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DAX leicht im Minus: Continental, Südzucker, Caterpillar, Deutsche Bank, Sky Deutschland, Bilfinger Berger, Facebook im Fokus

Marion Schlegel

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Nachdem der DAX zu Tagesbeginn leicht ins Plus gelaufen war, musste das Barometer im Laufe des Vormittags die Gewinne wieder abgegeben. Gegen Mittag notiert der DAX 0,5 Prozent im Minus bei 7.379,06 Punkten. Eine Auktion spanischer Staatsanleihen, bei der das Land erneut höhere Zinsen zahlen musste, drückte die Stimmung. Zudem drückte die Tatsache auf die Stimmung, dass Juristen von EZB und Bundesbank derzeit prüfen, ob Anleihenkäufe durch die EZB überhaupt zulässig sind. Auch der zweitwichtigste deutsche Aktienindex, der MDAX notiert leicht im Minus bei 11.080,97 Punkten. Lediglich der TecDAX kann sich relativ gut behaupten. Er bewegt sich nahezu unverändert bei 815,62 Zählern.

Continental: Schaeffler verkauft

Mit Abstand größter Verlierer im DAX ist die Aktie von Continental. Nach dem Wiederaufstieg von Continental in den DAX trennt sich der Hauptaktionär Schaeffler von rund zehn Prozent seiner Anteile an dem Autozulieferer. Das Aktienpaket hält das Familienunternehmen indirekt über die Banken M.M. Warburg und Metzler. Mit dem Erlös will das fränkische Unternehmen einen Teil seiner Milliarden-Schulden tilgen, die es für den Einstieg bei Conti machen musste. Das teilte Schaeffler am Montagabend mit.

Südzucker: Index-Gewinner

Die Aktien von Südzucker haben am Dienstag nach überraschend vorgelegten Zahlen für das erste Geschäftshalbjahr und einer angehobener Prognose für das Gesamtjahr kräftig zugelegt. Mit plus 2,50 Prozent auf 28,30 Euro sprangen die Anteile an Europas größtem Zuckerunternehmen an die Spitze des MDAX.

Caterpillar senkt Prognose

Der weltgrößte Baumaschinenhersteller Caterpillar senkt wegen geringerer Investitionen seitens der Kunden in der Bergbaubranche seinen Gewinnausblick für 2015. Wie das in Peoria (Bundesstaat Illinois) beheimatete Unternehmen am Montag mitteilte, rechnet es 2015 mit einem Gewinn zwischen 12 und 18 US-Dollar je Aktie. Zuvor war die Rede von 15 bis 20 Dollar gewesen. Der Umsatz soll bei 80 bis 100 Milliarden Dollar liegen.

Deutsche Bank vor Aufspaltung?

Peer Steinbrück, möglicher Kanzlerkandidat der SPD, sorgt mit einem Strategiepapier für Aufsehen: Der ehemalige Bundesfinanzminister plädiert für eine Aufspaltung von Großbanken wie der Deutschen Bank. DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann kritisiert die Pläne.

Sky Deutschland: Verhandlungen mit der Telekom

Der Bezahlsender Sky Deutschland könnte seine Inhalte laut einem Pressebericht künftig auch über das Konkurrenzangebot der Deutschen Telekom verbreiten. Bei den Verhandlungen der Unternehmen gehe es nicht nur um die 170.000 Fußballkunden der Telekom, sondern auch um sämtliche Spielfilme, Dokumentationen und Fernsehserien von Sky.

Bilfinger Berger jetzt nur noch Bilfinger

Der Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger Berger ändert seinen Namen. Von heute (Dienstag) an heißt das Unternehmen nur noch Bilfinger. Dann wird auch das neue Logo enthüllt. Der Name müsse einfach kürzer werden, sagte ein Sprecher des Unternehmens. Denn auch die weltweit gut 300 Tochterunternehmen des Konzerns tragen den Namenszusatz Bilfinger. Durch Zukäufe trimmt Konzernchef Roland Koch den Konzern zum Dienstleister, das Baugeschäft schrumpft hingegen. So erwarb Bilfinger Berger Anfang des Jahres die Dienstleistungstochter Tebodin und im Juli das US-Montage- und Service-Unternehmen Westcon. Weltweit beschäftigt der Konzern rund 65.000 Mitarbeiter, knapp 25.000 davon in Deutschland.

GFK-Konsumklima: Stabile Stimmung

Die Stimmung der deutschen Verbraucher bleibt trotz großer Risiken stabil. Das Konsumklima liegt wie im Vormonat bei 5,9 Punkten, wie das Marktforschungsunternehmen GfK am Dienstag in Nürnberg mitteilte. Bankvolkswirte hatten mit dieser Entwicklung gerechnet. Im Detail geben die Einkommenserwartungen spürbar nach, wohingegen die Anschaffungsneigung konstant bleibt. Die Konjunkturängste der Verbraucher sind unterdessen nicht mehr ganz so groß wie in den Vormonaten. Der entsprechende Teilindikator legt nach mehreren Rückschlägen in Folge leicht zu

Facebook: Kurssturz

Die Facebook -Aktie hat einen der schwärzesten Tage seit dem Börsengang im Mai hinter sich. Sie verlor am Montag bis zum Börsenschluss in New York mehr als 9 Prozent an Wert auf 20,79 Dollar. Grund für den Einbruch waren erneut hochgekochte Zweifel daran, dass das Soziale Netzwerk seine überlebenswichtigen Werbeeinnahmen wie erhofft steigern kann. Das einflussreiche US-Wirtschaftsmagazin "Barron's" hatte am Wochenende Facebooks wirtschaftliche Zukunft infrage gestellt. Denn immer mehr Nutzer greifen statt über ihren Computer über ihr Smartphone auf ihren Facebook-Freundeskreis zu. Auf den kleinen Bildschirmen lässt sich aber kaum Werbung unterbringen. "Was sind die Aktien wert?" fragte "Barron's" rhetorisch. "Vielleicht nur 15 Dollar."

Mit Material von dpa-AFX.

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