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DAX legt bis Mittag kräftig zu: Air Berlin, BMW, Einzelhandelsumsatz, Maschinenbau, Metro, RWE und TUI im Fokus

Steffen Eidam

Der deutsche Aktienmarkt kann am Mittwoch deutlich an Boden gewinnen. Trotz schwacher Daten aus dem deutschen Einzelhandel konnte der DAX bis Mittag 0,9 Prozent auf 5.977 Punkte zulegen. Positive Signale kommen aus Asien, wo sich die Märkte größtenteils von ihren Vortagesverlusten erholen konnten. An der Wall Street ließen sich die Anleger trotz einer Reihe von ermutigenden Konjunkturdaten nicht aus der Reserve locken - der Dow Jones tendierte nahezu unverändert.


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Air Berlin legt Tarifkonflikt bei

Die Fluggesellschaft Air Berlin hat einen Durchbruch im seit Monaten schwelenden Tarifkonflikt erzielt. Nach Angaben des Unternehmens konnte somit ein angedrohter Pilotenstreik abgewendet werden. Mit dem neuen Manteltarifvertrag soll eine schrittweise Angleichung "wesentlicher Arbeitsbedingungen" der Air Berlin-Piloten an das Niveau der Tochtergesellschaft LTU bis 2013 erfolgen. Dabei gehe es in erster Linie um Urlaubsansprüche und der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.


Einzelhandelsumsatz überraschend gesunken

Im deutschen Einzelhandel ist noch kein nachhaltiger Aufschwung erkennbar. So sanken im Juli die Umsätze des Einzelhandels auf Monatssicht real um 0,3 Prozent gesunken. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilte, konnten die Markterwartungen (plus 0,5 Prozent) somit nicht erfüllt werden. Immerhin zeigte sich im Vergleich zum Vorjahr eine Verbesserung um 0,8 Prozent, wobei Experten mit 1,2 Prozent einen höheren Zuwachs erwartet hatten. Nominal lag das Plus bei 2,4 Prozent.

BMW und RWE im Fokus

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Maschinenbau floriert

Wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) bekannt gab, ist der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau im Juli 2010 kräftig angestiegen. Demnach zog der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahr um real 48 Prozent an. Hierbei stieg die Binnennachfrage um 38 Prozent, während die Bestellungen aus dem Ausland um 54 Prozent zunahmen. "Das zweite Halbjahr beginnt mit ungebremster Wachstumsdynamik für den Auftragseingang im Maschinenbau. Das gilt für Inlands- und Auslandsbestellungen gleichermaßen. Die Orderkurve hat seit Sommer letzten Jahres einen nahezu mustergültigen V-förmigen Kurvenverlauf genommen. Im Drei-Monats-Vergleich liegen inzwischen alle Fachzweige im Plus, allerdings mit extrem unterschiedlichen Raten", so VDMA Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers.

Bernstein stuft Metro hoch

Bernstein Research hat die Einstufung für die Metro-Aktie von "Markt Perform" auf "Outperform" und angehoben und das Kursziel von 47 auf 50 Euro aufgestockt. In der Begründung verweist Analyst Christopher Hogbin auf eine attraktivere Einstiegsgelegenheitsieht nach der jüngsten Kursschwäche. Der fundamentale Anlagehintergrund sei intakt und kurzfristig gebe es einige Gründe für mehr Optimismus, wie etwa die Stabilisierung des Wirtschaftsumfelds und die Erfolge von Shape 2012. Das Restrukturierungsprogramm wirke sich bereits positiv auf die Marge aus.Hogbin erwartet eine Phase dynamischeren Gewinnwachstums, mit Auswirkungen von Kostensekungen in 2011 und Produktivitätsverbesserungen in 2012.

BMW und RWE im Fokus

Die Aktien von BMW und RWE rücken in den Blickpunkt der Anleger. Nach Angaben des Index-Anbieters Stoxx Ltd. wird der Autobauer ab dem 20. September in den europäischen Leitindex EuroStoxx 50 aufrücken und dort den niederländischen Versicherer Aegon verdrängen. Der Versorger RWE muss dagegen den Stoxx Europe 50 verlassen.

TUI erwägt Komplettübernahme von TUI Travel

Nach einem Bericht der Financial Times Deutschland peilt der Aufsichtsrat des Reisekonzerns TUI die Komplettübernahme der britischen Tochter TUI Travel an. Dabei soll auch die Option eines Aktientauschs geprüft werden. TUI hält zurzeit 57,5 Prozent an dem britischen Unternehmen. Am Donnerstag kommender Woche sollen dem Aufsichtsrat zudem verschiedene Möglichkeiten für die Verwertung von Hapag-Lloyd präsentiert werden. Konzernchef Frenzel möchte TUI zum reinen Touristikkonzern umbauen.

RWE setzt auf Windenergie

Der zweitgrößte deutsche Energieversorger RWE will zukünftig verstärkt auf die Energie aus dem Meereswind setzen und bis zum Jahr 2014 zu den drei größten Offshore-Betreibern der Welt gehören. Dies teilte der für diesen Bereich zuständige Manager Martin Skiba am Rande einer vom Handelsblatt veranstalteten Konferenz mit. Um dieses Ziel zu erreichen, plant er im Jahr 2014 mit einer Gesamtleistung der Offshore-Windturbinen von rund einem Gigawatt. Darüber hinaus sollen zu diesem Zeitpunkt "für weitere fünf Gigawatt [...] bereits Genehmigungen vorliegen", sagte Skiba. Derzeit läge RWE noch hinter Dong Energy, Vattenfall, E.on und Centrica auf Platz fünf.

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