EZB flutet Markt mit Geld – DAX im Plus erwartet: Außerdem Bilfinger Berger, Fraport und MLP im Fokus
Der deutsche Aktienmarkt dürfte am Mittwoch mit einem leichten Plus in Höhe von 0,4 Prozent in den Handel starten. Die EZB hält an ihrer lockeren Geldpolitik fest. Die Notenbank leiht den Banken der Eurozone 529,5 Milliarden Euro für drei Jahre zu einem Zinssatz von einem Prozent. Die Zuteilung lag über den Erwartungen der Analysten. 800 Kreditinstitute nahmen das Angebot der EZB an. Die Prognose für den Tender lag bei 400 bis 500 Milliarden Euro. Diskutiert wird vor dem EU-Gipfel am morgigen Donnerstag zudem über eine mögliche Ausweitung der Euro-Rettungsschirme ESM und EFSF. Euro-Gruppen-Chef Juncker taxiert die zur Verfügung stehende Summe auf insgesamt 750 Milliarden Euro. Indes hat das griechische Parlament weiteren Haushaltskürzungen.
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Bilfinger Berger tätigt zwei Übernahmen
Der Baudienstleiser Bilfinger Berger stärkt mit zwei Käufen sein Dienstleistungsgeschäft. Neben der Übernahme des niederländischen Consulting- und Engineering-Spezialisten Tebodin für 145 Millionen Euro soll ein Joint-Venture mit dem russischen Kraftwerksausrüster Tyazhmash gegründet werden. Hinsichtlich Tebodin erläutert Vorstandsvorsitzender Roland Koch: "Damit erreichen unsere ingenieurtechnischen Dienstleistungen eine andere Größenordnung." In Russland soll die erforderliche Erneuerung des russischen Kraftwerksparks vorangetrieben werden. Bilfinger Berger wird 51 Prozent an der neuen Bilfinger Babcock Tyazhmash halten.
Lotsen dürfen nicht streiken
Der Streik auf dem Frankfurter Flughafen wird auch am Mittwoch fortgesetzt. Allerdings hat das Arbeitsgericht Frankfurt eine Ausweitung auf die Fluglotsen untersagt und somit einer Klage von Fraport und Lufthansa entsprochen. Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) wollte heute ursprünglich auch die Belegschaft im Tower zeitweise mit in den Arbeitskampf einbinden. Die Vorfeldmitarbeiter legen aber weiterhin ihre Arbeit bis Donnerstag nieder. Allein heute rechnet Fraport mit rund 235 Flugstreichungen.
Hochtief streicht Dividende
Der Baukonzern Hochtief streicht angesichts tiefroter Zahlen die Dividende.. Nach Angaben des Unternehmens fiel 2011 vor Steuern ein Verlust von 127 Millionen Euro an, nach einem Plus von 756,6 Millionen Euro im Vorjahr. Die Leistung kletterte hingegen mit 25,79 Milliarden Euro auf einen neuen Rekord. Im Vorjahr hatte sie 23,23 Milliarden Euro betragen. Im laufenden Jahr will Hochtief zurück in die Spur finden. Der Konzern erwartet ein Ergebnis vor Steuern (EBT) sowie einen Konzerngewinn jeweils in der Größenordnung leicht unterhalb des Rekordjahres 2010. In Zukunft soll die Leistung im "Energiesektor um 40 Prozent und im Bereich der Verkehrsinfrastruktur um 30 Prozent wachsen", sagte Unternehmenschef Frank Stieler.
MLP verdoppelt Dividende
Aufgrund von Sonderbelastungen durch ein laufendes Effizienzprogramm hat der Finanzdienstleister MLP im abgelaufenen Jahr einen Rückgang beim Konzernüberschuss um mehr als 60 Prozent auf 12,5 Millionen Euro verbuchen müssen. Allein die Belastungen aus den Restrukturierungsmaßnahmen beliefen sich auf 33,4 Millionen Euro. Im gleichen Ausmaß sank das operative Ergebnis aus fortgeführtem Geschäft auf 19 Millionen Euro. Der Umsatz stieg im Gesamtjahr um sechs Prozent auf 527 Millionen Euro. Auf Jahressicht soll die bereinigte EBIT-Marge auf 15 Prozent steigen. Die Dividende soll auf 0,60 Euro je Aktie verdoppelt werden.
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