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Der DAX sackt weiter ab: Die Commerzbank und die Munich Re, SAF-Holland, Daimler, Gold und Dr. Jens Ehrhardts Blick auf den DAX im Fokus

Werner Sperber

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Lucas Papademos hat heute den Verlauf der Börsenkurse, vor allem der Notierungen von Finanztiteln, beherrscht. Der ehemalige Ministerpräsident von Griechenland bezeichnete die Gefahr eines Euro-Austritts Griechenlands als "real". Das Land müsse sich an seine Verpflichtungen halten, sonst sei ein Austritt aus dem Euro unvermeidlich. Medienberichten zufolge habe Papademos zugegeben, dass der hoch verschuldete Staat bereits Vorbereitungen trifft, um die Konsequenzen eines solchen Schrittes einzudämmen. Aus diesem Grund verliert der deutsche Leitindex im Vergleich zu heute Mittag weitere 0,55 Prozent und schließt bei 6.283 Punkten. Das sind 2,4 Prozent weniger als gestern.

Griechenland, immer wieder Griechenland

Wie es in Medienberichten heißt, hat eine Arbeitsgruppe der Euro-Länder offenbar die Regierungen aufgefordert, nationale Notfallpläne für den Fall eines griechischen Euro-Ausstiegs auszuarbeiten. Eine solche Nachrichtenlage trifft Aktien von Finanzwerten besonders hart.

Auch Analysten haben ihren Teil zum schwachen Abschneiden von Finanztiteln beigetragen. So hat sich beispielsweise Robert McMillan von S&P Equity mit der Munich Re beschäftigt. Die Münchener Rückversicherungsgesellschaft hat zwar mehr verdient als von seiner Zunft im Schnitt geschätzt, doch die angestrebte Diversifizierung würde kurzfristig die Ergebnisse belasten.

Noch mehr Analysten

SAF-Holland ist gut in das laufende Jahr gestartet, dennoch haben Analysten etwas mehr von den Zahlen für das erste Quartal erwartet. Die Aktie zählt zu den Verlierern.

"Aberwitzig" nennen die Analysten von Goldman Sachs das Kursniveau von Daimler. Die Notierung bewegt sich in einem schwachen Marktumfeld seit geraumer Zeit  zwischen 36 und 39 Euro.

Gold im Pech

Die Erholungsphase des Goldpreises währte nur kurz. Beim insbesondere psychologisch wichtigen Widerstand um 1.600 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) ist vorerst Schluss. Am heutigen Mittwoch gab die Notierung erneut nach. Damit könnte schon bald ein erneuter Test einer Unterstützung anstehen.

"Die Börsen werden nicht umgeworfen"

Dr. Jens Ehrhardt ist einer der erfolgreichsten Vermögensverwalter in Deutschland. Bis zu den Neuwahlen in Griechenland erwartet der Experte schwankungsfreudige Märkte. Er sagte dem DAF Deutsches Anleger Fernsehen: "Alles hängt nun von der Wahl am 17. Juni ab. Wenn Griechenland den Sparkurs ablehnt, dann werde man das Land aus dem Euro entlassen. Aber man wird natürlich versuchen, das dann abzupolstern, damit nicht zu viele Kollateralschäden dabei entstehen. Ich glaube allerdings nicht, dass die Börsen dadurch umgeworfen werden." Wenn allerdings feststehen sollte, dass die Griechen den Sparkurs ablehnen, dann erwartet Dr. Ehrhardt, dass die Börsen erst einmal verlieren.

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