DAX weiter auf Erholungskurs: E.on, Facebook, Hochtief, HTC, RWE und ThyssenKrupp im Fokus
Die Spekulation um weitere geldpolitische Lockerungen wird die Kurse am deutschen Aktienmarkt am heutigen Feiertag weiter nach oben treiben. Der DAX dürfte mit einem Plus von 0,4 Prozent über 6.100 Punkte eröffnen. Positive Impulse kamen gestern auch aus den USA. Zu Handelsende schloss der Dow Jones den zweiten Tag in Folge im Plus bei 2,4 Prozent und 12.415 Punkten. Das war der höchste Anstieg seit März. Der Nasdaq Composite gewann 2,4 Prozent bei 2.845 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen Gewinn von 2,3 Prozent bei 1.315 Punkten.
Chart-Check E.on und RWE: Kraftlos zu den Jahrestiefs?
Die Aktien der Energieversorger E.on und RWE sind in den vergangenen Wochen im Zuge der allgemeinen Korrektur stark unter Druck geraten. Auch die Chartbilder der beiden DAX-Konzerne haben sich stark eingetrübt. Besteht dennoch Grund zur Hoffnung auf eine Trendwende?
Facebook: Endlich ein Plus
Die Facebook-Aktie hat seit ihrem Börsengang vor drei Wochen ein Drittel ihres Werts verloren. Gestern eine leichte Entspannung: Das Papier lag bei Handelsschluss 3,8 Prozent im Plus bei 26,86 Dollar. Laut einem Zeitungsbericht will die Technologiebörse Nasdaq wegen des verspäteten Börsendebüts die Finanzfirmen dafür entschädigen. Deren Verluste werden auf 100 Millionen Dollar geschätzt.
Hochtief baut in Saudi-Arabien
Der Baukonzern Hochtief unterzeichnete am Mittwochabend in Riad eine Absichtserklärung mit einer saudischen Partnerfirma zum Bau von 18.000 Wohnungen. Das autoritär regierte Königreich erlebt zur Zeit einen Bauboom, der Staat investiert Milliarden, um neue Städte aufzubauen. Das Projekt soll in einer neuen Stadt mit insgesamt 500.000 Wohnungen umgesetzt werden.
HTC: Apple einfach zu stark
Der taiwanische Smartphone-Hersteller HTC leidet sehr stark und der starken Konkurrenz von Apple und Samsung. Der Konzern hat seine Umsatzerwartung gesenkt. Die Erlöse im zweiten Geschäftsquartal dürften lediglich bei 91 Milliarden Taiwan-Dollar (2,4 Mrd Euro) liegen, teilte HTC am Mittwoch mit. Dies wären 13 Prozent weniger als der Konzern Ende April noch prognostiziert hatte. Auch die Prognose für die operative Marge kürzte HTC und zwar von elf auf neun Prozent. Als Hauptgrund für die zurückgeschraubten Erwartungen führte HTC-Finanzchef Chang Chialin ein enttäuschend verlaufenes Geschäft in Europa an. Zudem führt ein Patentstreit mit dem iPhone-Hersteller Apple zu Lieferverzögerungen in den USA. Für HTC ist es bereits die zweite Prognosesenkung innerhalb von drei Quartalen.
ThyssenKrupp: S&P senkt Daumen
Standard & Poor's (S&P) hat die Kreditwürdigkeit des deutschen Stahlkonzerns ThyssenKrupp herabgestuft. Hintergrund seien das sehr schwache Abschneiden des Konzerns im ersten Halbjahr sowie die mauen Aussichten für das Amerika-Geschäft, so die Begründung. Folglich wurde der langfristigen Bonität von "BB+" auf "BB". Das Kurzfristrating wurde mit "B" bestätigt. Den Ausblick stufen die Experten mit "negativ" ein. Eine weitere Absenkung des Ratings in den nächsten zwölf Monaten sei denkbar. Angesichts der kürzlich vorgelegten Halbjahreszahlen dürfte auch das Gesamtjahr für den Konzern sehr schwach ausfallen. ThyssenKrupp hatte in den ersten sechs Monaten einen Verlust von mehr als einer halben Milliarde Euro verbucht.
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