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Geheime Weltmarktführer. Sechs deutsche Aktien für die Rallye!

  • Mit einer Anleihe will der profitable Exportfinanzierer DF Deutsche Forfait zum Wachstumssprung ansetzen. Das KGV rutscht in den einstelligen Bereich.
  • Letzter Vorhang: Der scheidende Telekom-Chef René Obermann hat auf der Hauptversammlung eine positive Bilanz gezogen. Zu Recht?
  • Bärenstarker Nebenwert: Erfolgreiche Neuausrichtung eröffnet der Aktie deutliches Kurspotenzial
  • Der große Solarcheck: Die Karten in der Solarbranche werden neu gemischt. Welche Firmen gehören jetzt zu den Gewinnern?
  • Cooler Typ, heiße Rendite: Top-Fondsmanager Frank Lübberstedt verrät, auf welche Aktien er jetzt setzt.
  • Großer Online-Broker-Vergleich: Der Aktionär zeigt, worauf Anleger bei der Wahl des passenden Online-Brokers achten müssen.

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DAX schließt mit Verlusten: BASF, Cancom, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Post, FMC, Fresenius, Infineon, Kuka und VW im Fokus

Steffen Eidam

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Der deutsche Aktienmarkt tendiert am Donnerstag leichter. Zur Schlussglocke notierte der DAX rund 0,4 Prozent niedriger bei 7.776 Punkten. Am Vortag sorgte die überraschend rückläufige US-Wirtschaftsleistung für Gewinnmitnahmen an der Wall Street. Im Tagesverlauf rücken heute vor allem die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosengeld in den Vereinigten Staaten in den Blickpunkt. In Deutschland zog indes die Zahl der Erwerbstätigen an. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) waren im Dezember insgesamt 41,8 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig. Gegenüber Dezember 2011 war das ein Plus von 291 000 Erwerbstätigen oder 0,7 Prozent.

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BASF bei Pronova am Ziel

BASF hat den Pronova-Aktionären nun den Übernahmepreis von 13,50 Norwegischen Kronen ausgezahlt und verfügt nun über 98,19 Prozent der Anteile am Hersteller von Omega-3-Fettsäuren, was sich der DAX-Konzern bislang rund fünf Milliarden Kronen oder 684 Millionen Euro kosten ließ. In den kommenden Tagen wollen die Ludwigshafener den Squeeze-out vollziehen, um damit an die restlichen Anteile zu gelangen. Noch im laufenden Quartal soll die Übernahme abgeschlossen werden.

Rekordzahlen bein Cancom

Das IT-Unternehmen Cancom hat laut den vorläufigen Zahlen den Umsatz im Jahr 2012 auf 558,1 Millionen Euro gesteigert – im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 2,5 Prozent. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen kletterte um über zwölf Prozent auf 28,3 Millionen Euro. Beim operativen Gewinn verzeichnet das TecDAX-Unternehmen ein Plus von 13 Prozent (20,9 Millionen Euro).


Commerzbank braucht keine Notkredite

Die Commerzbank hat die Ende 2011 im Rahmen des Dreijahrestenders der EZB aufgenommenen Kredite nun vorzeitig zurückgezahlt. Darüber hinaus setzt der Frankfurter Bankenriese in einem defizitären Bereich den Rotstift an.

Verluste bei der Deutschen Bank

Die Deutsche Bank ist zum Jahresende wegen des Konzernumbaus, des Skandals um manipulierte Referenzzinsen und der vielen offenen juristischen Baustellen tief ins Minus gerutscht. Unter dem Strich ist im vierten Quartal ein überraschend hoher Verlust von 2,15 Milliarden Euro angefallen. Die Bank bezifferte die Sonderbelastungen auf insgesamt 2,9 Milliarden Euro. Über das Jahr gesehen ging der Gewinn um 85 Prozent auf 665 Millionen Euro zurück. Um die Aktionäre bei Laune zu halten, will die Bank für das vergangene Jahr eine unveränderte Dividende von 75 Cent je Aktie ausschütten.

