DAX klettert in die Gewinnzone: Bayer, Commerzbank, Deutsche Bank, Telekom, GfK-Konsumklima, Sartorius, Software AG, Südzucker und ThyssenKrupp im Fokus
Der DAX kann am Dienstag im späten Handel seine Anfangsverluste wieder ausgleichen. Rückenwind kam dabei von guten US-Daten sowie vom GfK-Konsumklimaindex in Deutschland (siehe unten). Zur Schlussglocke notierte der DAX rund 0,2 Prozent höher bei 7.849 Punkten.
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US-Klage gegen Bayer
Der deutsche Pharmakonzern Bayer ist in den USA verklagt worden. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, nicht ausreichend vor gesundheitlichen Risiken bei der Nutzung der Hormonspirale Mirena gewarnt zu haben. Mirena wurde in den USA im Jahr 2000 von der amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA zugelassen. Die Spirale wird in die Gebärmutter eingesetzt und soll bis zu fünf Jahre lang eine Schwangerschaft verhindern.
Analysten blicken auf dei Commerzbank
Die Experten der US-Investmentbank Goldman Sachs haben die Aktie der Commerzbank näher unter die Lupe genommen. Zwar raten die Analysten nicht zum Kauf der DAX-Titel, das Kursziel wurde allerdings deutlich angehoben. Hingegen sehen RBC und Nomura weiterhin schwarz.
Höheres Kursziel für Deutsche Bank
Die Analysten der Schweizer Großbank UBS haben vor den Quartalszahlen der Deutschen Bank die Aktie des deutschen Marktführers auf "Neutral" belassen. Die Analysten sehen aber jetzt Potenzial bis 38,50 Euro nach zuvor 35 Euro. Berichte über die Gründe für die Kurszielerhöhung gab es am Dienstagmorgen noch nicht. Derzeit gibt es 16 Kaufempfehlungen für die Deutsche Bank. 16 Analysten raten, den Titel zu halten, zehn Experten raten zum Verkauf.
Telekom will in den USA angreifen
Die Deutsche Telekom will mit ihrer Tochter T-Mobile USA zur Nummer 3 in den Staaten aufsteigen. "Wir sehen Möglichkeiten, auf den dritten Platz vorzurücken", sagte der neue T-Mobile-USA-Chef John Legere der Welt. Derzeit rangieren Verizon, AT&T und Sprint vor der US-Division der Telekom. "Es wäre aber arrogant zu glauben, dass sich dieser Kampf unter uns vieren abspielt", sagte Legere. Es könnten jederzeit andere Unternehmen in den Markt eintreten. T-Mobile USA habe viele zusätzliche Funkspektren bekommen und biete inzwischen in vielen Ballungszentren das schnellste Netz.
GfK-Konsumklima legt zu
Die deutschen Verbraucher sind mit neuem Optimismus in das Jahr 2013 gestartet. Das GfK-Konsumklima zog von revidiert 5,7 Punkten (zuvor 5,6 Punkte) auf 5,8 Zähler an, teilten die Marktforscher von GfK mit. Die jüngste Entspannung in der Euro-Schuldenkrise habe die Verbraucher "offenbar wieder zuversichtlicher gestimmt". Trotz der Wirtschaftsflaute Ende 2012 seien die Einkommenserwartungen und die Anschaffungsneigung "spürbar" gestiegen, hieß es weiter.
Sartorius übertrifft eigene Ziele
Der Labor- und Pharmazulieferer Sartorius hat im abgelaufenen Jahr seinen operativen Gewinn (bereinigtes EBITA) um 20 Prozent auf 135 Millionen Euro gesteigert, gleichzeitig zog der Umsatz um 15,4 Prozent auf 845,7 Millionen Euro an. Die eigenen Ziele konnten somit leicht übertroffen werden. Unter dem Strich verdiente der Konzern mit 62,9 Millionen Euro rund 19 Prozent mehr als im Vorjahr. Vorstandschef Joachim Kreuzburg erwartet für 2013 einen Umsatzanstieg von sechs bis neun Prozent. Die operative EBITA-Marge soll von 16,0 auf etwa 16,5 Prozent ansteigen.
Weniger Gewinn bei Software AG
Bei Deutschlands zweitgrößtem Softwareanbieter sind Umsatz und Gewinn im vierten Quartal leicht zurückgegangen. Demnach fiel der Umsatz wegen des heruntergefahrenen SAP-Beratungsgeschäfts um sechs Prozent auf 276,7 Millionen Euro. Ihren Produktumsatz steigerte die Software AG hingegen um vier Prozent auf 196,8 Millionen Euro. Wegen höherer Investitionen und Belastungen aus dem Umbau der Beratungssparte sackte das EBIT um drei Prozent auf 75,4 Millionen Euro.
Hoffnung für ThyssenKrupp
Der brasilianische Stahlkonzern CSN soll Medienberichten zufolge Geld für den Kauf der beiden ThyssenKrupp-Werke in Brasilien und den USA beschaffen. Der Verkauf der beiden defizitären Übersee-Werke gilt als wichtiger strategischer Baustein beim Umbau des Konzerns. Zuletzt gab es Berichte, wonach ThyssenKrupp bislang alles andere als zufrieden ist mit den Angeboten, die eingegangen sind. „Das bringt nochmal wieder Bewegung in die Geschichte und sorgt entsprechend für Fantasie bei ThyssenKrupp", sagte ein Börsianer gegenüber der Nachrichtenagentur dpa.
Höhere Dividende bei Südzucker
Europas größter Zuckerproduzent Südzucker hat seine Prognosen für das Ende Februar auslaufende Geschäftsjahr zuletzt erneut bestätigt. Wie der Konzernchef Wolfgang Heer dem Handelsblatt mitteilte, werde das Unternehmen dank der hohen Zuckerpreise die Umsatzsteigerung auf 7,5 Milliarden Euro und die Steigerung des Gewinns auf mehr als 900 Millionen Euro erreichen. Die Kasse sei gut gefüllt, konkrete Akquisitionspläne gebe es aber keine. Zudem stellte Heer eine Dividendenerhöhung in Aussicht: "Sie können davon ausgehen, dass wir die Aktionäre am steigenden Geschäftserfolg beteiligen." Im vergangenen Jahr hatte Südzucker seine Dividende bereits um mehr als ein Viertel auf 0,70 Euro erhöht. Beim aktuellen Kursniveau von 30,73 Euro entspricht dies einer Dividendenrendite von 2,3 Prozent.
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