Steffen Eidam
Der deutsche Aktienmarkt dürfte am Dienstag kaum verändert in den Handel starten. Händler weisen auf fehlende Impulse vor allem aus Übersee hin. In den Vereinigten Staaten kehren die Anleger nach dem langen Labor Day-Wochenende erst heute in den Markt zurück. Der Nikkei 225 notierte indes zum Handelsschluss hin etwas schwächer.
Air Berlin steigert Passagierzahl
Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft Air Berlin hat im August 8,7 Prozent mehr Passagiere als im Vorjahr befördert. Inklusive der übernommenen Strecken von NIKI und TUIfly flogen 3,73 Millionen Gäste mit Air Berlin. Dabei ging die Auslastung der Flugzeuge um 0,8 Prozentpunkte auf 83,5 Prozent zurück. In den ersten acht Monaten des Jahres waren insgesamt 21.655.869 Passagiere im Streckennetz von Air Berlin unterwegs (plus 1,9 Prozent). Im Acht-Monatsvergleich sank die Auslastung der Flugzeuge um 1,8 Prozentpunkte von 77,5 auf 75,7 Prozent.
Gerüchte um Deutsche Telekom
Die Deutsche Telekom steht im Blickpunkt der Anleger, nachdem erneut Spekulationen um einen möglichen Zusammenschluss mit der France Telecom (FT) am Markt kursieren. Händlern zufolge haben französischen Gewerkschaften auf eine Anteilserhöhung der Deutschen Bank an FT reagiert. Dieser Schritt würde eine signifikante Veränderung der Eigentümerstruktur des Telekomkonzerns darstellen und könne eine mögliche Vorbereitung der Konsolidierung in der europäischen Telekombranche gewertet werden.
Keine Sonderausschüttung bei Infineon
Infineon-Chef Peter Bauer sagte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, dass der Konzern keine Sonderdividende nach dem Verkauf seiner Mobilfunkchipsparte an Intel ausschütten werde. Der außerordentliche Gewinn in Höhe eines mittleren dreistelligen Millionenbetrages solle die Nettoliquidität des Konzerns verbessern, dies sei in der Halbleiterbranche sehr wichtig. Bauer schloss einen Aktienrückkauf ebenso aus wie eine unfreundliche Übernahme.
Siemens macht Fortschritte bei Einkauf
Der Technologie-Konzern Siemens dürfte nach einem Bericht der Frankfurter Allgemeine Zeitung (unter Berufung auf Aussagen des zuständigen Vorstandsmitglieds Barbara Kux), von der vor eineinhalb Jahren gestarteten Einkaufsinitiative bereits im laufenden Geschäftsjahr 2009/2010 (30. September) deutlich profitieren. Kux verlangt unterdessen von den wichtigsten Zulieferern, dass sie die Siemens-eigenen "grünen" Programme umsetzen sollen, um das Hauptziel einer energieeffizienten Lieferkette zu erreichen."Wir wollen unsere Lieferanten nicht verdonnern, aber das ist schon eine Empfehlung."
SMA Solar droht Billig-Konkurrenz aus Asien
Dem deutschen Weltmarktführer für Solaranlagen-Wechselrichter, SMA Solar, droht nach einer Studie Fachmagazins Photon neue Konkurrenz aus Asien. Demnach gelang es dem koreanischen Hersteller Dasstech, mit einem völlig neuartigen Produktionsverfahren die Kosten deutlich zu drücken. Am Aktienmarkt befürchtet man nun, dass SMA das gleiche Schicksal erleiden könnte, wie bereits vorher eine Reihe von anderen deutschen Solarunternehmen.