Markus Bußler
Der deutsche Aktienindex DAX dürfte heute mit leichten Gewinnen in den Handelstag starten. Zuvor hatte die Wall Street im Minus geschlossen. Hier machten sich erneut Sorgen um die Dynamik der Konjunkturentwicklung breit. Die Angst vor einer stärkeren Regulierung der Finanzmärkte sorgte für Kursverluste im Bankensektor. Auch die Börse in Japan litt unter den schwachen Vorgaben aus den USA. Der DAX wird 0,32 Prozent fester bei 6.135 Punkten taxiert.
Allianz: Beiträge für Krankenversicherte steigen
Die Aktien des Versicherungsriesen Allianz könnten heute in den Fokus der Anleger rücken. Der Konzern will die Beiträge für Krankenversicherte anheben. Grund dafür ist ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts. Danach schafft die Allianz den pauschalen Zuschlag bei einem Wechsel in einen günstigeren Tarif ab. Dieser Zuschlag soll aber auf alle Versicherten des neuen Tarifs umgelegt werden.
EADS: Konkurrent kämpft mit Problemen
Die Papiere der Airbus-Mutter EADS könnten heute ebenfalls in den Blickpunkt rücken. Konkurrent Boeing meldet erneut Probleme mit dem Prestigeflugzeug 787 Dreamliner. Das Projekt liegt aufgrund technischer Pannen ohnehin schon zweieinhalb Jahre hinter dem Zeitplan. Jetzt sind neue Schwierigkeiten aufgetreten. Die Testflüge wurden gestoppt und alle bislang gebauten Dreamliner müssen überprüft werden.
Infineon schließt Vergleich mit US-Behörde
Infineon und fünf weitere Mitbewerber müssen in den USA173 Millionen Dollar wegen illegaler Preisabsprachen bezahlen. Die Einigung erfolgte im Rahmen eines Vergleichs mit dem kalifornischen Justizministeriums. Die Höhe der Zahlung soll nach Angaben von Justizminister Edmund Brown als Warnung dienen.
SAP: Trendwende bei Konkurrent Oracle
Die Nachfrage nach Unternehmenssoftware steigt wieder. Das zumindest zeigen die Zahlen von Oracle, dem größten Konkurrenten von SAP. Der US-Konzern konnte sein Ergebnis im vierten Geschäftsquartal um 25 Prozent steigern. Der Umsatz kletterte um 40 Prozent. Die Oracle-Aktie legte nachbörslich vier Prozent zu.
USA-Chef von VW wechselt zu Volvo
Stefan Jacoby, USA-Chef des Autobauers VW, verlässt den Konzern. Die Financial Times Deutschland berichtet, der Manager werde als Vorstandsvorsitzender zu Volvo wechseln. Jacoby wurde für die jüngste Absatzsteigerung von VW in den USA verantwortlich gemacht. Zunächst sollen Finanzchef Michael Lohscheller und COO Mark Barnes Jacoby vertreten.