Dow durchbricht 14.000-Punkte-Marke - Arbeitsmarkt überzeugt auf zweiten Blick - gute Konjunkturdaten - Chevron, Exxon Mobil, Merck, Google - Ausblick
Am Freitag gingen die US-Börsen zu Handelsbeginn ins Plus. Der Dow Jones gewann 0,6 Prozent hinzu. Ein wenig später ging der Dow Jones zum ersten Mal seit 17. Oktober 2007 über die 14.000-Punkte-Marke und schloss auch im Plus bei 14.010 Punkten.
Der US-Senat stimmte mit breiter Mehrheit einem Gesetz zu, wonach die Schuldenobergrenze von derzeit 16,4 Billionen Dollar bis zum 19. Mai ausgesetzt wird.
Von Konjunkturseite ging der Blick am Morgen vor allem zuerst auf die offiziellen Arbeitsmarktdaten der US-Regierung. Im Januar wurden nur 157.000 neue Jobs geschaffen, Analysten hatten zuvor mit 180.000 gerechnet. Im Monat Dezember waren es revidiert 196.000. Die Arbeitslosenquote stieg auf 7,9 Prozent. Das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan lag bei final 73,8 Punkten, Experten erwarteten zuvor 71,4 Punkte. Der ISM-Einkaufsmanagerindex tendierte im Januar bei 53,1 Punkten, im Vormonat waren es 50,7 Punkte.
Von Quartalsseite präsentierten am Morgen Exxon Mobil, Chevron und Merck ihre Bilanzen.
Der Ölkonzern Exxon Mobil (+0,08%) verdiente im vierten Quartal unter dem Strich knapp zehn Milliarden Dollar (+6%). Die Förderung von Öl und Gas brachte weniger Geld, weil die Menge rückläufig war. Exxon Mobil ist seit vergangener Woche wieder das wertvollste börsennotierte Unternehmen, nachdem Apple schwächelte.
Der Öl-Multi Chevron (+1,2%) konnte im abgelaufenen Quartal die Kassen füllen. Der Gewinn kletterte um 41 Prozent auf 7,2 Milliarden Dollar im Vergleich zum Vorjahr. Vor allem dank der Erschließung neuer Vorkommen und ein gut laufendes Raffinerie-Geschäft lief es für Chevron besser.
Der Pharmakonzern Merck (-3,3%) musste im Schlussquartal einen Umsatz- und Gewinnrückgang verzeichnen. Der Gewinn sank um 7,3 Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar, der Umsatz um fünf Prozent auf 11,7 Milliarden Dollar. Das Unternehmen litt vor allem unter der Konkurrenz durch Nachahmer-Medikamente und ungünstiger Wechselkurse.
Zu Handelsende schloss der Dow Jones mit einem Plus von 1,1 Prozent bei 14.010 Punkten. Der Nasdaq Composite gewann 1,2 Prozent bei 3.179 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen Gewinn von 1,0 Prozent bei 1.513 Punkten.
Zu den Gewinnern im Dow zählten: Bank of America (+3,5%), United Technologies (+2,6%) und Verizon (+2,2%). Die größten und an diesem Tag auch einzigen Verlierer waren: Merck (-3,3%), Hewlett-Packard (-0,3%)
Die Aktien von Google (+2,6%) haben heute ein Allzeithoch bei 774,92 Dollar erreicht. Der letzte Höchstmarke stammte aus Oktober 2012 und lag bei 774,38 Dollar. Dieser Erfolg des Suchmaschinenanbieters wird in Relation zu den fallenden Aktienkursen von Apple gesehen, dessen Aktien nach der Höchstmarke im September 2012 um 35 Prozent sanken.
Der deutsche Autobauer Volkswagen verzeichnete mal wieder den besten Januar seit Jahrzehnten. Im vergangenen Monat verkauften sich 29.000 Fahrzeuge in den USA, das ist der beste Januar seit 1974.
In der vor uns liegenden Woche kommen von Konjunktur- und Unternehmensseite folgende Termine:
Montag
Auftragseingänge Dezember
Dienstag
ISM-Dienstleistungsindex Januar
Quartalszahlen: Kellogg, NYSE Euronext, Walt Disney
Mittwoch
Zahl der Hypothekenanträge
Quartalszahlen: Time Warner
Donnerstag
Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe
Produktivität und Kosten Q4
Lohnstückkosten Q4
Konsumentenkredite Dezember
Quartalszahlen: Coca-Cola, New York Times
Freitag
Handelsbilanzdefizit Dezember
Lagerbestände Großhandel Dezember
Quartalszahlen: AOL, Moodys
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