DAX mit Fehlstart: Deutsche Bank, Deutsche Post, Infineon, Hochtief, K+S, Morphosys, Praktiker, ThyssenKrupp im Fokus
Der DAX ist zum Start in die neue Börsenwoche nach einem guten Beginn doch noch leicht ins Minus abgedreht. Dabei waren die Vorgaben aus Japan mit deutlichen Gewinnen in Reaktion auf den klaren Wahlsieg der Liberaldemokratischen Partei gut. Allgemein wird mit einer noch expansiveren Fiskal- und Geldpolitik Japans unter dem designierten Regierungschef Shinzo Abe gerechnet. Positiv wirkten aber auch die Fortschritte im Haushaltsstreit in den USA. Zwei Wochen vor Ablauf der US-Schuldenfrist haben sich die Republikaner laut Medienberichten erstmals zu Steuererhöhungen für Millionäre bereit erklärt.
Deutsche Bank: Fitschen beschwert sich
Nach der Steuerrazzia bei der Deutschen Bank hat sich Konzernchef Jürgen Fitschen zu einem Anruf bei Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier hinreißen lassen. Fitschen hat sich laut Spiegel über den massiven Einsatz der Ermittler beschwert. Nomura sieht die Aktie der Deutschen Bank kritisch.
Deutsche Post: Internethandel floriert
Die Aktie der Deutschen Post sollte im Auge behalten werden. Der Boom im Internethandel treibt das Paketgeschäft des Logistikers. Noch nie habe das Unternehmen so viele Pakete ausgeliefert wie im laufenden Jahr, sagte der Vorstandsvorsitzende Frank Appel der Rheinischen Post.
Infineon plant Zukäufe
Der Halbleiterhersteller Infineon plant Firmenzukäufe. "Ich peile mehrere kleine oder auch mal eine mittelgroße Übernahme an", sagte Reinhard Ploss, seit Oktober Vorstandschef des Dax-Unternehmens, der Süddeutschen Zeitung. Zudem erwägt der Vorstand auch, wegen der gut gefüllten Kasse das auslaufende Aktien-Rückkaufprogramm fortzuführen.
Hochtief: Ende des Elbphilharmonie-Schreckens
Die Stadt Hamburg hat viele Sehenswürdigkeiten. Den Hafen zum Beispiel, die Speicherstadt oder auch die Reeperbahn. Die Elbphilharmonie sollte ebenfalls eine Sehenswürdigkeit werden. Doch in den vergangenen Jahren reihten sich hier Pleiten, Pech und Pannen aneinander. Jetzt scheint aber ein Ende in Sicht
K+S: Erholung in Sicht
K+S litt in den vergangenen Monaten unter dem unter Druck stehenden Kalipreisen. Finanzchef Burkhard Lohr geht allerdings nicht davon aus, dass sich dies noch längere Zeit fortsetzen wird und erklärt die Hintergründe.
Morphosys stechen ins Auge
Die Aktien von Morphosys stachen im TecDax mit einem deutlichen Plus ins Auge. Das Biotechnologie-Unternehmen wird das Segment für Forschungs- und diagnostische Antikörper AbD Serotec an den Hersteller und Anbieter von Life-Science-Forschungswerkzeugen und Diagnostikprodukten Bio-Rad Laboratories verkaufen. "Das Ziel dieser Transaktion ist, den Fokus unserer Gesellschaft noch stärker auf das therapeutische Segment zu lenken", erklärte Unternehmenschef Simon Moroney.
Praktiker: Neuer Großaktionär
Die Baumarktkette Praktiker hat einen neuen Großaktionär: Donau Invest hat im Rahmen der Kapitalerhöhung 45 Prozent der neuen Aktien gezeichnet. Damit dürfte sich der Anteil von Donau Invest auf rund 22 Prozent summieren. Hinter Donau Invest steht Alain de Krassny, der Ehemann von Isabella de Krassny, die bisher Großaktionärin gewesen ist
ThyssenKrupp: Cromme will bleiben
Viele haben mit dem Rücktritt des Aufsichtsratschef Gerhard Cromme bei ThyssenKrupp gerechnet. Doch der Oberaufseher erteilt diesen Gedankenspielen eine Abfuhr. "Ich bin keiner, der vor Verantwortung wegläuft", sagte der 69-Jährige im Interview mit dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel.
Mit Material von dpa-AFX.
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