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Dow Jones schließt im Plus - Aussagen der US-Notenbank vorsichtig - USA bangt um AAA-Rating - Schwache Wirtschaftsdaten

Manuel Koch

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Am Donnerstag gingen die US-Märkte den dritten Tag in Folge ins Plus. Weil in den USA kein Feiertag war, wurde auch ganz normal gehandelt. Der Dow Jones legte 1,0 Prozent zu Handelsstart zu. Noch vor Börsenbeginn kürzte die chinesische Zentralbank überraschenderweise ihren Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf 3,25 Prozent. Die Bank of England ließ ihren Leitzins hingegen unverändert bei 0,5 Prozent.

Positiv wurde auch aufgenommen, dass sich spanische Staatsanleihen ohne Probleme verkauften. Allerdings könnten spanische Banken selbst hinter den Ankäufern stecken, um den Markt zu stabilisieren.

Am Morgen ging der Blick dann auf US-Notenbankchef Ben Bernanke. Er musste vor einem Ausschuss des Kongresses Rede und Antwort stehen. Er äußerte sich vorsichtig und machte klar, dass keine Maßnahme vom Tisch sei. Wenn nötig, könnte die Fed Liquidität in den Markt geben. Man befinde sich auf keinen Fall in einer Situation wie Griechenland. Man habe hart gearbeitet, um die amerikanischen Banken auf mögliche Schockwellen aus Europa vorzubereiten. Essentiell sei es jetzt, Wachstum zu schaffen. Negativ beurteilte Bernanke den US-Arbeitsmarkt: "Die Einstellungsphase von Unternehmen ist vorbei", sagte er.

Von Konjunkturseite kamen die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Sie sanken um 12.000 auf 377.000 in der vergangenen Woche. Das ist leicht schlechter als zuvor von Analysten erwartet. Der Wert der Vorwoche wurde außerdem von 383.000 auf 389.000 nach oben revidiert.

Die Verbraucherkredite im April stiegen um 6,5 Milliarden Dollar. Das ist nicht nur schlechter als erwartet, sondern auch der schwächste Anstieg seit sechs Monaten. Experten hatten mit einem Anstieg von 10 Milliarden gerechnet. Im Vormonat waren es 21,4 Milliarden Dollar gewesen.

In der letzten Handelsstunde verloren die US-Märkte wieder einige ihrer Gewinne. Das lag auch an den Aussagen von Ben Bernanke, die den Anlegern nicht weit genug gingen. Außerdem droht die Ratingagentur Fitch, den USA ihr AAA-Rating zu entziehen.

Zu Handelsende schloss der Dow Jones mit einem Plus von 0,4 Prozent bei 12.461 Punkten. Der Nasdaq Composite verlor 0,5 Prozent bei 2.831 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen Verlust von 0,01 Prozent bei 1.315 Punkten.

Zu den Gewinnern im Dow zählten: United Technologies (+2,4%), Procter & Gamble (+1,6%) und Boeing (+1,4%). Die größten Verlierer waren: Bank of America (-2,9%), Hewlett Packard (-1,3%) und AT&T (-1,2%).

Der Vorsitzende und Gründer der Elektronikkette Best Buy, Richard Schulze, tritt vom Vorsitz des Unternehmens ab. Nach 36 Jahren wird sich der 71jährige jetzt zurückziehen. Die Aktie ging 1,0 Prozent ins Minus.

Apple lässt den Patentstreit mit Samsung eskalieren und nimmt Angriff auf das neue Spitzen-Smartphone der Südkoreaner. Kurz vor der Einführung des neuen Galaxy S3 beantragte Apple eine Einstweilige Verfügung gegen das Samsung-Gerät. Die Aktie mit 0,1 Prozent leicht im Plus.

Die Technologiebörse Nasdaq bietet den Finanzunternehmen wegen des verspäteten Facebook-Börsengangs 40 Millionen Dollar als Entschädigung an. Die Facebook-Aktie schloss bei 26,31 Dollar und lag damit 1,9 Prozent im Minus.

Beim weltgrößten Online-Netzwerk LinkedIn wurden Passwörter von Mitgliedern gestohlen. Das Ausmaß ist aber noch unbekannt. Betroffene Nutzer wurden von LinkedIn per E-Mail informiert. Das Netzwerk hat mehr als 150 Millionen Mitglieder. Die Aktie gewann 1,1 Prozent.

Google wird seine Business-Anwendungen künftig auch in Übereinstimmung mit der Datenschutz-Richtlinie der Europäischen Union anbieten. Die Aktie schloss 0,4 Prozent im Minus.

Am Freitag schauen wir in den USA auf das Handelsbilanzdefizit für April. Hier wird ein leichter Rückgang erwartet. Außerdem kommen Großhandelszahlen für April. Hier wird ein Anstieg erwartet.

 

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