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Dow Jones zum ersten mal diese Woche im Plus - Hoffnung in Griechenland entlastet- gemischte Konjunkturdaten - Avon, Cisco, Facebook

Franziska Schimke

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Der Dow Jones ist am Donnerstag zum ersten Mal nach sechs Tagen in dieser Woche positiv gestartet. Er legte zu Beginn 0,4 Prozent zu und ging wieder über die Marke 12.900-Punkte-Marke.

Spekulationen auf eine Regierungsbildung in Griechenland und damit eine Entschärfung der Euro-Krise haben der Wall Street zu einer positiven Eröffnung verholfen. Zudem wird der Euro-Krisenfonds EFSF trotz der unsicheren Lage in Griechenland die nächste Hilfszahlung für das hochverschuldete Land freigeben. Von der Kredithöhe von 5,2 Milliarden Euro sollen 4,2 Milliarden Euro sofort ausgezahlt werden.

In Spanien hat der Staat die Kontrolle über die kriselnde Großbank Bankia übernommen. Die Muttergesellschaft wird vollständig verstaatlicht. Die Bankia gilt wegen zahlreicher fauler Immobilienkredite als der größte Problemfall im spanischen Finanzsektor.

Zu verhaltenem Optimismus trugen zunächst einmal die Konjunkturdaten bei. Die Zahl der Anträge auf Arbeitslosenhilfe ging um 1.000 zurück. Die Zahlen der Vorwoche wurden aber von 365.00 auf 368.000 nach oben revidiert. Das Handelsbilanzdefizit weitete sich aus. Positive Impulse gab es hingegen beim Import und Export.

Zu Handelsende schloss der Dow Jones mit grünen Vorzeichen. Er ging mit einem Plus von 0,2 Prozent bei 12.855 Punkten aus dem Handel. Der Nasdaq Composite verlor 0,9 Prozent bei 2.934 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500verbuchte einen Plus von 0,3 Prozent bei 1.358 Punkten.

Die größten Gewinner beim Dow Jones waren: Pfizer (+1,7%) und Chevron(+1,5%). Die größten Verlierer waren: Cisco (-10,4%), Caterpillar (-0,6%) undBank of America (-0,4%)

Der US-Technologiekonzern Cisco Systems konnte im vergangenen Quartal den Umsatz um 7 Prozent auf 11,59 Milliarden Dollar steigern. Der Nettogewinn kletterte um 14 Prozent auf 2,17 Milliarden Dollar. Das Ergebnis ist besser als von Analysten erwartet. Allerdings enttäuschte der Ausblick wegen Sorgen in Europa und gesunkener staatlicher Ausgaben. Die Aktie abgestraft bei Minus 10,4 Prozent.

Der US-Einzelhändler Kohl's musste im ersten Quartal einen rückläufigen Gewinn wegen geringerer Margen als Folge von Preissenkungen verbuchen. Die Erwartungen wurden trotzdem geschlagen und die Jahresplanung bestätigt. Der Ausblick auf das laufende Quartal war aber schwach. Die Aktie verliert 4,3 Prozent.

Das kanadische Unternehmen Bombardier konnte im ersten Quartal mit dem Umsatz nicht überzeugen. Der Gewinn lag aber in den Erwartungen. Die Firma bietet Verkehrslösungen, Regionalflugzeuge, Businessjets und Schienenverkehrstechnik an. 

Der weltgrößte PC-Hersteller Hewlett-Packard hat laut Marktforschern die Spitzenposition in Deutschland verloren. Größter Anbieter sei nun Acer aus Taiwan. Die HP-Aktie gewinnt 0,8 Prozent.

Facebook räumte kurz vor dem Milliarden-Börsengang eine Schwäche beim bisherigen Geschäftsmodell ein. Mit den vielen Nutzern von Multimedia-Handys und Tablet-Computern macht Facebook wenig Umsatz. 488 der insgesamt 901 Millionen Nutzer gehen aber mit einem mobilen Gerät auf die Seite des sozialen Netzwerkes.

Der von der deutschen Milliardärsfamilie Reimann kontrollierte Parfümhersteller Coty wirbt mit einer verbesserten Offerte um den angeschlagenen US-Kosmetik-Konzern Avon. Coty habe sein Angebot auf 24,75 US-Dollar von 23,25 US-Dollar erhöht, teilte Avon am Donnerstag mit. Damit biete Coty nun 10,65 Milliarden US-Dollar nach zuvor rund 10 Milliarden US-Dollar. Avon-Aktien gaben 3,3 Prozent ab.

Am Freitag schauen wir auf den Erzeugerpreis-Index für April und das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan für Mai.

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