DAX unverändert erwartet – Allianz hebt Prognose: Bayer, Hugo Boss, Metro und Wall Street im Fokus
Der deutsche Aktienmarkt dürfte am Dienstag nahezu unverändert in den Handel starten. Während hierzulande zahlreiche Unternehmen aus der ersten Reihe ihre Quartalszahlen vorlegen, muss die Wall Street erneut eine Zwangspause einlegen. Schuld ist der Wirbelsturm Sandy, der beim Aufprall auf die US-Küste Schäden in Höhe von geschätzten 20 Milliarden Dollar verursacht hat. In New Jersey kam es darüber hinaus zu einem Alarm im ältesten Atomkraftwerk der Vereinigten Staaten. Unterdessen ist Japans Industrieproduktion im September um 4,1 Prozent gesunken. Das ist der dritte Rückgang in Folge.
Allianz hebt Prognose
Dank einer guten Geschäftsentwicklung hat der Versicherungskonzern Allianz seine Jahresprognose nach oben geschraubt. Auf Jahressicht soll sich das operative Ergebnis auf mehr als neun Milliarden Euro verbessern. Bislang lag das Ziel bei lediglich 7,7 bis 8,7 Milliarden Euro (Vorjahr: 7,9 Milliarden Euro). Der Konzern spricht von einer "sehr guten operativen Leistung". Im dritten Quartal kletterte das operative Ergebnis auf 2,5 Milliarden Euro, während der Quartalsüberschuss bei 1,4 Milliarden Euro lag.
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Bayer kauft groß ein
Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer übernimmt für 920 Millionen Euro den auf Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel spezialisierten US-Hersteller Schiff Nutrition. Die Leverkusener legen somit etwa 34 Dollar je Aktie in bar auf den Tisch. Bayer hat im zweiten Quartal das operative Ergebnis (EBITDA) vor Sonderposten um 2,2 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro ausgebaut. Allerdings sorgten hohe Sonderbelastungen für einen Rückgang beim EBIT um 24 Prozent auf 838 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr rechnet Bayer beim EBITDA vor Sonderposten weiterhin mit einem Anstieg im oberen einstelligen Prozentbereich.
Umbau verhagelt die Bilanz von Hugo Boss
Der Modekonzern Hugo Boss hat im dritten Quartal aufgrund höherer Kosten für Marketingmaßnahmen sowie für den Ausbau des Filialnetzes einen Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Demnach sank der operative Gewinn (EBITDA) um sieben Prozent auf 165 Millionen Euro. Unter dem Strich ging das Ergebnis um 14 Prozent auf 103,4 Millionen Euro zurück. Im Berichtszeitraum wuchs der Umsatz um fünf Prozent auf 646 Millionen Euro. "Die Änderung unseres Kollektionsrhythmus hat im Großhandelsgeschäft zu einer Umsatzverlagerung vom dritten in das vierte Quartal geführt und damit unsere traditionell starke Ergebnissituation im dritten Quartal beeinträchtigt", sagte Firmenlenker Claus-Dietrich Lahrs. Die Jahresprognose ließ der Konzern aber unberührt.
Gewinneinbruch bei Metro
Der Einzelhandelskonzern Metro musste für das dritte Quartal einen Einbruch beim um Sondereffekte bereinigten operativen Ergebnis (EBIT) von 614 auf 398 Millionen Euro vermelden. Aufgrund der Kaufzurückhaltung vor allem in Süd- und Osteuropa blieben unter dem Strich nur noch 77 Millionen Euro nach 190 Millionen Euro im Vorjahr hängen. Der Umsatz verbesserte sich minimal von 15,8 auf 15,9 Milliarden Euro. Auf Jahressicht hält der Konzern an den bereits zuvor revidierten Prognosen fest. Nach Angaben der Düsseldorfer soll das operative Ergebnis unter dem des Vorjahres ausfallen. Beim Umsatz wird mit einem Anstieg gerechnet.
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