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Dow leicht im Minus - Fusion zwischen NYSE und Deutsche Börse vermutlich geplatzt - Bank of America, Alcoa im Plus

Manuel Koch

Der Handelsauftakt am Donnerstag war zurückhaltend. Der Dow Jones ging zu Beginn 0,4 bis 0,5 Prozent ins Minus. Ebenso sah es bei der Technologiebörse Nasdaq aus. 

Die Mega-Fusion zwischen der New York Stock Exchange Euronext und der Deutschen Börse AG steht vor dem Aus. EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia habe den Börsenbetreibern signalisiert, den neun Milliarden schweren Zusammenschluss blockieren zu wollen. Der NYSE-Chef Ducan Niederauer äußerte sich nach diversen Pressemeldungen am Donnerstag vor den Mitarbeiter. Er bestätigte, dass ein Zusammenschluss von der New York Stock Exchange mit der Deutschen Börse momentan blockiert werde. Gleichzeitig betonte er, dass man weiter bei der EU für eine Fusion werben werde. Deswegen gab es heute ein paar Stockwerke über dem Parkett Gespräche zwischen den Vertretern der Deutschen Börse und der NYSE. Vor allem beim Derivategeschäft müsste man weitere Kompromisse eingehen - darin sieht die EU wohl die Knackstelle.

Von Konjunkturseite gab es die Zahl der Hypothekenanträge. Sie war in der vergangenen Woche um 4,5 Prozent gestiegen. In der Vorwoche hatten wir dagegen noch einen Rückgang um 3,7 Prozent verzeichnet. 

Nach den Kursgewinnen der vergangenen Tage, warteten die Anleger erst einmal ab. Am Nachmittag wurde das "Beige Book" der US-Notenbank Fed veröffentlicht. Darin äußerten sich die Notenbanker zu aktuellen Eindrücken zur Beschäftigung, Inflation und Wachstum. Danach stieg durch Konsumausgaben zum Jahresende die US-Wirtschaft moderat an. 

Der Dow Jones schloss mit einem hauchdünnen Minus von 0,1 Prozent und 12.449 Punkten. Der Nasdaq Composite gewann 0,3 Prozent bei 2.711 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 ging mit einem Gewinn von 0,03 Prozent und 1.292 Zählern aus dem Handel. 

Zu den Gewinnern zählten: Bank of America (+3,6), Alcoa (+2,0) und  JP Morgan Chase (+1,7). Zu den größten Verlierern gehörten: Walt Disney (-2,4), Coca-Cola (-1,9) und Chevron (-1,2). Die Coca-Cola-Aktie wurde von der UBS von "neutral" auf "verkaufen" heruntergestuft und der Zwischenbericht für das vierte Quartal bei Chevron sah nicht so gut aus.

Der Software-Riese Microsoft warnte abermals vor einem Rückgang beim PC-Absatz von gut einem Prozent dieses Jahr gewarnt. Grund seien die Lieferengpässe durch die Flut in Thailand. Die Microsoft-Anteilsschene tendierten bei Minus 0,4 Prozent. 

Google erhielt den bisher größten Auftrag für seine Bürosoftware. Eine spanische Großbank wird 100.000 Mitarbeiter in 26 Ländern auf die Google-Dienste wie E-Mail, Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Kalender und Internet-Telefonie umstellen. Nach einer Preisliste verlangt Google pro Jahr 48 Millionen Euro im Jahr. Großkunden erhalten aber sicher starke Rabatte. Rund vier Millionen Kunden, vor allem kleine Unternehmen, soll Google bereits haben. Die Google-Aktie lag bei 0,5 Prozent im Plus. 

Der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney hat auch die Vorwahlen seiner Partei in New Hampshire gewonnen. Ron Paul wurde Zweiter. Romney ist damit auf einem guten Weg, Gegenkandidat von Präsident Obama bei den Wahlen im November zu werden. 

Am Donnerstag kommen die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die Einzelhandelsdaten Dezember, die Lagerbestände November, der Haushalt für Dezember und das Fed Balance Sheet

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