Dow im Minus – Europäische Schuldenkrise belastet - Wirtschaftsdaten enttäuschen - Apple, Monsanto, RIM
Der Dow Jones ist mit einem Minus von 0,9 Prozent bei 12.462 Punkten in den Handel gestartet. Somit ist die 12.500 Punkte Marke wieder gebrochen.
Die amerikanischen Börsen stehen weiter unter dem Eindruck der Euro-Schuldenkrise. Dabei drücken vor allem die Refinanzierungsbedingungen in den kriselnden Ländern und die in wenigen Wochen bevorstehende Wahl in Griechenland die Kurse.
Vor allem die Lage in Spaniens Bankensektor schlägt auf die Stimmung der Anleger. Die Rendite auf zehnjährige spanische Staatsanleihen ist auf untragbare 6,6 Prozent geklettert.
Auch die Wirtschaftsdaten aus den USA können den Märkten keinen positiven Impuls geben. Die Zahl der MBA Hypothekenanträge in den USA ist in der vergangenen Woche um 1,3 Prozent zurückgegangen. Zudem ist die Zahl der schwebenden Hausverkäufe in den USA ist im April um 5,5 Prozent zurückgegangen. Analysten hatten nach einem Anstieg um 4,1 Prozent im Vormonat lediglich mit einem Rückgang von 0,1 Prozent gerechnet.
Der Dow Jones schloss im Minus mit 1,3 Prozent bei 12.420 Punkten. Der Nasdaq Composite gab 1,2 Prozent nach auf 2.837 Zähler. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 1,4 Prozent und ging bei 1.313 Punkten aus dem Handel
Die größte und einzige Gewinner beim Dow Jones war: Intel (+0,2%). Die größten Verlierer waren: Alcoa (-3,5%), Bank of America (-3,1%), Exxon Mobil (-2,6%)
Medienberichten zufolge hat der Auftragshersteller Foxconn von Apple die ersten Bestellungen für das iTV erhalten. Derzeit werden offenbar die ersten Prototypen für das 1.500 bis 2.000 US-Dollar teure Gerät hergestellt. Eine offizielle Bestätigung des Unternehmens gibt es allerdings noch nicht. Auch der Termin der Markteinführung ist noch umstritten. Apple Chef Tom Cook gab zudem sein erstes großes Interview seit seinem Amtsantritt. Dabei gab er bekannt, dass unter anderem eine vertiefte Integration von Facebook in die iPhones und iPads nicht vom Tisch ist. Die Aktie von Apple gewinnt 1,2 Prozent.
Die Konkurrenz auf dem Smartphone-Markt macht dem Hersteller von Handys Research in Motion (RIM) weiter schwer zu schaffen. Der Blackberry-Hersteller leidet immer stärker unter dem Siegeszug von Apples iPhone und den Android-Smartphones. Der aus Deutschland stammende Konzernchef Thorsten Heins warnte, dass das Unternehmen im ersten Geschäftsquartal einen Verlust einfahren dürfte. "Unsere finanzielle Lage wird auch in den kommenden Quartalen herausfordernd bleiben." Die Aktie verliert deutliche 7,8 Prozent.
Der weltgrößte Agrar- und Chemiekonzern Monsanto hat seine Jahresprognose angehoben. Dies hat die Firma einer starken Geschäftsentwicklung zu verdanken. Monsanto konnte den Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft im Vergleich zum Vorjahr um ganze 25 Prozent steigern. Die Aktie reagiert mit einem Plus von 2,2 Prozent.
Macys veröffentlichte einen Umsatzanstieg für den Monat Mai. Nach Aussagen der amerikanischen Kaufhauskette haben sich die Umsatzerlöse in den vier Wochen um 4,1 Prozent auf 2,02 Milliarden US-Dollar erhöht. Die Aktie gibt um 1,8 Prozent nacht.
Am Donnerstag kommen von Konjunkturseite der ADP-Arbeitsmarktbericht für Mai, die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die zweite Veröffentlichung für das BIP des ersten Quartals und der Chicago Einkaufsmanagerindex für Mai.
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