Steffen Eidam
Am deutschen Aktienmarkt zeigten sich die wichtigsten Indizes zum Handelsschluss nach einem impulslosen Handel uneinheitlich. So konnte der DAX noch einmal zulegen und ging 0,2 Prozent höher bei 5.885 Punkte aus dem zweiten Börsentag der Woche. Der MDAX verlor hingegen 0,2 Prozent, während der TecDAX 0,2 Prozent zulegen konnte.
Delticom zahlt deutlich mehr Dividende
Anleger der Delticom AG dürfen sich freuen, denn Europas führender Internet-Reifenhändler möchte für das abgelaufene Geschäftsjahr seine Dividende deutlich von 1,00 auf 1,70 Euro je Aktie anheben. Delticom erzielte 2009 einen Umsatz in Höhe von 311 Millionen Euro (plus 20 Prozent). Gleichzeitig verbesserte sich das EBIT um 79 Prozent auf 29,4 Millionen Euro.
Deutsche Post präsentiert schwaches Ergebnis
Die Deutsche Post konnte die Erwartungen bei der Vorlage ihrer Bilanz nicht erfüllen. Demnach beläuft sich das EBIT vor Einmaleffekten auf 1,47 Milliarden Euro, der Konzerngewinn liegt bei 644 Millionen Euro. Immerhin soll der Hauptversammlung eine unveränderte Dividende in Höhe von 0,60 Euro je Anteilsschein vorgeschlagen werden. Auch die Zielsetzung für 2010 sei schwächer als erwartet ausgefallen, sagte ein Händler in einer ersten Einschätzung.
EADS stürzt wegen A400M ab
Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS kommt aus den Negativ-Schlagzeilen nicht heraus. Neben dem gescheiterten Rüstungsauftrag belastet das Debakel beim Militärtransporter Airbus A400M das Geschäft. So sieht das Management auch im laufenden Jahr keine Entspannung der Ertragslage. Der Umsatz soll zwar konzernweit stabil gehalten werden. Eine Dividende sei allerdings erst wieder für das Jahr 2010 geplant. Im abgelaufenen Jahr verbuchte EADS unter dem Strich einen Verlust von 763 Millionen Euro. Das EBIT fiel auf minus 322 Millionen Euro.
Grammer springt nach Aktionärs-Empfehlung an
Aktien von Grammer legen am Dienstag um mehr als zehn Prozent zu und rücken somit an die Spitze der Gewinnerliste im SDAX. Händler verwiesen als Antrieb auf eine Musterdepotaufnahme des Börsenblatts "Der Aktionär". Die Aktie des Automobilzulieferers notiere trotz guter Aussichten unter Buchwert, schrieb das Blatt zur Begründung. Es biete sich eine lukrative Einstiegsgelegenheit.
Enttäuschende Zahlen von Klöckner & Co
Die Zahlen von Klöckner & Co (KlöCo) konnten die Erwartungen nicht erfüllen. So soll der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) zwar deutlich positiv sein, am Markt werde aber bereits ein operatives Ergebnis von mehr als 200 Millionen Euro erwartet. "Die schwachen Zahlen und der vorsichtige Ausblick dürften auf der Aktie lasten", erwartet ein Händler. Immerhin präsentierte das Unternehmen einen soliden Ausblick auf das weitere Geschäftsgeschehen.
Streik belastet Lufthansa-Verkehrszahlen
Die Auseinandersetzung zwischen den Piloten der Vereinigung Cockpit hat zu sinkenden Verkehrszahlen bei der Lufthansa geführt. Unter der Marke Lufthansa flogen im Februar 3,51 Millionen Passagiere und somit 7,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Erfreulich: Bei der Schweizer Tochter Swiss ging ging es um 11,1 Prozent nach oben. Inklusive der Töchter BMI und Austrian Airlines beförderte die Lufthansa im Januar konzernweit 5,605 Millionen Passagiere und somit knapp 20 Prozent mehr als im Vorjhar. Die Auslastung ging konzernweit um 0,3 Prozentpunkte auf 72,1 Prozent zurück.
Phoenix Solar übertrifft Prognosen
Mit steigenden Kursen rechnen Händler heute bei Phoenix Solar. Bei der Vorlage seines Zahlenwerks habe der Konzern positiv überrascht, hieß es am Markt. Einem Händler zufolge seien die Zahlen "durchweg besser als erwartet" ausgefallen. "Insbesondere das EBIT und der Überschuss sehen gut aus". Die Aktien des im TecDax gelisteten Solarkonzerns zogen vorbörslich um knapp drei Prozent an.
Smartrac winkt Großauftrag
Die Aktien von Smartrac rücken heute in den Blickpunkt der Marktteilnehmer. Dem Funktechnik-Anbieter ist es gelungen, ein Rahmenabkommen über die Bereitstellung von wesentlichen Bestandteilen biometrischer Pässe mit De La Rue zu schließen. "De La Rue ist einer der größten Pass-Produzenten, somit sollte Smartrac-Aktien davon profitieren", sagte ein Börsianer. Allerdings fehlten harte Fakten wie beispielsweise das Auftragsvolumen.
Verarbeitendes Gewerbe legt im Januar leicht zu
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) konnte die Leistung im Verarbeitenden Gewerbe im Januar zum ersten Mal seit September 2008 wieder leicht zulegen. Demnach stieg der preisbereinigte Umsatz nach vorläufigen Angaben um 1,0 Prozent gegenüber Dezember 2009. Der Inlandsumsatz verbesserte sich im gleichen Zeitraum um 1,8 Prozent, während die Erlöse im Geschäft mit ausländischen Abnehmern auf dem Niveau des Vormonats stagnierten. Den größten Sprung verzeichneten die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen: hier zog der preisbereinigte Umsatz um 7,9 Prozent an. Hingegen verzeichnete der Maschinenbau einen Rückgang von 2,7 Prozent.
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