EBIT um 15 auf 195 Millionen Euro. Im gesamten Konzern stieg der Umsatz auf 1,215 nach 1,068 Milliarden Euro. Das EBIT stieg von 193 auf 205 Millionen Euro.
Lufthansa nimmt Entlassungen ins Visier
Die Deutsche Lufthansa will sich von Teilen seines Mitarbeiterstabs trennen. Demnach soll das neue Sparziel von 1,5 Milliarden Euro auch mit einem Personalabbau in noch unbekannter Größenordnung und strafferen Konzernstrukturen erreicht werden, so Firmenlenker Christoph Franz gegenüber der Rheinischen Post. Franz will den Arbeitnehmervertretern heute Details über die Sparmaßnahmen vorlegen.