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Geheime Weltmarktführer. Sechs deutsche Aktien für die Rallye!

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  • Bärenstarker Nebenwert: Erfolgreiche Neuausrichtung eröffnet der Aktie deutliches Kurspotenzial
  • Der große Solarcheck: Die Karten in der Solarbranche werden neu gemischt. Welche Firmen gehören jetzt zu den Gewinnern?
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DAX schwächer erwartet – SAF-Holland vor Zahlen: Außerdem ADVA, Centrotherm, Commerzbank, Hedge-Fonds, Infineon, Q-Cells, TUI und VTG im Fokus.

Michael Schröder

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Der DAX startet leichter in den Handelstag. Gestern hatte eine Reihe erfreulicher Unternehmensberichte und solider Konjunkturdaten dem deutschen Leitindex noch Auftrieb gegeben. Der Index näherte sich bis auf fünf Punkte wieder der 7.000er-Marke an, die er zuletzt Anfang April überwunden hatte. Doch am Ende reichte die Kraft nicht aus, um diese psychologisch wichtige Hürde zu überwinden.

Hedge-Fonds und Shorties fliehen vor der EZB
Die Aussicht auf ein stärkeres Eingreifen der Europäischen Zentralbank (EZB) in der Schuldenkrise lockt Investoren an die Aktienmärkte zurück. Das geht aus dem Stimmungsbarometer der Bank of America Merrill Lynch hervor, eine der wichtigsten Umfragen in der Investmentbranche. Das Institut hatte Anfang August 173 Fondsmanager weltweit nach ihren Anlagestrategien befragt. Fazit: Die Investoren sitzen zwar weiter auf vergleichsweise hoher Liquidität. Doch sie schichten mehr und mehr in Aktien um, weil sie die künftigen Konjunkturaussichten positiver beurteilen. Da passt die jüngste Erhebung von JP Morgan gut ins Bild. Demnach haben Hedge-Fonds in letzter Zeit ihre Short-Positionen in europäischen Aktien reduziert. So sank der Anteil von geliehenen Aktien im Stoxx 600 seit Mai von 3,4 auf 2,9 Prozent. Hintergrund für die Eindeckung der Positionen sei die mögliche Intervention der EZB.

Durchwachsene Vorgaben

Die Vorgaben aus den USA dürften am heutigen Mittwoch nur wenig neue Impulse bringen. Zum Handelsende schloss der Dow Jones unverändert bei 13.172 Punkten. Der Nasdaq Composite verlor 0,2 Prozent bei 3.017 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 blieb bei 1.404 Punkten. Zu den größten Gewinnen zählten Home Depot (3,6 Prozent). Die weltgrößte Baumarktkette konnte im zweiten Quartal einen überraschend starken Gewinnanstieg mit einem Gewinn von 1,01 Dollar pro Aktie verbuchen. Home Depot hob außerdem erneut die Gewinnprognose an.

Groupon enttäuscht

Eine der größten Verlierer war Groupon. Bislang galt Groupon als das am schnellsten wachsende Unternehmen der Welt. Das Wachstum fiel im zweiten Quartal nun aber deutlich schwächer aus als erwartet. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen durch einen Aktientausch 28 Millionen Dollar. Der Umsatz stieg von 460 Millionen auf 568 Millionen Dollar im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Prognose für das kommende Quartal enttäuschte. Das Schnäppchen-Unternehmen ging erst im November an die Börse. Investoren zahlten 20 Dollar pro Aktie. Am Dienstag schloss die Aktie abgestraft mit einem Minus von 22,0 Prozent bei 5,90 Dollar.

ADVA im Sog vom Wettbewerber?

Der Aktienkurs von JDS Uniphase porfitierte nach US-Börsenschluss von den Geschäftszahlen, die das Unternehmen vorgelegt hatte. Der JDS-Kurs stieg um 3,8 Prozent auf 11,08 Dollar. Im vierten Geschäftsquartal verdiente der Netzwerk-Spezialist auf bereinigter Basis 0,15 Dollar je Aktie, während Analysten mit 0,12 Dollar gerechnet hatten. Für das erste Geschäftsquartal stellte JDS einen bereinigten Umsatz von 415 bis 435 Millionen Dollar in Aussicht. Analysten erwarteten bisher im Konsens einen Umsatz von 426,1 Millionen Dollar. Die gute Entwicklung dürfte auch Wettbewerber ADVA positiv beeinflussen.