Daimler will in China einsteigen

Wie die Wirtschaftszeitung Jingji Guanchabao und andere chinesische Medien berichteten, wollen die Stuttgarter einen Anteil von mindestens 10 bis 20 Prozent an dem BAIC Motor genannten Pkw-Arm des Autoherstellers übernehmen. Das chinesische Internetportal Tencent zitierte eine Quelle, dass der Anteil auch höher sein könne. Im Gegenzug soll BAIC statt 50 künftig mit 51 Prozent die Mehrheit an ihrem Beijing Benz genannten Gemeinschaftsunternehmen in Chinas Hauptstadt bekommen, wo heute die C- und E-Klasse sowie der Geländewagen GLK gebaut werden.

Rote Zahlen bei Post-Konkurrent

Der Deutsche-Post-Konkurrent UPS ist im vierten Quartal überraschend in die roten Zahlen gerutscht. Wegen höherer Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen in Höhe von drei Milliarden Dollar verbuchten die Amerikaner einen operativen Verlust von 2,8 Milliarden Dollar. Den Ausblick bezeichneten Händler als wenig inspirierend. In einem ohnehin schwachen Marktumfeld gibt daher auch die Aktie der Deutschen Post deutlich ab. Einige Marktteilnehmer nehmen offenbar einen Teil der in den vergangenen Handelswochen angelaufenen Gewinne beim DAX-Titel mit.

Neue Statements zu Fresenius und FMC

Analystin Veronika Dubajova von Goldman Sachs empfiehlt die Papiere des Gesundheitskonzerns Fresenius zum Kauf. Auf dem derzeit günstigen Bewertungsniveau seien die Titel seit 2009 nicht gewesen, so die Expertin. Dies sei nicht gerechtfertigt angesichts des anhaltenden Wachstums bei Kabi und gesunkener Finanzierungskosten. Für FMC hingegen wurde die Kaufempfehlung gestrichen. Der Dialysespezialist sei zwar mittelfristig gut positioniert, verdiene aber nicht den aktuellen Bewertungsaufschlag.

Gewinneinbruch bei Infineon

Der Halbleiterkonzern Infineon hat mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen knapp verfehlt. Im ersten Geschäftsquartal verzeichneten die Münchner einen Umsatzrückgang und einen Gewinneinbruch. Unter dem Strich blieben 19 Millionen Euro hängen, ein Minus von 86 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Das wichtige Segmentergebnis, das die betriebliche Entwicklung widerspiegeln soll, reduzierte sich um 62 Prozent auf 44 Millionen Euro, die Erlöse sanken von 982 Millionen auf 851 Millionen Euro.

Kursziel rauf für Kuka

Die Schweizer Großbank UBS hat das Kursziel für Kuka von 26,00 auf 32,50 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Er schätze die Papiere unverändert positiv ein, da der Roboter-Produzent und Anlagenbauer nach wie vor vom Geschäft mit der Autoindustrie sowie dem ausgebauten China-Geschäft profitiere, schrieb Analyst Sebastian Ubert in einer Studie vom Donnerstag. Der Experte hob die Prognosen für Neuaufträge, Erlöse sowie operative Gewinne für die Jahre 2012 bis 2016 an. Da sich unter anderem die Kostenstruktur verbessere und die Kapazitäten in China ausgeweitet würden, habe er die Ergebnisschätzungen am deutlichsten angehoben.

Volkswagen erwartet kräftiges Wachstum in China

Der Volkswagen-Konzern rechnet in den nächsten drei bis fünf Jahren mit einem kräftigen Wachstum des chinesischen Automarktes von sechs bis acht Prozent jährlich. "Unser Ziel ist es, mindestens so schnell zu wachsen wie der Gesamtmarkt", sagte der neue VW-China-Chef, Vorstandsmitglied Jochem Heizmann, am Donnerstag vor deutschen Journalisten in Peking. Er machte aber deutlich, dass Europas größter Autobauer als Marktführer in China eigentlich auch stärker zulegen möchte als die Konkurrenz: "Unsere Ziele sind ein bisschen ehrgeiziger."

(Mit Material von dpa-AFX)

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