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DAX gönnt sich Verschnaufpause: BASF, Commerzbank, Deutsche Börse, EADS, E.on, Evotec, Grenke, Moody’s, US-Haushalt und Volkswagen im Fokus

Steffen Eidam

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Nach dem starken Jahresauftakt gibt der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag etwas nach. Der DAX verliert zur Schlussglocke um etwa 0,2 Prozent. Die Erleichterung über die Kompromisslösung im US-Haushaltsstreit hatte den DAX am Mittwoch noch um mehr als zwei Prozent auf den höchsten Stand seit Januar 2008 getrieben. In den USA hat die Beschäftigung im Privatsektor im Dezember deutlich stärker zugelegt als erwartet. Im Monatsvergleich erhöhte sich die Beschäftigtenzahl um 215.000. Dies ist der stärkste Zuwachs seit Februar 2012. Bankvolkswirte hatten lediglich mit einem Anstieg um 140.000 Stellen gerechnet.

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Rückschlag für BASF

Polen hat dem Anbau von Gengemüse einen Riegel vorgeschoben. Unter das Verbot fällt auch die Genkartoffel Amflora aus dem Hause BASF. Der Aufwärtstrend der DAX-Aktie sollte sich dennoch weiter fortsetzen. Anzeige Polen hat am Mittwoch ein Verbot für den Anbau verschiedener genmanipulierter Gemüsesorten beschlossen. Betroffen ist hiervon unter anderem auch die Genkartoffelsorte Amflora des Chemieriesen BASF. Dem intakten Aufwärtstrend des DAX-Titels sollte das Verbot aber nichts anhaben können.

Commerzbank nimmt Anlauf

Wieder einmal steht die Commerzbank-Aktie kurz vor dem Ausbruch aus dem langfristigen Abwärtstrend. Glückt der Ausbruch, wäre der Weg nach oben zunächst frei, gelingt er nicht, dürfte es zunächst wieder abwärts gehen.

Deutsche Börse gefragt

Die Aktie der Deutschen Börse konnte sich im vorbörslichen Handel gegen den Trend leicht verbessern. Die Papiere des Börsenbetreibers haben sich seit dem Zwischentief Mitte November besser als der DAX entwickelt. Indes war das Handelsvolumen an den internationalen Terminmärkten der Eurex Group auch im Dezember im Jahresvergleich gesunken.

Neue Aufträge für EADS-Tochter Airbus

Der Flugzeugbauer Airbus hat einen weiteren Auftrag für seinen neuen Langstreckenflieger A350 erhalten. Der Flugzeugfinanzierer CIT hat zehn Maschinen des Typs bestellt, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Die ersten Jets sollen demnach 2019 ausgeliefert werden. Zusammen mit vorherigen Aufträgen hat CIT nach eigenen Angaben bislang 15 Flieger vom Typ A350 bei der EADS-Tochter bestellt

Übernahme bei Evotec

Das Biotechunternehmen Evotec übernimmt den Zellkultur-Spezialisten Cell Culture Service GmbH (CCS). Evotec verspricht sich von dem Zukauf einen zusätzlichen Umsatz von mehr als einer Million Euro im laufenden Jahr. Der Kaufpreis liegt bei 1,2 Millionen Euro in bar. Abhängig vom Erreichen bestimmter Umsatzziele werden ein Jahr nach der Übernahme Zahlungen in Höhe von einer weiteren Million Euro fällig. "Die Übernahme von CCS stärkt Evotecs Kapazitäten im Bereich Zellkultur und ermöglicht den Zugang zu einer wachsenden Kundenbasis", sagte der für das operative Geschäft zuständige Evotec-Vorstand Mario Polywka. CCS stellt Zelllinien her und entwickelt zellbasierte Testsysteme für verschiedene Anwendungen im Forschungs- und Entwicklungsbereich von Pharma- und Biotechnologieunternehmen. Das Hamburger Unternehmen ist unter anderem auf das Einfrieren, Lagern und Wiederaufbereiten von Zellen spezialisiert.

Verschlankungskur bei E.on

Der Energieriese E.on verkauft wie geplant seinen Anteil am ostdeutschen Gas- und Stromversorger E.on Thüringer Energie an die kommunalen Partner. Ein Vertrag über den Verkauf von 43 Prozent des Unternehmens an den Kommunalen Energiezweckverband Thüringen (KET) für rund 900 Millionen Euro sei unterzeichnet worden. Die noch gehaltenen zehn Prozent würden ebenfalls kurzfristig veräußert. E.on will sich im Regionalgeschäft neu aufstellen und sich bundesweit auf vier statt bisher sieben Regionalgesellschaften konzentrieren. Für die drei Regionalversorger E.on Mitte in Kassel, E.on Thüringen in Erfurt und E.on Westfalen Weser in Paderborn strebe man eine Neuordnung der Beteiligungsverhältnisse an.

Grenke knackt die Milliarde

Das Neugeschäftsvolumen der Grenke Gruppe (inklusive Franchisepartner) kletterte im Geschäftsjahr 2012 um knapp 20 Prozent auf 1,027 Milliarden Euro. Damit wurde das avisierte Neugeschäftswachstum von rund 15 Prozent deutlich übertroffen. Nach Angaben des Unternehmens erreichte der Deckungsbeitrag 2 des Neugeschäfts 159,0 Millionen Euro nach  124,7 Millionen Euro im Vorjahr. Die entsprechende Marge des Leasinggeschäfts zog von 16,0 auf 17,4 Prozent an. Diese attraktive Deckungsbeitragsmarge sei auf eine konsequente Markterschließung und ein günstiges Zinsumfeld zurückzuführen.

Moody's nimmt USA in die Pflicht

Die US-Ratingagentur Moody's hat in der aktuellen Mitteilung den USA gedroht: Sollte es keine weiteren Anstrengungen zur Reduzierung des Haushaltsdefizits geben, "könnte dies die Kreditbewertung negativ beeinflussen". Wenn die USA ihre Topnote bei Moody's weiter halten wollen, müsse "mittelfristig ein Abwärtstrend" bei der Staatsverschuldung erkennbar sein. Die Einigung zwischen Demokraten und Republikanern auf vergleichsweise moderate Steuererhöhungen sei zwar ein weiterer Schritt der Regierung zur Eindämmung des Haushaltsdefizits. Nur wenn neue Schritte erfolgen, könne der derzeit negative Ausblick der Kreditbewertung wieder auf "stabil" angehoben werden, hieß es.

Volkswagen feiert Erfolge in den USA

Europas größter Autobauer Volkswagen bleibt auch in den USA auf steilem Wachstumskurs. 2012 legten die Wolfsburger bei Absatz im Vergleich zum Vorjahr um gut 35 Prozent auf fast 440.000 Autos zu. Damit hat VW seine Auslieferungen seit 2009 mehr als verdoppelt und das beste Jahresergebnis seit 1973 eingefahren. Auch 2013 wolle das Unternehmen schneller als die Konkurrenz wachsen, sagte Volkswagens US-Chef Jonathan Browning am Donnerstag. Auch der Dezember schnitt mit gut 44.000 Autos um 35 Prozent besser ab als der Vorjahresmonat.

(Mit Material von dpa-AFX)

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