Andreas Deutsch
Nach den schwachen Vorgaben aus den USA ist die schwache Eröffnung des deutschen Marktes nicht wirklich überraschend. Zumal es von Unternehmenseite kaum Interessantes zu berichten gibt. Am Vormittag notiert der DAX bei 6163,09 Punkten 0,95 Prozent leichter. Der TecDAX verliert 0,92 Prozent auf 829,01 Zähler. Der MDAX gibt 1,35 Prozent auf 8253,72 Stellen ab. Bastian Galuschka, Chartexperte des AKTIONÄRs, rät: "Longpositionen sind weiterhin vertretbar, kurzfristig orientierte Anleger sollten den Stopp allerdings eng unter den Aufwärtstrend legen. Wer auf mittelfristige Sicht agiert, kann den Stopp bei 6.090 Punkten belassen. Sollte die Trendlinie heute gebrochen werden, können mutige Anleger short einsteigen mit Zielen bei 6.150 und 6.100 Punkten."
Deutsche Bank: Ackermann vor Wahrheitskommission
IG-Metall-Chef Berthold Huber fordert eine Wahrheitskommission, die die wirklichen Gründe der Finanzkrise herausfinden soll. "Eine solche Kommission kann die absolut notwendige Debatte organisieren: Wer ist verantwortlich für diese Katastrophe? Wer hat das angestellt, welches Denken, welche Systeme? Oder soll es, wie in Deutschland üblich, mal wieder keine Verantwortlichen geben?", sagte Huber dem Magazin stern. Als Grundproblem sieht er "die Verabsolutierung der Rendite". Deshalb sollten auch Banker wie Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann und alle Politiker, die die Deregulierung der Finanzmärkte betrieben, vor der Kommission aussagen.
D.Logistics: "Schwieriges Geschäftsjahr"
Die D.Logistics AG hat 2009 einen Umsatzeinbruch von 337 auf 290 Millionen Euro verbucht. Das Nettoergebnis sank von 11,5 auf 0,4 Millionen Euro. "Die weltweite Rezession belastete die Umsatz- und Ergebniskennzahlen des Konzerns, insbesondere unsere US-Tochter verzeichnete einen hohen Verlust", gab der Konzern bekannt. Die Aktionäre erhalten für 2009 keine Dividende.
Hochtief: Dreistelliges Kursziel
103,10 Euro - mit diesem Kursziel für die Aktie von Deutschlands größtem Baukonzern Hochtief wagen sich die Analysten von Goldman Sachs hervor. Damit sind sie die ersten Analysten, die seit Jahren ein dreistelliges Kursziel bei dem MDAX-Titel sehen. DER AKTIONÄR ist ebenfalls optimistisch für den Titel.
Infineon: Nach iPhone jetzt iPad?
Kein Tag vergeht, an dem nicht eine Neuigkeit oder ein Gerücht zu Infineon über den Ticker läuft. Heute wird darüber spekuliert, dass der deutsche Chipkonzern nicht nur Lieferant für das iPhone ist, sondern auch für Apples neue Wunderwaffe iPad. Auf einer US-Branchenwebseite sind gestern Fotos aufgetaucht die Infineon als Zulieferer für Apples neuen Hoffnungsträger enttarnen. Die iPad-Variante, die über einen Internetzugang über Mobilfunk verfügt, ist mit einem Funkchip sowie einem Breitband-Halbleiter des Münchener Unternehmens ausgerüstet. Ein Börsianer ergänzte, dass die Gerüchte aber schon länger am Markt kursierten. Infineon selbst wollte dazu am Mittwoch keinen Kommentar abgeben.
Lufthansa: Kein Streik
Am deutschen Aktienmarkt richten sich die Blicke am Donnerstag auf die Aktie der Lufthansa. In der Nacht zuvor konnte sich die Kranich-Airline mit der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) auf eine Schlichtung einigen. Piloten hatten bis zuletzt mit einem viertägigen Streik vom 13. bis 16. April gedroht. Der Lufthansa bleibt somit eine kostenintensive Arbeitsaussetzung erspart. Eine weitere positive Nachricht für den ganzen Sektor kommt aus den Vereinigten Staaten. Dort verhandeln die Fluggesellschaften US Airways und UAL über eine Fusion.
Solarworld: US-Offensive
Während der deutsche Absatzmarkt ab dem zweiten Halbjahr stagnieren dürfte, erwarten Analysten, dass sich die Solar-Neuinstallationen in den USA 2010 und 2011 glatt verdoppeln werden. Denn in sonnenreichen Staaten wie Kalifornien ist Solarstrom schon jetzt ohne Förderung günstiger als klassischer Strom. Nun gibt es Neuigkeiten vom größten kristallinen Solarhersteller der USA: Solarworld hat sein Vertriebsteam erweitert und setzt auf die hohe Qualität seiner Module. Als erster Hersteller gibt Solarworld eine Performance-Garantie seiner Module von 25 Jahren. Zudem gab Solarworld bekannt, dass nur getestete Module ausgeliefert werden, die die angegebenen Leistungsparameter mindestens erfüllen.
Weitere Informationen und Termine gibt es im Unternehmenscenter vom AKTIONÄR