DAX rettet sich ins Plus: Continental, Südzucker, Caterpillar, Deutsche Bank, Sky Deutschland, Bilfinger Berger, Facebook im Fokus
Und täglich grüßt das Murmeltier. Auch an der Börse. Anfängliche Schwäche im DAX wurde zuletzt zum Handelsende immer wieder aufgefangen. So auch heute. Positive US-Daten führten im Index am Nachmittag zu neuem Kaufinteresse. So stieg das US-Verbrauchervertrauen des Conference Boards im Juli auf 70,3 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit Februar. Analysten hatten nur mit 63,0 Punkten gerechnet. Auch der Häusermarkt in Amerika erholt sich weiter. Der S&P/Case-Shiller-Index stieg um 1,6 Prozent im Juli. Die Daten führten auch im DAX zu einem Intraday-Reversal. Der Schlusskurs von 7.425 Punkten entspricht einem Zugewinn von 0,16 Prozent oder 11 Punkten.
Continental: Schaeffler verkauft
Mit Abstand größter Verlierer im DAX ist die Aktie von Continental. Nach dem Wiederaufstieg von Continental in den DAX trennt sich der Hauptaktionär Schaeffler von rund zehn Prozent seiner Anteile an dem Autozulieferer. Das Aktienpaket hält das Familienunternehmen indirekt über die Banken M.M. Warburg und Metzler. Mit dem Erlös will das fränkische Unternehmen einen Teil seiner Milliarden-Schulden tilgen, die es für den Einstieg bei Conti machen musste. Das teilte Schaeffler am Montagabend mit.
Südzucker: Index-Gewinner
Die Aktien von Südzucker haben am Dienstag nach überraschend vorgelegten Zahlen für das erste Geschäftshalbjahr und einer angehobener Prognose für das Gesamtjahr kräftig zugelegt. Mit plus 2,50 Prozent auf 28,30 Euro rangierten die Anteile an Europas größtem Zuckerunternehmen in der Top 3 des MDAX.
Caterpillar senkt Prognose
Der weltgrößte Baumaschinenhersteller Caterpillar senkt wegen geringerer Investitionen seitens der Kunden in der Bergbaubranche seinen Gewinnausblick für 2015. Wie das in Peoria (Bundesstaat Illinois) beheimatete Unternehmen am Montag mitteilte, rechnet es 2015 mit einem Gewinn zwischen 12 und 18 US-Dollar je Aktie. Zuvor war die Rede von 15 bis 20 Dollar gewesen. Der Umsatz soll bei 80 bis 100 Milliarden Dollar liegen.
Deutsche Bank vor Aufspaltung?
Peer Steinbrück, möglicher Kanzlerkandidat der SPD, sorgt mit einem Strategiepapier für Aufsehen: Der ehemalige Bundesfinanzminister plädiert für eine Aufspaltung von Großbanken wie der Deutschen Bank. DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann kritisiert die Pläne.
Sky Deutschland: Verhandlungen mit der Telekom
Der Bezahlsender Sky Deutschland könnte seine Inhalte laut einem Pressebericht künftig auch über das Konkurrenzangebot der Deutschen Telekom verbreiten. Bei den Verhandlungen der Unternehmen gehe es nicht nur um die 170.000 Fußballkunden der Telekom, sondern auch um sämtliche Spielfilme, Dokumentationen und Fernsehserien von Sky.
Bilfinger Berger jetzt nur noch Bilfinger
Der Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger Berger ändert seinen Namen. Von heute (Dienstag) an heißt das Unternehmen nur noch Bilfinger. Dann wird auch das neue Logo enthüllt. Der Name müsse einfach kürzer werden, sagte ein Sprecher des Unternehmens. Denn auch die weltweit gut 300 Tochterunternehmen des Konzerns tragen den Namenszusatz Bilfinger. Durch Zukäufe trimmt Konzernchef Roland Koch den Konzern zum Dienstleister, das Baugeschäft schrumpft hingegen. So erwarb Bilfinger Berger Anfang des Jahres die Dienstleistungstochter Tebodin und im Juli das US-Montage- und Service-Unternehmen Westcon. Weltweit beschäftigt der Konzern rund 65.000 Mitarbeiter, knapp 25.000 davon in Deutschland.
GFK-Konsumklima: Stabile Stimmung
Die Stimmung der deutschen Verbraucher bleibt trotz großer Risiken stabil. Das Konsumklima liegt wie im Vormonat bei 5,9 Punkten, wie das Marktforschungsunternehmen GfK am Dienstag in Nürnberg mitteilte. Bankvolkswirte hatten mit dieser Entwicklung gerechnet. Im Detail geben die Einkommenserwartungen spürbar nach, wohingegen die Anschaffungsneigung konstant bleibt. Die Konjunkturängste der Verbraucher sind unterdessen nicht mehr ganz so groß wie in den Vormonaten. Der entsprechende Teilindikator legt nach mehreren Rückschlägen in Folge leicht zu
Facebook: Kurssturz
Die Facebook -Aktie hat einen der schwärzesten Tage seit dem Börsengang im Mai hinter sich. Sie verlor am Montag bis zum Börsenschluss in New York mehr als 9 Prozent an Wert auf 20,79 Dollar. Grund für den Einbruch waren erneut hochgekochte Zweifel daran, dass das Soziale Netzwerk seine überlebenswichtigen Werbeeinnahmen wie erhofft steigern kann. Das einflussreiche US-Wirtschaftsmagazin "Barron's" hatte am Wochenende Facebooks wirtschaftliche Zukunft infrage gestellt. Denn immer mehr Nutzer greifen statt über ihren Computer über ihr Smartphone auf ihren Facebook-Freundeskreis zu. Auf den kleinen Bildschirmen lässt sich aber kaum Werbung unterbringen. "Was sind die Aktien wert?" fragte "Barron's" rhetorisch. "Vielleicht nur 15 Dollar."
Mit Material von dpa-AFX.
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