Leon Müller
Der DAX kommt nicht recht vom Fleck, präsentiert sich auch Stunden nach der Handelseröffnung vollkommen unentschlossen. Damit gelingt es dem deutschen Börsenbarometer nicht, sich von den am Dienstag und Mittwoch erlittenen Verlusten zu erholen. Gegen 11.20 Uhr notiert der Leitindex mit einem Plus von 0,39 Prozent bei 6.108,29 Zählern. Ähnlich das Bild beim kleineren Bruder MDAX. Er gewinnt 0,55 Prozent auf 8.264,20 Punkten. Eine bessere Performance weist der Technologieindex TecDAX aus. Er legt um 0,66 Prozent auf 805,10 Punkte und notiert damit oberhalb der psychologisch wichtigen Marke von 800 Zählern. Überschattet wird das Marktgeschehen nach wie vor von Sorgen über den Zustand Griechenlands.
Aixtron überzeugt mit Quartalszahlen
Der Aachener Entwickler von Maschinen zur LED-Produktion Aixtron meldete am Morgen für das erste Quartal einen Umsatzsprung gegenüber dem Vorjahr von 46,2 auf 154,5 Millionen Euro. Unter dem Strich wurden dabei 31,8 Millionen Euro verdient, ein Plus von 480 Prozent. Die EBIT-Marge kletterte auf rund 30 Prozent. Die enorme Nachfrage nach LEDs insbesondere aus der TV-Industrie und zunehmend auch aus der Branche für allgemeine Beleuchtung, trieben die Auftragseingänge zum Stichtag auf 168,5 Millionen Euro.
Bayer erfüllt Prognosen
Bayer hat den Umsatz im ersten Quartal 2010 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 5,3 Prozent auf 8,32 Milliarden gesteigert und lag mit diesem Wert leicht über den Prognosen der Analysten, die einen Umsatz von 8,31 Milliarden Euro erwartet hatten. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte um 13,2 Prozent auf 1,918 Milliarden zu, Experten hatten mit 1,940 Milliarden Euro gerechnet. Unter dem Strich blieb ein Nettogewinn von 1,20 Euro je Aktie. Die Prognosen der Analysten hatten auf ein Plus von 1,17 Euro je Anteilschein gelautet.
BASF glänzt mit Milliardenplus
Der weltgrößte Chemiekonzern BASF konnte im ersten Quartal den Jahresüberschuss nahezu verdreifachen. Der Umsatz legte um mehr als ein Viertel zu. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuer (EBIT) und Sondereffekten erhöhte sich auf 1,954 Milliarden Euro. Im ersten Quartal 2009 hatte die Gesellschaft angesichts der weltweiten Wirtschaftskrise nur 985 Millionen Euro operativ verdient. Nach Steuern erzielte BASF einen Gewinn von 1,029 Milliarden Euro nach 375 Millionen Euro im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Der Umsatz kletterte im Auftaktquartal um 26,5 Prozent auf 15,454 Milliarden Euro. Im laufenden Jahr rechnet BASF weiterhin mit einem deutlichen Zuwachs beim EBIT sowie einer Umsatzsteigerung.
Deutsche Postbank schreibt wieder Gewinne
Die Deutsche Postbank hat im ersten Quartal wieder schwarze Zahlen geschrieben. Der Vorsteuergewinn der Bonner Bank belief sich auf 131 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte das Institut noch einen Fehlbetrag von 71 Millionen Euro ausweisen müssen. Indes verbuchte die Postbank im abgelaufenen Jahr in jedem Quartal rote Zahlen. In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres profitierte die Postbank vor allem von der positiven Entwicklung des Kundengeschäfts. Zudem legte der Zinsüberschuss im Jahresvergleich deutlich zu.
ProSiebenSat.1-Aktie schießt nach oben
Die Aktie der Münchener Sendergruppe ProSiebenSat.1 Media hat sich an die Spitze der Gewinnerliste im MDAX gesetzt. Marktteilnehmer reagieren auf die kurz nach 10 Uhr veröffentlichten Zahlen zum ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres. Der Mitteilung zufolge hat der Konzern den Gewinn nach Steuern auf 21,2 Millionen Euro gesteigert und damit die Erwartungen übertroffen. Noch im Vorjahreszeitraum war ein Verlust in Höhe von 1,7 Millionen Euro angelaufen. Auch beim Umsatz konnte sich die Sendergruppe verbessern. Die Erlöse stiegen um fünf Prozent auf 658,4 Millionen Euro.
Siemens erhöht Prognose
Siemens hat beim Umsatz im zweiten Quartal (Januar bis März) zwar einen Rückgang von 19 Milliarden auf 17,8 Milliarden Euro verbucht. Dies war aber mehr als von den Analysten erwartet worden war. Das Sektorenergebnis, in dem sich das Ergebnis der drei Kerngeschäftsfelder Industrie, Energie und Gesundheit widerspiegelt, kletterte von 1,84 Milliarden Euro auf 2,14 Milliarden Euro. Unterm Strich verdiente Siemens 1,5 Milliarden Euro und damit rund die Hälfte mehr als vor einem Jahr. Siemens-Chef Peter Löscher zeigte sich hochzufrieden: "Siemens hat seine Ertragskraft eindrucksvoll unter Beweis gestellt", so Löscher.