Leon Müller
Einen Tag vor Wochenschluss wird der DAX leichter erwartet. Nachdem das deutsche Börsenbarometer am Mittwoch die Marke von 5.900 Punkten hinter sich gelassen hatte und bei 5.936,72 Zählern mit einem Aufschlag in Höhe von 0,86 Prozent in den Feierabend ging, deuten Indikationen einen Eröffnungsstand von 5.913 Zählern an. Damit würde der Leitindex die wichtige Marke von 5.900 Punkten verteidigen können. Auf Unterstützungen von den US-Märkten dürfen die Marktteilnehmer dabei nicht hoffen. Der Dow Jones war am Vortag nahezu unverändert bei 10.567,33 Punkten aus dem Handel gegangen. Positiv hingegen die Entwicklung in Fernost. Der Nikkei konnte 1,00 Prozent auf 10.664,95 Punkte zulegen.
Allianz greift in Asien AIG an
In den Fokus der Marktteilnehmer rückt die Aktie der Allianz SE. Das Unternehmen will in der Sparte Industrieversicherungen in Asien größter internationaler Versicherer werden. Gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erklärte Axel Theis, der Vorstandsvorsitzende der Allianz Global Corporate and Specialty (AGCS): "Wir wollen AIG als Marktführer der nichtasiatischen Industrieversicherer in der Region ablösen." Mit Blick auf das Asiengeschäft des Versicherungsunternehmens American International Group (AIG) sagte Theis: "Ganz klar profitieren wir von der Schwäche der AIG."
Hochtief-Tochter Leighton mit weiterem Auftrag
Die australische Hochtief-Tochter Leighton hat einen weiteren Auftrag an Land gezogen. Wie das Unternehmen mitteilte, habe man eine Order aus Hongkong über 463 Millionen Australische Dollar erhalten. Gebaut werden soll ein 7,6 Kilometer langer zweigleisiger Eisenbahntunnel für die geplante Hochgeschwindigkeitsstrecke zur Anbindung Hongkongs an das chinesische Netz.
K+S schlägt mit 2009er-Zahlen Analystenerwartungen
Der Kasseler Hersteller von Düngemittel und Salz, K+S, hat am Donnerstagmorgen seine Ergebnisse für das zurückliegende Geschäftsjahr 2009 gemeldet. Wie erwartet musste das Unternehmen einen deutlichen Umsatz- und Gewinnrückgang hinnehmen. Die Erlöse sanken um 26 Prozent auf 3,57 Milliarden Euro. Analysten hatten mit 3,49 Milliarden gerechnet. Der Gewinn je Aktie verringerte sich um über 90 Prozent auf 0,56 Euro. Doch auch hier konnte K+S die Analystenerwartungen übertreffen. Diese lagen bei lediglich 52 Cent. Umsatz und Ergebnis dürften 2010 deutlich steigen, äußerte Vorstand Norbert Steiner mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr.
Salzgitter macht Klöckner-Werke-Minderheitsaktionären Angebot
Die Salzgitter Mannesmann GmbH, eine 100prozentige-Tochter der Salzgitter AG, will die Minderheitsaktionäre der Klöckner-Werke AG zwangsweise abfinden. Wie aus einer am Mittwochabend veröffentlichten Mitteilung hervorgeht, soll sich die Barabfindung voraussichtlich auf 14,33 EUR je Aktie belaufen. Dieser Preis entspreche dem gewichteten Durchschnittskurs der vergangenen drei Monate. Die Aktie der Klöckner-Werke ging am Mittwoch bei 15,70 Euro aus dem Handel und damit deutlich oberhalb des Barabfindungsangebots.
Medion erhöht Dividende und rechnet 2010 wieder mit Gewinnplus
Der Elektronikanbieter Medion will für das Geschäftsjahr 2009 eine höhere Dividende ausschütten und rechnet für das laufende Jahr mit einem zum Umsatz überproportionalen Anstieg des EBIT im Bereich zwischen 15 und 20 Prozent. Das im SDAX gelistete Unternehmen will seinen Aktionären eine Gewinnbeteiligung von 0,20 Euro je Aktie zahlen, teilte Medion mit. Im Vorjahr lag die Dividende bei 0,15 Euro je Wertpapier.