DAX springt an: Commerzbank, Deutsche Bank, BMW, Daimler, Lufthansa, SMA Solar, SMT und Sky im Fokus
Der DAX hat seine zwischenzeitlichen Verluste am Nachmittag nahezu komplett wieder aufholen können. Am Ende blieb ein Mini-Minus von exakt 0,02 Prozent oder gut einem Punkt. Das deutsche Leitbarometer beendete den Tag bei 7.389 Punkten. Zunächst hatten Konjunkturdaten aus Japan und China auf die Stimmung gedrückt. Zwischenzeitlich drohte der DAX unter 7.300 Punkte zu rutschen, das Tagestief markierte er bei 7.313 Punkten.
In den USA zeigen sich die wichtigen Indizes nach einem schwachen Handelsauftake gut behauptet. Der Dow Jones notiert nahezu unverändert bei 13.568 Punkten, der Nasdaq Composite gibt 0,3 Prozent auf 3.174 Euro nach. Zunächst verhagelten die etwas höher als erwartet ausgefallenen Anträge auf Arbeitslosenunterstützung die Stimmung, dann sorgte ein sehr erfreulicher Geschäftsklimaindex der regionalen Notenbank von Philadelphia (Philly-Fed-Index) für gute Laune unter den Börsianern. Er legte von minus 7,1 Punkten im Vormonat auf minus 1,9 Zähler zu. Volkswirte hatten lediglich mit einer Verbesserung auf minus 4,5 Punkte gerechnet.
SMA Solar: Kurzfristiger Höhenflug
Zeitweiliger Topgewinner im TecDAX war SMA Solar mit einem Plus von bis zu vier Prozent. Charttechnisch hat sich die Situation unbestritten aufgehellt, die 38- und die 90-Tagelinie wurden geknackt. Mit etwas Fantasie lässt sich im Chart sogar eine inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation erkennen. Zum Handelsende setzten jedoch Gewinnmitnahmen ein, die den Zugewinn auf knapp unter ein Prozent zusammenschmelzen ließen.
Commerzbank: Topverlierer im DAX
Die Krise wird Europa nach Einschätzung von Commerzbank-Chef Martin Blessing noch lange in Atem halten. Der Vorstand rechnet noch mit einer längeren "Phase der Unsicherheit". Die Aktie des Finanzinstituts dehnt derweil ihre Verschnaufpause nach der jüngsten Kursrallye weiter aus und verliert 4,5 Prozent an Wert. Zwischenzeitlich drohte das Papier sogar unter 1,50 Euro zu rutschen.
Deutsche Bank: Die BHF ist endlich weg - die Aktie fällt
Die Deutsche Bank ist ihre Tochter BHF-Bank endlich los. Der Finanzdienstleister RHJ übernimmt das Traditionsunternehmen. Der Kaufpreis soll 384 Millionen Euro betragen. Der Deutschen-Bank-Aktie hilft das trotzdem nicht auf die Sprünge, sie verliert am Donnerstag fast zwei Prozent an Wert.
BMW und Daimler unter Druck
BMW sind am Donnerstag mit minus drei Prozent auf 59,33 Euro auf die vorletzte Stelle im Dax gerutscht. Händler sprachen von einer zuletzt wieder etwas eingetrübten Stimmung in dem Sektor nach der kräftigen Erholung seit Monatsbeginn. Anleger machten sich generell verstärkt Sorgen um das China-Geschäft der Autobauer. Hinzu kamen zuletzt skeptische Äußerungen von Daimler über rückläufige Gewinne in 2012. Und so gab auch die Daimler-Aktie kräftig nach und stürzte um 2,7 Prozent ab.
Deutsche Lufthansa greift Ryanair und Co an
Besser entwickelt sich das Papier der Lufthansa. Die Aktie gewinnt aktuelle zwei Prozent. Denn die Lufthansa macht Nägel mit Köpfen. Um im Wettbewerb mit den Billigfliegern wie Ryanair oder Easyjet konkurrenzfähig zu bleiben, wird die Lufthansa eine eigene Billigfluglinie gründen. Durch die Bündelung der Direktverkehre sollen Effizienzpotenziale in hohem Ausmaß gehoben werden.
Sky: Analystenlob
Im MDAX legt die Sky-Aktie zwei Prozent auf 2,90 Euro zu. Grund: Die britische Großbank Barclays hat die Aktien von Sky Deutschland mit "Overweight" und einem Ziel von 4,00 Euro in die Bewertung aufgenommen.
SMT Scharf steigt auf
Außerhalb der großen Indizes steht eine außerplanmäßige Indexänderung im Blick. Nach Ankündigung der Deutschen Börse wird SMT Scharf die Aktien von Schuler wegen des zu niedrigen Streubesitzes im SDAX ersetzen.
Samsung macht sich über Apple lustig:
Samsung Electronics und Apple liefern sich seit Monaten einen erbitterten globalen Patentstreit. Abseits der Gerichte beweisen aber zumindest die Koreaner eine gehörige Portion Humor. Sie veröffentlichten einen Werbespot, der es in sich hat.
Leserkommentare
Die Kommentarfunktion wird moderiert. Die Moderation liegt alleine bei der Börsenmedien AG. Kritische Diskussionen sind erwünscht, persönliche Beleidigungen hingegen werden entfernt.
Disqus ist ein Online-Dienst und wird von der Big Head Labs, Inc. aus San Francisco in den USA zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden sind in den Börsenmedien-Datenschutzbestimmungen zu finden.























