DAX zum Wochenauftakt schwächer erwartet – Telekom im Übernahmegefecht: Außerdem Allianz, Deutsche Börse und Fraport im Fokus
Der Wochenauftakt an der deutschen Börse steht unter keinen guten Vorzeichen. Experten rechnen aufgrund der Schuldenproblematik in Europa mit Verlusten zum Handelsstart. Vor allem Spanien und Italien rücken aufgrund ihrer ungelösten Haushaltsprobleme erneut in den Fokus der Marktteilnehmer. Aber auch in Frankreich könnten dunkle Wolken aufziehen, wenn es am Nachmittag bei der Auktion französischer Staatsanleihen zu einer weiteren Enttäuschung kommt. Neue Impulse erwarten sich die Anleger aus den Vereinigten Staaten, wo die Berichtssaison mittlerweile im vollen Gange ist. Im Tagesverlauf stehen dort eine Reihe von Konjunkturdaten auf der Agenda. Dabei rücken vor allem die Einzelhandelsumsätze für März sowie der Empire State Index in den Fokus.
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Allianz expandiert in Schwellenländern
Die Allianz legt ihr Augenmerk künftigt verstärkt auf Industriekunden in den Schwellenländern: "Wir wollen die Prämieneinnahmen aus diesen Ländern in drei bis fünf Jahren von 600 Millionen Euro auf rund zwei Milliarden Euro steigern", sagte Axel Theis, Vorstandschef der Konzerngesellschaft Allianz Global Corporate and Specialty (AGCS) gegenüber der Financial Times Deutschland (FTD).
Die Deutsche Börse hat wie angekündigt eine Klage gegen das Nein der EU gegen zur Fusion mit der NYSE beim Europäischen Gerichtshof eingereicht. Nach Konzernangaben erwartet man aber keine Anfechtung des Zusammenschlusses. Vielmehr möchte man weitere Folgen aus der Definition des Gremiums verhindern. Die EU-Behörden hatten zuvor ein Fusionsverbot erteilt, weil anderfalls im börsengebundenen Derivatehandel in Europa ein Ungleichgewicht entstehen könnte.
Telekom vor großer Übernahme
Die Deutsche Telekom streckt ihre Fühler nach der regionalen Kabelgesellschaft Tele Columbus aus. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters sind auch Kabel Deutschland und Liberty Global an Tele Columbus interessiert. Das Volumen der Offerte könnte auf bis zu 800 Millionen Euro steigen. Indes droht der Telekom Ärger seitens der Arbeitnehmervertreter. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat für Montag bundesweite Warnstreiks mit zunächst rund 6.000 Beschäftigten angekündigt.
Mehr Gäste, weniger Fracht bei Fraport
Deutliche Einbußen bei der Luftfracht muss der Flughafenbetreiber Fraport im März hinnehmen. Aufgrund konjunktureller Unsicherheiten sowie dem Nachtflugverbot in Frankfurt ging das Frachtaufkommen auf dem Frankfurter Flughafen im März um elf Prozent zurück. Die Zahl der Passagiere stieg hingegen im gleichen Zeitraum um 4,1 Prozent auf 4,5 Millionen.
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