DAX zum Auftakt schwächer – Commerzbank wehrt sich: Außerdem Deutsche Bank, ThyssenKrupp und Tom Tailor im Fokus
Der deutsche Aktienmarkt dürfte am Donnerstag mit leichten Verlusten in den Handel starten. Experten taxieren den DAX vorbörslich rund 0,5 Prozent tiefer auf 6.360 Punkte. In Griechenland stellt der neue Regierungspräsident heute sein Kabinett vor. Bereits gestern Abend hat die amerikanische Notenbank Fed beschlossen zusätzliche 267 Milliarden Dollar in den Markt zu pumpen. Zudem will Fed-Chef Ben Bernanke die Zinsen weiter niedrig halten. Aus China kommen indes schlechte Nachrichten: Dort ist die heimische Industrie im Juni um 0,3 auf 48,1 Punkte gesunken. Der Einkaufsmanagerindex notiert somit zum achten Mal in Folge unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.
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Commerzbank wehrt sich
Ein Londoner Gericht hat die Commerzbank zu einer Zahlung von rund 50 Millionen Euro an die ehemaligen Banker der Dresdner Kleinwort verdonnert. Gegen dieses Urteil legt das Institut aber Berufung ein. Nach Konzernangaben wird man gegen die Nachzahlung von Millionen-Boni für ehemalige Investmentbanker vorgehen. Daher hat die Commerzbank beim Berufungsgericht die Zulassung der Berufung gegen das Urteil beantragt.
Rückschlag für Deutsche Bank
Die Deutsche Bank ist mit dem geplanten Verkauf ihrer Vermögensverwaltungssparte gescheitert. Mit dem amerikanischen Vermögensverwalter Guggenheim konnte keine Einigung über den Verkauf von RREEF erzielt werden. Die globale Plattform für alternative Investments hat zuletzt ein Vermögen von rund 47 Milliarden Euro verwaltet.
Neue Interessenten ThyssenKrupp-Werk
Für das zum Verkauf stehende ThyssenKrupp-Werk in Brasilien gibt es nach Angaben der Financial Times Deutschland Interessenten aus China. Die zwei chinesischen Stahlhersteller Hebei und Baosteel sollen informierten Kreisen zufolge ihre Fühler ausgestreckt haben. Die Verhandlungen stehen aber noch am Anfang. Am defizitären Werk ist auch der Stahlkonzern Vale mit einem Paket von knapp 27 Prozent beteiligt. Auch der brasilianische Stahlhersteller CSN soll Interesse zeigen.
Tom Tailor übernimmt Bonita
Der Modekonzern Tom Tailor hat den deutschen Modeproduzenten Bonita übernommen. Die Hamburger wollen somit ihre Produktpalette auf die Generation Über 40 ausweiten. Für Bonita legt Tom Tailor 150 Millionen Euro in bar auf den Tisch. Darüber hinaus erhält der Verkäufer, eine gemeinnützige Versorgungs- und Förderungsstiftung aus Liechtenstein, Tom-Tailor-Aktien im Wert von rund 70 Millionen Euro. Bonita unterhält derzeit knapp 1.000 Filialen und erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von etwa 380 Millionen Euro. Zudem plant Tom Tailor eine Barkapitalerhöhung mit Bezugsrechtsausschluss von 1,65 Millionen neuen Aktien.
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