Andreas Deutsch
Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich am Dienstag deutlich entspannter. Angetrieben von optimistischen Unternehmensausblicken kletterte der DAX um 2,1 Prozent auf 5.941 Punkte. Der MDAX stieg um 3,2 Prozent auf 8.091 Zähler und der TecDAX legte dank der starken Performance der Solartitel 3,6 Prozent auf 749 Zähler zu. An der Wall Street hingegen gab es nicht ganz so viel zu feiern. Am Ende gewann der Dow Jones 0,59 Prozent auf 9.744 Punkte. An der Nasdaq wurden die Kursanzeigen um 0,1 Prozent auf 2.094 Punkte höher gestellt. Händler erwarten den DAX zum Handelsbeginn um 0,62 Prozent tiefer bei 5.904 Punkten.
Arcandor: Muss Middelhoff blechen?
Karstadt-Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg will heute beim Amtsgericht Essen Schadenersatzklage gegen frühere Vorstände des Handelskonzerns Arcandor einreichen, berichtet die Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung. Die Klage, die sich unter anderem gegen Exchef Thomas Middelhoff richte, habe einen Umfang von mehr als 175 Millionen Euro. Es gehe um fünf Warenhausimmobilien, die laut Görg unter Marktwert verkauft und zu teuer zurückgemietet worden seien.
Commerzbank, Deutsche Bank: Strenge Bonusregeln
Auch die Banken werden heute im Fokus stehen. Der Grund: Das Europäische Parlament stimmt heute über die Regeln für Bonuszahlungen an Bankmanager ab. Künftig wird es hier strenge gesetzliche Vorschriften geben. Ziel ist es, nur einen dauerhaften Erfolg der Banker zu belohnen. Im Fall von späteren Verlusten müsste ein Bonus sogar zurückgezahlt werden, so der Plan.
Lufthansa: Eckpunkte vereinbart
Die Lufthansa und die Gewerkschaft ver.di haben sich in den Tarifverhandlungen für die am Boden und in der Kabine Beschäftigten auf Eckpunkte geeinigt. Es gebe aber angesichts der komplexen Details noch Beratungs- und Abstimmungsbedarf, gab ver.di bekannt, heißt es. Grundlage für die Tarifeinigung ist laut Presseberichten ein Gesamtpaket aus Ergebnisbeteiligung, Altersteilzeit und Begrenzung der Leiharbeit. Die Verhandlungen hatten am Montag begonnen.
Manz Automation: Vorkrisenniveau
Die Manz Automation AG verzeichnet deutlich steigende Auftragsbestände. Erstmals seit der Finanzkrise konnte nach Angaben des Unternehmens ein Auftragsbestand von mehr als 100 Millionen Euro erreicht werden. Dieser werde auch in diesem Jahr in weiten Teilen umsatz- und ertragswirksam. Darüber hinaus erhielt die Manz Automation auch aus dem Dünnschicht-Bereich Neuaufträge im Volumen von rund acht Millionen Euro.
Volkswagen: Starker Absatz
Volkswagen hat seinen Autoabsatz deutlich gesteigert. Der Konzern hat laut Vorstandschef Martin Winterkorn von Januar bis Juni weltweit über 3,5 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert. Das sind rund 15 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.