Dow Jones im Plus - Blick nach Griechenland - Zahlen von Coca-Cola überzeugen - Ben Bernanke spricht vor Senat - Oracle - Brightcove

Manuel Koch

Die US-Indizes starteten erst einmal negativ am Dienstag zu Handelsbeginn. Der Dow Jones lag mit 0,3 Prozent im Minus. 

Drei Themen beschäftigen den Markt: 1. Die griechische Tragödie: Der Fokus geht klar weiter zur Zitterpartie um den Schuldenschnitt in Griechenland. Schmerzhafte Kosteneinsparungen müssen beschlossen und tausende Staatsbedienstete entlassen werden. 

2. Quartalszahlen: Coca-Cola steigerte den Umsatz von 10,9 auf gut 11,04 Milliarden Dollar. Der Netto-Gewinn sank von 5,77 auf 1,65 Milliarden Dollar. Das lag an Sondereffekten. Die Ergebnisse übertrafen die Erwartungen der Analysten. Erfrischend lief es für Coca-Cola vor allem in den Schwellenländern. So boomt die dunkle Brause in China. Dort wurde zehn Prozent mehr verkauft. Hingegen der Markt in Nordamerika und Europa scheint gesättigt zu sein. Dort verzeichnete man ein mageres Wachstum von einem Prozent. Die Konsumenten schauen in diesen Ländern auch mehr auf den Gesundheitstrend und wollen weniger Zucker. Der Konzern legte sich auch gleich noch ein Sparprogramm auf. Bis 2015 will Coca-Cola bis zu 650 Millionen Dollar einsparen. Die Coca-Cola-Aktie mit 0,8 Prozent im Plus. 

3. US-Notenbankchef Ben Bernanke: Er stand dem US-Senat Rede und Antwort. Vergangene Woche sprach er ja schon vor dem Kongress. Er bestätigte abermals, dass die Fed die US-Wirtschaft mit allen Mitteln vor einem Übergreifen der Euro-Krise schützen werde. Die US-Wirtschaft sei stabil. 

Außerdem gab es noch Konjunkturdaten. Die Einzelhandelsumsätze in den USA stiegen im Dezember 2011 um 1,2 Prozent. Im Vormonat waren sie noch um 1,8 Prozent zurückgegangen.

Zu Mittag drehte der Dow Jones ins Plus. Am Ende ging der Dow mit einem leichten Plus von 0,3 Prozent und 12.878 Punkten aus dem Handel. Der Nasdaq Composite gewann 0,1 Prozent bei 2.904 Zähler. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen Gewinn von 0,2 Prozent bei 1.347 Punkten. 

Zu den Gewinnern zählten: McDonalds (+1,4%), Walt Disney (+1,3%) und Coca-Cola (+0,8%). Auf der Verliererseite standen die Namen: Bank of America (-1,5%), JP Morgan Chase (-0,7%) und Alcoa (-0,6%).  

Der amerikanische Softwarekonzern Oracle will ein Gerichtsverfahren gegen den deutschen Konkurrenten SAP wegen Urheberrechtsverletzung wieder aufrollen. Im September vergangenen Jahres hatte eine Richterin ein vorläufiges Urteil gegen SAP wieder kassiert, weil sie die Strafzahlung von 1,3 Milliarden Dollar für extrem übertrieben hielt. Oracle habe nur Schäden in Höhe von 272 Millionen Dollar nachgewiesen, hieß es. Die Oracle-Aktie war im Minus bei 0,2 Prozent. 

Der US-Onlinevideodienst Brightcove will an die Börse und erhofft sich Einnahmen von bis zu 69 Millionen Dollar. Das Unternehmen will bis zu 5,75 Millionen Aktien zu einem Preis von zehn bis zwölf Dollar ausgeben.

Am Mittwoch erwarten uns die Quartalszahlen von Cisco, Moody´s, Ralph Lauren, Time Warner und Visa. Von Konjunkturseite schauen wir auf die Zahl der Hypothekenanträge und die Öllagerbestände.

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