DAX zum Start freundlich erwartet: Adidas, Beiersdorf, Deutsche Post, Lufthansa und Morphosys im Fokus
Vor den mit Spannung erwarteten Ergebnissen der EZB-Sitzung wird der DAX am Donnerstag freundlich erwartet. Nach dem leichten Rücksetzer vom Vortag taxiert Finspreads den deutschen Leitindex am Morgen nun wieder 0,36 Prozent fester auf 6.779 Punkte. Die Marktteilnehmer sind sich einig, dass die Europäische Zentralbank nun liefern muss, nachdem EZB-Mario Draghi mit seinen Euro-stärkenden Aussagen in der Vorwoche eine Hoffnungsrallye von in der Spitze gut acht Prozent ausgelöst hatte.
Zahlen-Parade
Vor dem EZB-Zinsentscheid und der Pressekonferenz am frühen Nachmittag gilt es für die Anleger zunächst wieder zahlreiche Quartalsberichte zu bewerten - darunter mit der Deutschen Post, Adidas, der Lufthansa und Beiersdorf vier DAX-Unternehmen. Aus den USA kommen die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die vor dem großen Arbeitsmarktbericht am Freitag besonders interessieren dürften.
Lufthansa: Höhere Belastungen?
Hohe Treibstoffkosten haben Europas größte Fluggesellschaft, die Lufthansa, im zweiten Quartal voraussichtlich erneut gebremst. Konkurrenten wie Air France-KLM und Ryanair hatten bereits höhere Belastungen gemeldet. Die von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragten Analysten rechnen damit, dass der gestiegene Ticketabsatz, höhere Flugpreise und Währungseffekte dem Konzern einen Umsatzanstieg um fünf Prozent auf 7,8 Milliarden Euro beschert haben. Der von den befragten Experten erwartete Überschuss von 113 Millionen Euro würde aber den Verlust aus dem ersten Quartal nicht einmal zu einem Drittel ausgleichen.
Adidas: Mehr Gewinn
Die Adidas-Aktie dürfte am Donnerstag gefragt sein. Das Unternehmen hat seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr nach oben geschraubt, von zwölf bis 17 auf 15 bis 17 Prozent. Der Umsatz soll weiterhin um zehn Prozent zulegen.
Deutsche Post: Prognose rauf
Die Deutsche Post schraubt nach einem überraschend starken zweiten Quartal die Erwartungen für das laufende Jahr herauf. Obwohl eine teure Umsatzsteuernachzahlung zwischen April und Juni am Gewinn zehrte, rechnet die Konzernführung um Vorstandschef Frank Appel für 2012 jetzt mit einem Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 2,6 bis 2,7 Milliarden Euro, wie die Post am Donnerstag in Bonn mitteilte. Bisher hatte die Prognose bei 2,5 bis 2,6 Milliarden Euro gelegen.
Morphosys: Verlust verringert
Das Biotechnologie-Unternehmen Morphosys hat im zweiten Quartal auf die Kostenbremse gedrückt und den Verlust im Vergleich zum Vorjahr eingedämmt. Der Verlust habe sich von 3,8 Millionen Euro im Vorjahr auf ein Minus von 400.000 Euro verringert, teilte die im TecDAX-notierte Gesellschaft am Donnerstag in Martinsried bei München mit.
(dpa-AFX)
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