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DAX nach Superwahlsonntag unter Druck: Außerdem BASF, Fresenius, QSC und Siemens im Fokus

Steffen Eidam

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Der deutsche Aktienmarkt dürfte nach dem Superwahlsonntag mit Verlusten in die neue Handelswoche starten. Belastend wirkt sich vor allem das Ergebnis in Griechenland aus. Dort wurden die Regierungsparteien abgestraft, während Randgruppierungen kräftig zulegen konnten. Diese kündigten an, den von der EU auferlegten Sparkurs blockieren zu wollen. Allerdings reichte es für die neuen Kräfte nicht zu einer absoluten Mehrheit. In Frankreich verlor gestern Nicolas Sarkozy sein Amt als Staatschef an seinen Herausforderer François Hollande. Der Sozialist sprach sich dafür aus, den beschlossenen EU-Fiskalpakt auf den Prüfstand zu stellen. Indes gewannen bei der Wahl in Schleswig-Holstein die Spitzenparteien CDU und SPD gleich viele Sitze. Ähnlich wie in Griechenland müssen Koalitionsverhandlungen den Weg für die neue Regierung ebnen.

 

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BASF will weiter Aktien zurückkaufen

Nach Angaben der Börsen-Zeitung will BASF mit dem Rückkauf eigener Aktien fortfahren. Wie Finanzvorstand Hans-Ulrich Engel mitteilte, hätte man mit dem Hauptversammlungsbeschluss einen „weiteren Pfeil im Köcher". Um die auf 9,4 Milliarden Euro gesunkene Nettoverschuldung weiter zu reduzieren, sollen fällige Anleihen Ende Mai und im Herbst aus dem Cashflow zurückgezahlt werden. Wachstum verspricht sich Engel vor allem vom Erdgas-Boom in den USA. Die Kosten für den wichtigen Rohstoffe sind binnen Jahresfrist um die Hälfte gesunken: "Das bringt klare Wettbewerbsvorteile", so der Finanzvorstand.





Fresenius peilt weitere Übernahmen an

Der Übernahmehunger von Fresenius ist auch nach der geplanten Übernahme des Krankenhausbetreibers Rhön-Klinikum noch nicht gestillt: "Wenn Gelegenheiten kommen, dann möchten wir flexibel sein. Das haben wir auch dieses Mal in unserem Finanzierungskonzept berücksichtigt", erläuterte Vorstandschef Ulf Schneider gegenüber der Euro am Sonntag. Hinsichtlich der Übernahme von Rhön-Klinikum rechnet Fresenius mit einer sinkenden Profitabilität: "Rein rechnerisch ist es so, dass durch die Verstärkung des Krankenhausgeschäfts die durchschnittliche EBIT-Marge des Konzerns sinkt", sagte Schneider. Positiv entwickelt sich auch die Dialysetochter Fresenius Medical Care (FMC): "Wir sind fest davon überzeugt, dass FMC die Jahresprognose erreichen oder übertreffen wird", sagte Schneider. Die Gewinnmarge von FMC soll 2012 steigen.




Weniger Gewinn für QSC

Der Telekom-Anbieter QSC hat im ersten Quartal aufgrund der Übernahme der Info AG seinen Umsatz von 105,1 auf 116 Millionen Euro ausgebaut. Gleichzeitig sank der Gewinn vor Zinsen und Steuern aber von 20,5 auf 17,5 Millionen. Auch der Überschuss verringerte sich von 6,5 auf 2,3 Millionen Euro. "Dieses Ergebnis entspricht unseren Erwartungen", sagte Vorstandschef Bernd Schlobohm. Im laufenden Jahr fallen Kosten an, die erst später zu Umsätzen führen dürften, erklärte der Firmenlenker weiter. QSC bekräftige seine Jahresziele, wonach der Umsatz zwischen 480 und 510 Millionen Euro, der freie Barmittelzufluss bei 22 bis 32 Millionen Euro liegen soll.




Siemens setzt auf Effizienz bei Windkraft

Bei der Herstellung von Windanlagen will Siemens – ähnlich wie im Automobilgeschäft – gemeinsame Plattformen, Komponentensysteme, Produktionsprozesse und einen höheren Grad der Standardisierung nutzen. "Wir müssen nicht nur führend bei der Qualität, sondern auch bei den Kosten sein", sagte Spartenleiter Felix Ferlemann der Wirtschaftswoche. Aufgrund der hohen Eintrittsbarrieren drohe anders als in der Solarindustrie derzeit keine übermächtige Konkurrenz aus Asien: "Bisher haben die chinesischen Hersteller hier noch keine Infrastruktur aufgebaut, um etwa die Transportkosten zu senken", so Ferlemann.

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