DAX schwächer erwartet – Südzucker verdoppelt Nettogewinn: Außerdem BMW, EADS und RWE im Fokus
Der deutsche Aktienmarkt dürfte am Donnerstag schwächer in den Handel starten. Experten taxieren den DAX vorbörslich rund 0,4 Prozent tiefer auf 6.425 Zähler. In Deutschland sind die Großhandelspreise weiter rückläufig. Im Juni sank die Teuerung auf 1,1 Prozent nach 1,7 Prozent im Mai. Von Konjunkturseite dürften heute die Daten zur EU-Industrieproduktion sowie die Erstanträge zur Arbeitslosenhilfe in den USA in den Fokus rücken.
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BMW-Chef Reithofer redet Euro stark
Norbert Reithofer, Vorstandschef des Autobauers BMW, warnte im Interview mit dem Handelsblatt vor einer Abschaffung des Euros: "Bei einer Rückkehr zur D-Mark hätte Deutschland mit einer massiven Aufwertung zu kämpfen, die das deutsche Exportwunder weitgehend zunichtemachen würde. Die wirtschaftlichen Folgen wären gravierend." Um den Euro zu stärken, müssten alle Länder der Euro-Zone Verantwortung übernehmen, nicht nur die Bundesrepublik. Die Münchner gaben außerdem bekannt, künftig verstärkt mit Toyota auf dem Sektor der Zukunftstechnologien zusammenarbeiten zu wollen.
Airbus sieht sich auf Kurs
Trotz des verhaltenen Auftragseingangs im Rahmen der Luftfahrtshow in Farnborough sieht sich die EADS-Tochter Airbus auf einem guten Weg. Vorstandschef Fabrice Brégier zeigte sich optimistisch, dass der Auftragseingang in diesem Jahr die ursprünglich angepeilte Marke von mehr als 600 Flugzeuge erreichen wird.
Großes Interesse an RWE-Tochter
Der Energiekonzern RWE dürfte demnächst den Verkauf seines tschechischen Gasnetzbetreibers net4gas verkünden. Bis zum 27. Juli können Interessenten ihre Angebote noch vorlegen. Zum Kreis der Kaufkandidaten zählen der polnische Pipelinebetreiber Gaz-System und das tschechische Unternehmen Energeticky a Prumyslovy Holding (EPH). Auch aus der Finanzbranche dürften sich mehrere Interessenten einreihen. Der Verkaufserlös wird auf rund 1,4 Milliarden Euro taxiert.
Südzucker bestätigt Jahresprognose
Südzucker hat im ersten Quartal seinen Nettogewinn kräftig ausgebaut. Unter dem Strich blieben 263 Millionen Euro nach 130 Millionen im Vorjahr hängen. Der Nahrungsmittelkonzern profitierte dabei vor allem von einem Steuereffekt in Höhe von 76 Millionen Euro. Für das laufende Jahr peilt Südzucker nach wie vor einen Anstieg des Konzernumsatzes auf über sieben Milliarden Euro an. Gleichzeitig soll das operative Ergebnis von 751 auf mehr als 800 Millionen Euro ansteigen.
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