DAX schwächer erwartet: Linde, Morphosys und Wacker Chemie im Blick
Der deutsche Aktienmarkt dürfte etwas schwächer in den letzten Handelstag der Woche starten. Der DAX wird vorbörslich bei 6.679 Punkten (minus 0,2 Prozent) gesehen. Die Vorgaben aus den USA sind keine große Hilfe. Der Dow Jones schloss am Ende ein halbes Prozent schwächer. Der Nasdaq Composite verlor sogar 1,2 Prozent. Am Nachmittag steht in den USA der Arbeitsmarktbericht für April auf der Agenda. Volkswirte rechnen damit, dass die Arbeitslosenquote bei 8,2 Prozent verharrt.
Linde meldet Ergebniszuwachs
Der Technologiekonzern Linde hat im ersten Quartal seinen profitablen Wachstumskurs fortgesetzt und die Erwartungen der Analysten getroffen. In den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres ist der Konzernumsatz um 5,4 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro gestiegen. Das operative Ergebnis stieg um 6,2 Prozent auf 808 Millionen Euro. Das Ergebnis nach Steuern hat sich leicht um 1,7 Prozent auf 308 Millionen Euro verbessert.
Morphosys schreibt rot
Der Antikörperspezialist Morphosys ist im ersten Quartal in die roten Zahlen gerutscht. Nach einem Gewinn von 18,8 Millionen Euro im Vorjahr wurde in den ersten drei Monaten des Jahres ein Verlust von einer halben Million Euro ausgewiesen. Im Vorjahr profitierte das Unternehmen von hohen Meilensteinzahlungen des Schweizer Pharmakonzerns Novartis. Die Erlöse schrumpften von 48,6 Millionen auf 16,1 Millionen Euro.
Wacker mit Gewinneinbruch
Wacker Chemie hat im Auftaktquartal deutlich weniger verdient. Der Konzern erwirtschaftete Umsatzerlöse in Höhe von 1,2 Milliarden Euro. Das sind acht Prozent weniger als im Vorjahr. Gebremst wurde die Umsatzentwicklung von deutlich niedrigeren Preisen, vor allem im Geschäft mit Solarsilicium, aber auch bei Halbleiterwafern. Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich auf 82,4 Millionen Euro (Vorjahr: 245,9 Millionen Euro). Zusätzlich zu den rückläufigen Preisen waren auch die nach wie vor hohen Rohstoff- und Energiekosten ein wesentlicher Faktor für die Ergebnisentwicklung. Für das Gesamtjahr 2012 erwartet Wacker unverändert einen Konzernumsatz von rund fünf Milliarden Euro. Das EBITDA wird voraussichtlich deutlich unter dem Wert des Vorjahres von 1,1 Milliarden Euro liegen.
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