Commerzbank weiter im Fokus

Am heimischen Aktienmarkt stehen heute erneut die Finanztitel im Fokus. Die Commerzbank bleibt weiter nichts für schwache Nerven. Durch den jüngsten Kursrutsch ist der nächste Versuch gescheitert, aus dem seit Februar gültigen Abwärtstrend auszubrechen. Mit einem 2013er-KGV von 5 und einem KBV von 0,3 ist der Titel für mutige, langfristig orientierte Anleger attraktiv, für konservative Anleger allerdings weiterhin ungeeignet.

VTG etwas pessimistischer

Der Schienenlogistiker VTG blickt wegen der eingetrübten Konjunktur etwas vorsichtiger auf den weiteren Verlauf des Jahres. Nach einem verhaltenen Geschäftsverlauf in den ersten sechs Monaten hält der Vorstand nur noch das untere Ende seiner Prognose für erreichbar. Der Umsatz soll nun die untere Hälfte zwischen 760 und 800 Millionen Euro erreichen, das operative Ergebnis die untere Grenze zwischen 170 und 178 Millionen Euro. VTG begründet den deutlichen Rückgang mit gestiegenen Instandhaltungs- und Personalkosten, höheren Abschreibungen durch Investitionen in Waggons und Zinsbelastungen aus der Umfinanzierung. Auch die Insolvenz eines Kunden aus der Mineralölindustrie habe belastet.

Infineon: Lieferant für größtes ePassport-Projekt der Welt

Infineon Technologies hat von der Bundesdruckerei der USA einen Auftrag zur Lieferung von Sicherheitschips für die elektronischen Reisepässe der USA erhalten. Mit der Nachricht im Rücken sollte die Aktie ihren jüngsten Aufwärtstrend fortsetzen können.

TUI: Analysten heben den Daumen

Mit den Zahlen hat der Reisekonzern TUI den Markt gestern positiv überrascht. Jetzt bestätigen einige Analysten ihre Kaufempfehlung für die Aktie. Bei Equinet sieht man ein Kursziel von 9,00 Euro für die Aktie. Die Aktie hat noch jede Menge Potenzial. Die Experten der Deutschen Bank haben ihr Kursziel sogar von 6,60 auf 7,30 Euro angehoben.

SAF-Holland: Vor den Zahlen

Einen Tag vor den Zahlen dürfte die SAF-Holland vermehrt in den Fokus rücken. DER AKTIONÄR erklärte mehrfach, dass die Aktie von SAF-Holland zuletzt ein neues Kaufsignal generiert hat. Die fundamentalen Aussichten stimmen: Dies dürfte auch der für den morgigen Donnerstag (16. August) erwartete Halbjahresabschluss bestätigen. Die Aktie ist mit einem 2013er-KGV von 6 weiter günstig bewertet. Mancher Analyst sieht deutliches Kurspotenzial:

Linde macht Übernahme perfekt

Die Milliardenübernahme ist perfekt: Linde hat für umgerechnet 3,7 Milliarden Euro den US-Sauerstoffspezialisten Lincare übernommen. Für Goldman Sachs ist die Aktie ein Kauf - das Kursziel ist beeindruckend.

Centrotherm-Aktie vor Comeback?

Hoffnung für Centrotherm-Mitarbeiter. Die Firma erhält neue Kredite und Aufträge. Charttechnisch erscheint das Papier für Zocker interessant. Die Risiken bleiben aber hoch.

Vorsicht bei Q-Cells

Die Spekulationen einer kurz bevorstehenden Übernahme von Q-Cells durch den koreanischen Hanwha-Konzern beflügelten auch am Dienstag der Kurs der Aktie. Vorsicht: Das Beispiel Solon hat eindrucksvoll aufgezeigt, wie schnell Spekulantenträume zerplatzen können, wenn sie nicht auf realen Gegebenheiten, sondern lediglich auf Wunschvorstellungen basieren. Der aktuelle Börsenwert von Q-Cells beläuft sich auf 29 Millionen Euro - für ein Insolvenzunternehmen ein beachtlicher Betrag mit viel Spielraum nach unten.

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