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DAX beinahe unverändert: Die Deutsche Bank und die Commerzbank, Solarworld und E.on, Infineon Technologies, Gildemeister, Klöckner & Co sowie Facebook im Fokus

Werner Sperber

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An den Börsen haben heute, wie in der gesamten Woche, die Schuldenkrise und die Angst vor dem Auseinanderbrechen des Euro-Raums das Handeln der Anleger beherrscht. Im Vergleich zum vergangenen Freitag verlor der deutsche Leitindex 4,7 Prozent an Wert, im Verleich zu gestern beträgt das Minus 0,6 Prozent. Der Schlussstand beträgt heute 6.271 Zähler, damit hat sich der DAX im Vergleich zum Mittag kaum verbessert. Die Gründe für das heutige Minus sind die schwachen Vorgaben aus Asien und den USA. Der Verfall von Optionen auf den DAX um 13 Uhr sorgte zusätzlich für außerordentliche Schwankungen.

"Langfristig Kaufkurse"

Der deutsche Aktienindex steht weiter unter Druck. Die Vorgaben aus Asien und den USA sind schwach. Die Unsicherheit vor den Wahlen in Griechenland sowie die Abstufung 16 spanischer Banken durch die Ratingagentur Moody's lassen die Kurse weiter purzeln. Dennoch ist der Chefanalyst der Bremer Landesbank Folker Hellmeyer davon überzeugt, dass die Kurse langfristig wieder deutlich höher stehen werden.

Banken unter Druck

Was den DAX im Allgemeinen belastet, trifft die Finanzwerte im Besonderen. Nach einem Minus von zwei Prozent am Donnerstag ging es mit der Aktie der Deutschen Bank am Freitag zunächst weiter abwärts. Der Stoppkurs des AKTIONÄR wurde erreicht.

Bei der Aktie der Commerzbank hat sich nun das Chartbild weiter eingetrübt. Bereits am Mittwoch hatte die Notierung eine wichtige Unterstützung gerissen. Im Zuge des Abverkaufs geht es nun bis auf die seit Ende November intakte Aufwärtstrendlinie.

Energie-Konzerne sind "gut bestrahlt"

Ein Paukenschlag: Gestern Abend gab das US-Handelsministerium bekannt, drastische Antidumpingzölle für chinesische Solarmodule zu verhängen. Starke Kursreaktionen sind die Folge. Der Aktienkurs von Solarworld, der Firma, welche die Auflagen für China-Module gefordert hatte, legte um mehr als sieben prozent zu.

Der Verkauf der Gasnetztochter Open Grid Europe stößt bei Analysten des Energieversorgers E.on weiter auf großes Interesse. Die Commerzbank begrüßt zwar den Kaufpreis, bleibt zunächst dennoch skeptisch. Equinet ist da schon deutlich optimistischer für die Aktie des DAX-Konzerns. Nach der DZ Bank und der WestLB haben weitere Analysten die Aktie des Energieriesen E.on nach dem Verkauf der Gasnetztochter unter die Lupe genommen.

Das Aus für Infineon ist gekommen

Die Infineon-Aktie hat es diesen Monat hart getroffen. Das Papier verlor rund 18 Prozent an Wert. Auch charttechnisch sieht es nun düster aus. Der langfristige Aufwärtstrend ist gebrochen. Trotz guter Quartalszahlen verliert die Aktie stetig an Wert.

Die Kosten steigen

Vorstandsvorsitzender Rüdiger Kapitza hat die Aktionäre von Gildemeister bei der Hauptversammlung auf höhere Kosten eingestimmt. Allerdings bestätigte der Konzernchef die Jahresprognose. Er sagte: "Zu den Herausforderungen des laufenden Jahres gehört unter anderem, dass die Werkzeugmaschinenhersteller den global wachsenden Wettbewerb um Rohstoffe deutlich zu spüren bekommen und daher ihre Herstellkosten insgesamt noch besser im Auge behalten müssen." Aus charttechnischer Sicht steht die MDAX-Aktie auf der Kippe.

Der Vorstandsvorsitzende greift zu

Der Konzernlenker macht etwas, was man an der Börse nicht machen sollte: Er greift in ein fallendes Messer. Die Aktie des Stahlhandelsunternehmens Klöckner & Co steht seit Wochen unter Beschuss. Zuletzt ist der Aktienkurs unter die nicht nur psychologisch wichtige Marke von 8,00 Euro gerutscht. Die Anleger werfen ihre Papiere auf den Markt. Doch einer sammelt auf: Vorstandsvorsitzender Gisbert Rühl.

Facebook: Jetzt noch teuerer

Facebook hat den Angebotspreis für seine Aktien auf 38 Dollar erhöht. Damit steigt das Platzierungsvolumen auf rund 16 Milliarden Dollar. Das größte soziale Netzwerk weltweit wird auf diesem Niveau bereits beim Start an der Börse mit 104 Milliarden Dollar bewertet.

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