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DAX mit Stabilisierungsversuchen: Commerzbank, Deutsche Bank, Software AG, SAP, Dialog Semiconductor und ProSiebenSat.1 im Blick

Bastian Galuschka

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Nach einem rabenschwarzen Montagshandel versucht sich der DAX heute an einer Stabilisierung. Zur Stunde pendelt der Index um den Vortagesschluss. Die Einkaufsmanagerindizes, die am Vormittag für Deutschland und die Eurozone bekannt gegeben wurden, lieferten keine neuen Impulse und lagen leicht unter den Erwartungen. Im Fokus stehen einmal mehr Quartalszahlen

Software AG: Überraschend starkes Lizenzgeschäft

Die Software AG hat zwar im zweiten Quartal bei den meisten Kennziffern schlechter abgeschnitten als erwartet, doch im Geschäft mit Lizenzen konnte das Unternehmen die Prognosen deutlich übertreffen. Die Aktie führt heute die Gewinnerliste im TecDAX an.

SAP: Der Fels in der Brandung

Auch im DAX rangiert ein Softwarekonzern ganz oben: SAP. Einmal mehr kann der Walldorfer Konzern mit seinem Quartalsabschluss überzeugen und sowohl den Umsatz, als auch den Gewinn steigern. Die Prognosen für das Jahr 2012 wurden zudem bestätigt.

Dialog Semiconductor und Kontron enttäuschen

Ganz anders sieht es indes bei Dialog Semiconductor aus. Die Aktie notiert am Ende der TecDAX-Liste fast zweistellig im Minus. Analysten zeigten sich enttäuscht über das Ergebnis des zweiten Quartals.

Auch für Kontron-Aktionäre kommt es heute dick. Der Konzern hat seine Prognosen reduziert. Aufgrund der "weiterhin vorherrschenden Unsicherheiten in vielen Zielmärkten bei gleichzeitig steigender Wettbewerbsintensität" werden die für 2012 angestrebten Ziele voraussichtlich nicht erreicht, so Kontron am Dienstagmorgen.

Commerzbank und Deutsche Bank nach dem Ausverkauf

Ebenfalls weiter im Blickfeld der Anleger stehen die Bankentitel. Die Nachrichtenlage hat sich hier weiter verschlechtert. Laut der Ratingagentur Moody's ist das deutsche Bankensystem verwundbar. Die deutschen Kreditinstitute seien stark in den Problemstaaten engagiert und könnten Rückschläge angesichts ihrer mauen Gewinne nur schlecht abfedern. In der vergangenen Finanzkrise hatte der Staat die Hypo Real Estate auffangen müssen und war bei der Commerzbank eingestiegen.

Bei der Deutschen Bank kommen noch hausgemachte Probleme hinzu. Medienberichten zufolge hat sie doch keine Rückstellungen für mögliche Strafzahlungen im Zuge der Manipulation des Interbankenzinses Libor gebildet.

Die Aktie beider Banken notieren aktuell leicht im Plus.

ProSiebenSat. 1: Barclays verdirbt die Laune

Schwächster Titel im MDAX ist die Aktie des Medienkonzerns ProSiebenSat. 1. Der Grund ist eine Herabstufung durch die britische Bank Barclays. Die Experten haben ihr Rating von "Overweight" auf "Equal-Weight" gesenkt.

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