DAX gibt Gewinne ab, enttäuschender ifo-Index, Griechenland vor Rauswurf, Commerzbank, Siemens, Air Berlin, Metro, Facebook im Fokus
Der DAX hat seine Anfangsgewinne bis zum Mittag wieder abgeben müssen. Er pendelt mittlerweile um 6.300 Punkte in etwa auf Vortagesniveau. Neben der zunehmenden Sorge um einen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone wurde ein enttäuschender ifo-Geschäftsklima-Index veröffentlicht. Er sank im Vergleich zum Vormonat von 109,9 auf 106,9 Punkte und lag damit deutlich unter den Erwartungen von 109,5 Punkten.
Metro größter Tagesverlierer
Größter Verlierer im DAX ist am Donnerstag die Aktie von Metro. Ein Großteil des Abschlages von 1,60 Euro oder 6,7 Prozent ist aber auf den Dividendenabschlag von 1,35 Euro zurückzuführen. Die Aktie notiert mit 22,15 Euro auf dem niedrigsten Niveau seit Ende 2010.
Commerzbank-Aktie legt zu
Die Papiere der Commerzbank legen gegen den schwachen Trend leicht zu. Das Plus beläuft sich auf gut ein Prozent. Allerdings hatte die Aktie zuletzt aufgrund der sich zuspitzenden Situation um Griechenland auch deutlich an Wert verloren. Vor diesem Hintergrund ist das heutige Kursplus eher als technische Gegenreaktion zu bewerten.
Facebook - Börsenwechsel?
Nach dem völlig verpatzten Börsenstart mit zahlreichen Pannen wird jetzt spekuliert, dass Facebook die Börse wechselt. Gut informierten Kreisen zufolge gibt es Gespräche über einen Umzug von der Nasdaq zur Konkurrenz New York Stock Exchange (NYSE).
Air Berlin: Daumen nach unten
Die Experten von Morgan Stanley sind für die Aktie der seit Jahren defizitären Fluglinie Air Berlin weiterhin pessimistisch gestimmt. Nun haben die Analysten das Kursziel für die im DAX notierten Anteile erneut gesenkt und sehen weiteres Abwärtspotenzial.
Hewlett-Packard: Aktie haussiert
Der US-amerikanische PC-Riese will 27.000 Stellen streichen, um die Kosten zu senken und das Wachstum zu forcieren. Die Aktie reagierte auf die Nachricht mit einem Kurssprung um mehr als zehn Prozent.
Siemens: Lust auf Brasilien
Der Technologiekonzern Siemens plant kräftige Investitionen in Brasilien. In den kommenden fünf Jahren will das im DAX notierte Unternehmen den Umsatz in dem südamerikanischen Land auf 4,4 Milliarden Euro verdoppeln. Schwerpunkt soll dabei der Energiemarkt sein.
Euro unter Druck
Der Euro ist am Donnerstag deutlich unter die Marke von 1,26 Dollar gerutscht, zeitweise wurden nur noch 1,2520 für die europäische Leitwährung bezahlt. Da der EU-Sondergipfel wie erwartet keine Lösung für die Schuldenkrise geliefert hat, dürfte der Druck auf den Euro anhalten.
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