DAX verharrt auf Vortagesniveau: BMW, Celesio, Commerzbank, Continental, Daimler, Delticom, Deutsche Bank, Evotec, Metro, Porsche, Siemens und ThyssenKrupp im Fokus
Der deutsche Aktienmarkt bewegt sich am Mittwoch kaum vom Fleck. Nach einem verhaltenen Auftakt notierte de DAX zum Handelsschluss auf Höhe des Vortagsniveaus bei 7.330 Punkten. Sorgen bereiteten zunächst die angespannte Lage im US-Haushalt sowie schwache Vorgaben aus Asien. Am Nachmittag kamen überraschend schwache Daten vom US-Immobilienmarkt dazu. In den Vereinigten Staaten sind die Verkäufe neuer Häuser im Oktober überraschend um 0,3 Prozent auf 368.000 Häuser gesunken. Volkswirte hatten hingegen mit einem Anstieg um 0,3 Prozent auf 390.000 Häuser gerechnet.
Griechenland-Hilfe: Commerzbank und Deutsche Bank obenauf
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BMW-Kursziel rauf
Bernstein-Analyst Max Warburton hob in seiner Studie sein Kursziel um 15 auf 90 Euro. Zudem warf er die Frage auf, ob es für die Familie Quandt nicht an der Zeit sein könnte, den Premiumhersteller von der Börse zu nehmen. BMW habe weitaus mehr Geld in der Kasse als der Markt realisiert habe, was es für Quandt billiger mache als die meisten denken. Warburton geht davon aus, dass er mindestens um vier Milliarden Euro höher liegt als zuletzt kommuniziert, und zwar bei mindestens 17 Milliarden Euro. Der Anteil, den Quandt noch nicht besitze, habe lediglich eine Marktkapitalisierung von 24 Milliarden Euro
Continental will Abstand verkürzen
Continental will mit einem neuen Wachstumsprogramm "Strategie 2025" gegenüber den drei weltgrößten Reifenanbietern aufholen. "Aktuell müssen wir klar feststellen, dass wir hinter den großen drei globalen Reifenherstellern Bridgestone, Michelin und Goodyear im Gesamtportfolio noch weit zurückliegen", sagte Spartenvorstand Nikolai Setzer dem Handelsblatt. Der Konzern aus Hannover will weitere Marktanteile gewinnen, um sich an das derzeitige Spitzentrio heranzuarbeiten.
Großauftrag für Daimler aus Ungarn
Der Autobauer Daimler hat einen Großauftrag für Stadtbusse in Ungarn an Land gezogen. 159 Busse vom Typ Mercedes-Benz Citaro sollen von April 2013 an nach Budapest geliefert werden, wie das Unternehmen am Mittwoch in Stuttgart mitteilte. Im Mai sollen die Busse dann in der ungarischen Hauptstadt zum Einsatz kommen. Angaben zur Höhe des Auftragswerts machte Daimler nicht.
Delticom wieder kaufenswert
Analyst Jürgen Pieper vom Bankhaus Metzler stufte die Papiere von "Sell" auf "Buy" hoch. Ein Grund dafür sei die Verbesserung des Reifengeschäfts in den vergangenen zwei bis drei Monaten. Diesen Schluss erlaubten die Aussagen der Reifenhersteller wie Continental . Zudem stehe der Online-Reifenhändler vor der Hauptphase des Wintergeschäfts, so dass im Schlussquartal auch dank des sich abzeichnenden Wetters die Markterwartungen erfüllt werden dürften. In den Augen des Experten dürfte sich das Geschäftswachstum in den kommenden ein bis zwei Jahren wieder stabilisieren.
Neuer Partner für Evotec
Evotec wird künftig mit der Probiodrug AG zusammenarbeiten. Gemeinsam mit dem privaten biopharmazeutischen Unternehmen, das sich auf die Entwicklung innovativer Wirkstoffe für die Behandlung schwerer altersbedingter Krankheiten spezialisiert hat, wird Evotec Mittel zur Behandlung der Alzheimer'schen Erkrankung entwickeln.
Haniel reduziert Beteiligungen
Metro und Celesio dürften am Mittwoch unter der Verringerung der Beteiligung von Haniel leiden. Das Duisburger Familienunternehmen will in einem ersten Schritt die Beteiligung an Celesio durch den Verkauf von rund 7,9 Millionen Aktien von 54,64 auf 50,01 Prozent reduzieren. Die Titel sollen zu 12,60 Euro auf den Markt kommen. Innerhalb der kommenden 18 Monate soll zudem der Haniel-Anteil an Metro von 34,24 auf 30,01 Prozent sinken.
Ärger bei Metro-Tochter
Die Eigentümer von Europas führenden Elektronikketten Media Markt und Saturn sind uneins über die weitere Expansion im riesigen chinesischen Markt. Minderheitseigner Erich Kellerhals gab am Mittwoch überraschend seinen Rückzug aus der für die China-Expansion gegründeten Media-Saturn-Gesellschaft bekannt. Er warf dem Mehrheitseigner Metro eine mangelnde Investitionsbereitschaft im Reich der Mitte vor. Kellerhals gehören knapp 22 Prozent an der Media-Saturn Holding.
Porsche expandiert in den USA
Porsche zeigt in seinem wichtigsten Markt USA mit einem neuen Hauptquartier Flagge. Das Gebäude in U-Form mit großer Glasfront und angeschlossener Teststrecke entsteht in Atlanta. Am Dienstag war Spatenstich für das rund 70 Millionen US-Dollar (54 Mio Euro) teure Vorzeigeprojekt. Die Investition sei ein Beweis für den "Glauben in diesen sehr wichtigen Markt", sagte Porsche-Chef Matthias Müller.
Siemens koppelt sich von Osram ab
Siemens will von der Lichttochter Osram nach der Abspaltung im kommenden Jahr weniger als 20 Prozent behalten. Der Konzern werde der Hauptversammlung am 23. Januar vorschlagen, 80,5 Prozent der Anteile über ein sogenanntes Spin-off an die Siemens-Aktionäre zu vergeben und die Aktie danach an der Börse zu notieren. Aktionäre sollen für zehn Siemens-Aktien eine Osram-Aktie erhalten. Die Hauptversammlung muss dem mit Drei-Viertel-Mehrheit zustimmen.
Enttäuschung bei ThyssenKrupp
Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, rechnet der Stahlkonzern ThyssenKrupp beim geplanten Verkauf seiner Tochter Steel Americas im schlimmsten Szenario nur mit einem Erlös von einer Milliarde Euro. Das Unternehmen sei am Boden der Tatsachen angekommen, kommentierte ein Händler den Bericht.
(Mit Unterstützung von dpa-AFX)
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