DAX knackt neues Hoch: Air Berlin, Beiersdorf, Carl Zeiss Meditec, Commerzbank, Constantin, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, EADS, Talanx und ThyssenKrupp im Fokus
Der deutsche Aktienmarkt erreicht am Donnerstag ein neues 12-Monats-Hoch. Gegen Mittag notiert der DAX vorbörslich rund ein Prozent höher bei 7.530 Punkten. Unterstützung erhält der deutsche Leitindex von den US-Börsen, die am Vorabend eine solide Entwicklung nahmen. In den Fokus dürften heute vor allem die Zinsentscheidungen in Europa inklusive der anschließenden Pressekonferenz der Europäischen Zentralbank(EZB).
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Weniger Passagiere bei Air Berlin
Die Fluggesellschaft Air Berlin hat im November bei stark reduziertem Flugangebot erneut die Auslastung ihrer Flugzeuge verbessert. 76,9 Prozent der Sitze waren besetzt, das sind 2,7 Prozentpunkte mehr als im gleichen Monat des Vorjahres. Allerdings stiegen nur knapp 2,1 Millionen Menschen an Bord der rot-weißen Maschinen und somit 8,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Air-Berlin-Chef Hartmut Mehdorn versucht, das Unternehmen nach jahrelangen Verlusten durch die Streichung unrentabler Verbindungen zu sanieren. Dazu gehört auch eine Verkleinerung der Flotten.
Beiersdorf erhöht Umsatzprognose
Der Konsumgüterkonzern Beiersdorf erhöht wegen gut laufender Geschäfte in seiner Pflegesparte rund um die Marke Nivea erneut seine Umsatzprognose. Sowohl im Gesamtkonzern als auch im Pflegebereich Consumer soll der Umsatz in diesem Jahr vermutlich um mehr als vier Prozent zulegen. Bislang war der Konzern von einem Wachstum von drei bis vier Prozent ausgegangen.
Carl Zeiss wächst schnell
Der Medizintechnikanbieter Carl Zeiss Meditec will im laufenden Geschäftsjahr 2012/2013 mindestens so schnell wie die Branche wachsen. Mit zweistelligen Wachstumsraten bei Umsatz und operativem Ergebnis konnten die Jenaer auch im vergangenen Geschäftsjahr (Ende: 30. September 2012) deutlich zulegen. Zu der Entwicklung hätten alle Geschäftseinheiten und Regionen beigetragen, sagte Unternehmenschef Ludwin Monz. Unter dem Strich steigerten die Jenaer ihren Überschuss im Vergleich zum Vorjahr von 66,9 Millionen auf 71,9 Millionen Euro. Der Umsatz kletterte um 13,6 Prozent auf 861,9 Millionen Euro.
Commerzbank: So hoch kann es gehen
Gestern glückte der Commerzbank-Aktie die Zurückeroberung der charttechnisch bedeutenden Marke von 1,40 Euro. Nun wäre der Weg nach oben vorerst frei. DER AKTIONÄR zeigt auf, auf welche Marken Anleger nun achten sollten.
Keine Manipulation bei der Deutschen Bank
In einem bereits dementierten Bericht wies die Financial Times auf angeblich verschleierte Verluste während der Finanzkrise bei der Deutschen Bank hin. Auf die Notierung des deutschen Branchenprimus hatte dies jedoch keinen negativen Effekt. Ein Börsianer wertete die Geschichte unter dem Strich als alten Hut. Der "Financial Times" zufolge werfen drei frühere Mitarbeiter der Bank vor, dass sie auf dem Höhepunkt der Finanzkrise Verluste von bis zu 12 Milliarden US-Dollar bei komplizierten Finanzgeschäften verschleiert hat und nur so einer drohenden Staatshilfe entgangen ist. Das Institut weist die Vorwürfe zurück.
Großer Jobabbau bei Telekom befürchtet
Der Bonner Konzern will unbestätigten Medienberichten zufolge bis zu 12.000 Arbeitsplätze in Deutschland und den Servicesparten streichen. Details zu dem Thema dürften im Tagesverlauf im Rahmen des ein Kapitalmarkttags des DAX-Konzerns bekanntgegeben werden.
Neue Aktionärsstruktur bei EADS
Die Verhandlungen um die künftige Aktionärsstruktur beim europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS sind beendet. In Zukunft wird Deutschland mit einem Anteil von zwölf Prozent zum dritten staatlichen Großaktionär. Auch Frankreich wird künftig zwölf Prozent halten, Spanien vier Prozent. Hingegen werden der Autobauer Daimler sowie die französische Lagardère-Gruppe ihre Anteile "weitgehend reduzieren". Der Streubesitz wächst somit von knapp 50 auf mehr als 70 Prozent. "Wir vollziehen damit die wichtigste Änderung seit der Gründung von EADS vor mehr als zwölf Jahren", sagte EADS-Chef Tom Enders am Mittwochabend. Er sehe darin eine Normalisierung und Vereinfachung der Konzernführung.
Talanx übernimmt für Constantin Medien
Der erst im Oktober an die Börse gegangene Talanx kann einen weiteren Karriereschritt am Finanzmarkt verbuchen: Die Aktien des Versicherungskonzerns werden zum 27. Dezember in den SDAX aufgenommen. Den Platz räumen dafür muss die Constantin Medien AG.
ThyssenKrupp entlässt halben Vorstand
ThyssenKrupp-Vorstandschef Heinirch Hiesinger hat drei seiner Vorstandskollegen vor die Tür gesetzt. Der Grund: Korruptionsvorwürfe und die hohen Verluste in der Sparte Steel Americas. Mit Edwin Eichler, Olaf Berlien und Jürgen Claassen sollen gleich drei der sechs Vorstände den Industriekonzern zum Jahresende verlassen. Damit zieht Deutschlands größter Stahlkonzern Konsequenzen aus dem Milliardendebakel beim Bau von Stahlwerken in Brasilien und den USA sowie der Aufdeckung einer Reihe von Korruptionsfällen.
(Mit Unterstützung von dpa-AFX)
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