DAX taucht ab: Commerzbank, Conergy, Daimler, Deutsche Bank, Infineon, Gazprom, RWE, Siemens und SMA Solar im Fokus
Der DAX hat sich heute auf Tauchstation begeben. Am Ende des Handelstages notierte der deutsche Leitindex bei 7.290 Punkten. Das bedeutet ein sattes Minus von 1,8 Prozent. Bereits der Start missglückte aufgrund schwacher Vorgaben der Wall Street, die wiederum unter Zweifeln an einer neuen Runde geldpolitischer Lockerungen gelitten hatte. Auch die Probleme Spaniens sind wieder stärker in den Fokus gerückt. Das kriselnde südeuropäische Land musste bei einer Auktion zehnjähriger Staatsanleihen wieder Zinsen von mehr als sechs Prozent zahlen.
Conergy nach Millionen-Zahlung vor dem Kollaps?
Auf Conergy kommen kurzfristig weitere finanzielle Verpflichtungen zu. Nun droht ein Verlust in Höhe der Hälfte des Grundkapitals. Das Papier verliert am Mittwoch deutlich.
Commerzbank und Deutsche Bank unter ESM-Druck
Die Commerzbank-Aktie befindet sich auch am heutigen Mittwoch auf Konsolidierungskurs. DER AKTIONÄR hat bereits mehrfach auf dieses Szenario hingewiesen. Sorgen um den erweiterten Euro-Rettungsschirm ESM sorgen für Verunsicherung. Auch die Aktie der Deutschen Bank tendiert am Mittwoch leichter. Grund ist ein Bericht des Handelsblatts über Details zum Rettungsschirm ESM.
Daimler: Kurz in Deutschland, mehr in China
Mercedes-Benz fährt in seinem Nutzfahrzeug-Werk in Wörth in der Südpfalz verkürzte Arbeitszeiten. Wegen einer schwächeren Lkw-Nachfrage sollen die Bänder im Oktober an jedem Freitag still stehen. Im Mercedes-Werk in Wörth sind rund 12.000 Menschen mit der Fertigung von Actros und Unimog beschäftigt. Besser scheint es in China zu laufen. Dort hat Daimler am Standort Peking den Grundstein für ein für einen neuen Werksteil des Joint Ventures Beijing Benz Automotive Co. (BBAC) gelegt. Dort sollen ab 2014 Fahrzeuge der neuen Mercedes-Benz Kompaktwagengeneration produziert werden.
Infineon: Der Tag danach
Der Münchener Chiphersteller hat nach der Gewinnwarnung am Dienstag ordentlich Federn lassen müssen. Eine immens wichtige Unterstützung rückt dadurch immer näher. Mancher Analyst sieht die Aktie noch stärker unter Druck kommen.
Gazprom: Später in die Arktis
Gazprom hat die Ölgewinnung in der russichen Arktis erneut verschoben. Der Konzern rechnet nach russischen Medienberichten nun damit, dass der Produktionsbeginn erst gegen Ende 2013 stattfinden wird. Ganz aufgeben will Gazprom die Pläne aber offenbar nicht. Kein Wunder, schließlich werden die Ölreserven der Arktis auf über eine halbe Milliarde Barrel geschätzt. Zudem hat Gazprom bereits mehrere Milliarden Dollar in vorbereitende Tätigkeiten investiert.
RWE: Der Balkan ruft
RWE sucht sein Heil in Südosteuropa. Der Essener DAX-Konzerns hat auf dem Balkan eine Ausschreibung für vier Wasserkraftwerke gewonnen. Diese sollen in einem Gemeinschaftsunternehmen mit einem lokalen Versorger eine Leistung von insgesamt 210 Megawatt produzieren. Insgesamt hält RWE 60 Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen. Nach einer Bauzeit wird allerdings erst ab 2019 der erste Strom produzieren werden.
Siemens schnappt zu
Der Technologiekonzern Siemens hat die belgischen VRcontext International übernommen. Das 2000 gegründete Unternehmen zählt dank seiner Produktfamilie Walksinside zu den führenden Entwicklern von Visualisierungs- und Trainingssoftware in 3D-Technik für die Darstellung von komplexen Engineering-Daten im Schiffs- und Anlagenbau. Die Visualisierungssoftware verwenden Unternehmensangaben zufolge über 200 Unternehmen in mehr als 30 Ländern.
SMA-Solar-Wetterbericht: Kein Sonnenschein im Jahr 2013?
Die SMA-Solar-Aktie ist nun deutlich an der wichtigen 30-Euro-Marke gescheitert. Ursächlich ist weniger ein erwartungsgemäß schwaches drittes Quartal sondern der vorsichtige beziehungsweise nicht vorhandene Ausblick des Managements.
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