DAX nach US-Kompromiss vor Raketenstart ins neue Jahr: Bayer, Commerzbank, Evotec, Siemens und Sky Deutschland im Fokus
Der deutsche Aktienmarkt dürfte nach der Kompromisslösung im US-Haushaltsstreit mit deutlichen Gewinnen in das neue Jahr starten und auf den höchsten Stand seit Januar 2008 springen. Rund eine Stunde vor dem Handelsstart lag die Indikation rund 1,7 Prozent über dem letzten Schlusskurs. Am Dienstagabend hat das US-Repräsentantenhaus einer Kompromissvorlage des Senats zugestimmt. Damit werden massive Steuererhöhungen für Millionen Amerikaner zum Jahresanfang in letzter Minute abgewendet. Experten hatten einen Rückfall der USA in eine Rezession befürchtet.
Neue Konkurrenz für Bayer
Dem Bayer-Hoffnungsträger Xarelto erwächst in den Vereinigten Staaten neue Konkurrenz: Das Produkt Eliquis der Pharmakonzerne Pfizer und Bristol-Myers Squibb bekam die Zulassung. In Europa sei Eliquis bereits zu einem früheren Zeitpunkt zugelassen worden.
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Commerzbank vorbörslich gefragt
Von der Einigung in den USA dürften Händlern zufolge neben Bankentitel vor allem risikoträchtige Titel profitieren. Die Experten der National-Bank AG gehen nun davon aus, dass auch das neue Jahr im "risk-on-Modus" begonnen wird. Im vorbörslichen Handel beim Broker Lang & Schwarz zogen die konjunktursensiblen Finanzwerte merklich an. So kletterten die Papiere der Commerzbank um mehr als drei Prozent nach oben.
Evotec kooperiert mit Apeiron
Die Biotech-Firma Evotec arbeitet bei der Erforschung von Krebstherapien mit dem österreichischen Unternehmen Apeiron Biologics zusammen. Konkret geht es hierbei um die Entwicklung immunmodulatorischer Leitsubstanzen für die Krebsbehandlung. Zuvor hatte Evotec bereits einen Screening-Auftrag für Apeiron Biologics durchgeführt.
Siemens weist Schuld zurück
Siemens -Chef Peter Löscher sieht sich nach dem geplatzten Liefertermin für acht neue ICE-Züge nicht als Sündenbock für mögliche Probleme im Winterfahrplan der Bahn. "Wir lassen niemanden im Stich. Unseren Kunden Deutsche Bahn nicht und nicht deren Fahrgäste", sagte Löscher der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Siemens habe der Bahn ein umfangreiches Winterpaket angeboten. "100-Service-Techniker stehen jederzeit bereit, um Probleme der ICE-Flotte jederzeit beheben zu können." Zuvor erntete der Konzern scharfe Kritik seitens der Bahn, weil ursprünglich acht neue ICE 3 des Typs Velaro wegen Software-Problemen nicht wie geplant eingesetzt werden konnten.
Noch keine eigene Sky-Produktion
Der Bezahlsender Sky Deutschland will sich frühestens in zwei Jahren an einer selbst finanzierten Serie versuchen. "Wir brauchen noch etwas Zeit, bis wir uns an eine eigene Produktion wagen", sagte Programmchef Gary Davey dem Handelsblatt. Zwei, eher drei Jahre würden vergehen, ehe Deutschlands größter Pay-TV-Sender selbst aktiv werde. "Langfristig müssen wir da hin." Sky möchte 2013 nach verlustreichen Jahren einen Gewinn einfahren.
(Mit Unterstützung von dpa-AFX)
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