DAX unter Druck: Apple, Bilfinger, Commerzbank, ThyssenKrupp, SMT Scharf und Kontron im Fokus
Erst runter, dann rauf, dann wieder runter: So recht konnte sich der deutsche Leitindex heute nicht entscheiden. Während draußen die Narren das Kommando übernommen haben, interessierte auf den Parkett vor allem die Auktion von italienischen und spanischen Staatsanleihen die Börsianer. Dort fanden sich weniger Abnehmer als erhofft, die Renditen steigen wieder. Es herrscht Angst, die Krisenstaaten könnten ihren Sparkurs verlassen. Zehnjährige spanische Papiere rentierten zu Wochenbeginn bei 5,435 Prozent - nach 5,383 Prozent im Freitagsgeschäft. Ihre italienischen Pendants lagen bei 4,7 nach zuletzt 4,570 Prozent. Dennoch hielt sich der DAX lange Zeit wacker. Erst mit der Eröffnung der Wall Street konnten die Bären zumindest leicht die Oberhand gewinnen.
Bilfinger mit guten Zahlen
Bilfinger übertraf beim Umsatz und beim Überschuss die Markterwartungen. Auch der Dividendenvorschlag überraschte positiv. Die Aktie macht sich heute auf den Weg nach oben.
Novo Nordisk stürzt ab
Rückschlag für den dänischen Pharmakonzern Novo Nordisk. Das Diabetes-Medikament Tresiba wird in den USA erst einmal wegen möglicher Gefahren für das Herz- und Kreislaufsystem nicht zugelassen. Die Arzneimittelbehörde FDA forderte von den Dänen weitere Daten an. Diese könnten allerdings nicht mehr in diesem Jahr zur Verfügung gestellt werden, teilte das Unternehmen am Sonntagabend in Bagsvaerd mit.
ThyssenKrupp-Aktie gesucht
Die Titel von ThyssenKrupp reagierten zunächst positiv auf einen Bericht über das Bieterverfahren für die US-Stahlwerke. Angeblich schmieden einige Interessenten Bündnisse. Der japanische Stahlkocher JFE Steel und der Konkurrent United States Steel wollen eine gemeinsame Offerte vorlegen. Nach Ansicht des Börsianers könnte aber vor allem der als Fristende genannte 28. Februar positiv gesehen werden, da somit die Hoffnung auf einen zügigen Abschluss zunehme. Die Aktie musste die Gewinne jedoch wieder abgeben.
Kontron: Aktie bricht ein
Ein überraschend hoher operativer Verlust hat die Titel von Kontron am Montag stark belastet. Die Papiere des Minicomputer-Herstellers sackten am Vormittag um rund vier Prozent ab. Kurz nach Handelsbeginn waren sie sogar um mehr als acht Prozent eingebrochen. Kontron war im vergangenen Jahr wegen Firmenwertabschreibungen und anhaltendem Margendruck operativ tief in die Verlustzone gerutscht. Händler Andreas Lipkow von Kliegel & Hafner meinte, der operative Verlust von rund 32 Millionen Euro sei erst einmal bei einigen Investoren schlecht angekommen.
Commerzbank: Aufgepasst
Endlich wieder einmal gute Nachrichten für die Anteilseigner der Commerzbank: Die polnische Tochtergesellschaft BRE Bank hat mit ihren Zahlen für das vierte Quartal die Markterwartungen übertroffen.
SMT Scharf: Schwieriges Jahr voraus
Der Bergwerkszulieferer SMT Scharf kann mit starken Zahlen für das abgelaufene Jahr glänzen. Sowohl bei Umsatz als auch bei Gewinn kann der Nebenwert deutliche Zuwächse verzeichnen. Doch zum Jahresende ist der Auftragsbestand deutlich eingebrochen. Viele Bergwerksbetreiber halten sich derzeit mit Investitionen zurück. Das macht sich auch in den Büchern von SMT Scharf bemerkbar.
Apple: Die Uhr tickt - oder doch nicht?
Der Technologieriese Apple könnte Medienberichten zufolge ein neues Produkt in der Pipeline haben: Einem Bericht des Wall Street Journal zufolge arbeitet Apple an einer Computer-Uhr, die einige Funktionen eines Smartphones übernehmen könnte. Die Kalifornier hätten ein solches Gerät bereits mit ihrem Produktionspartner Foxconn besprochen. Der iPhone-Hersteller experimentiere mit verschiedenen Design-Varianten, hieß es unter Berufung auf informierte Personen.
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