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DAX dreht auf: Air Berlin, Axel Springer, BASF, Deutsche Telekom, E.ON, Gagfah, Jenoptik, IVG Immobilien, Munich Re und Puma im Fokus

Steffen Eidam

Der deutsche Aktienmarkt legte angetrieben von einer freundlichen US-Börse am Mittwoch einen starken Schlussspurt hin. So beendet der deutsche Leitindex DAX den Handel auf dem höchsten Stand seit eineinhalb Monaten mit einem Aufschlag von 0,9 Prozent bei 5.936 Punkten. Unterstützend wirkte sich dabei auch die positive Charttechnik aus. Für den MDAX ging es um 1,3 Prozent nach oben, der TecDAX verbesserte sich sogar um 1,7 Prozent.

Air Berlin erweitert Kapazitäten

Bei Air Berlin rechnet man mit einem steigenden Passagieraufkommen. Um diesen Umstand gerecht zu werden, fährt Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft ihre Kapazitäten hoch. Pünktlich zum Start des Sommerflugplans im Mai soll das Programm um sechs bis acht Prozent ausgeweitet werden. Außerdem möchte man die Heimatbasis Berlin-Tegel sukzessive zu einem Drehkreuz für Weiterflüge ausbauen. Dort soll die Zahl der Umsteigeverbindungen pro Woche in Zukunft auf rund 6.000 verdoppelt werden.

Axel Springer präsentiert stabiles Ergebnis

Im Fokus der Anleger stehen am Mittwoch die Aktien von Axel Springer. Der Medienkonzern hat im Krisenjahr 2009 erwartungsgemäß die Vorjahresergebnisse nicht erreichen können. Händler bezeichneten die Zahlen als "durchwachsen". Zwar sei die Dividende etwas besser als erwartet und der Ausblick klinge gut. Doch nach dem guten Lauf der Aktie in den letzten anderthalb Wochen könnte es zu Gewinnmitnahmen kommen.

BASF weiter auf Conviction Buy Liste

Die Analysten von Goldman Sachs raten weiter zum Kauf der BASF-Aktien und bekräftigen das Kursziel von 57 Euro. Weiterhin bleibt der Titel des Chemiekonzerns auf der "Conviction Buy List". In der Begründung wiesen die Experten auf die positiven Aussagen der Unternehmensführung hinsichtlich der weiteren Geschäftsaussichten hin. Demnach dürften die Ludwigshafener stark ins Jahr 2010 gestartet sein, die durchschnittlichen Prognosen für den operativen Gewinn konnten in den vergangenen Quartalen zudem um durchschnittlich 20 Prozent übertroffen werden.

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Deutsche Telekom will Clickandbuy

Die Deutsche Telekom will den Bereich Micro-Payment (Abrechnung von Einkäufen im Internet) ausbauen. Der Bonner Konzern ließ nun durchblicken, dass er die Komplettübernahme des Internet-Zahlungsabwicklers Clickandbuy plant. Die Telekom ist derzeit über die Tochter T-Ventures mit 20 Prozent an dem in London ansassigen Unternehmen beteiligt. Clickandbuy erzielte im Jahr 2008 einen Transaktionsumsatz von 922 Millionen Euro.

Leichter Gewinnrückgang bei E.ON

Belastungen aus dem Gasgeschäft haben zu einem Gewinnrückgang bei E.ON geführt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat Deutschlands größter Energiekonzern ein bereinigte operative Ergebnis (EBIT) in Höhe von 9,6 Milliarden Euro (minus 2,3 Prozent) erzielt. Damit verfehlte der Konzern die Analystenerwartungen. Der Umsatz ging um sechs Prozent auf 82 Millionen Euro zurück. Das um diese Effekte bereinigte und für die Dividendenberechnung wichtige Nettoergebnis sank um 4,8 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro. Die Ausschüttung soll mit 1,50 Euro je Aktie trotzdem gleich bleiben.

Analysten blicken auf Gagfah und IVG Immobilien

Keinen großen Bonus bei den Analysten haben die beiden Immobilienunternehmen Gagfah und IVG Immobilien. Gagfah habe nach Meinung der Experten mit einem EBIT von 237 (zuvor 216) Millionen Euro seine Jahresziel erreicht. Allerdings sanken die sogenannten Funds from Operations (FFO) auf das Gesamtjahr gesehen von 0,89 auf 0,84 Euro je Aktie. Den Anteilseignern soll für das Schlussquartal eine Dividende von 0,20 EUR je Aktie gezahlt werden. Die Unicredit stuft die Titel lediglich als Halteposition mit einem Kursziel von 6,60 Euro ein. Auch für die IVG fielen die Kommentare zurückhaltend aus. Nach Meinung der Experten von Equinet seien die Jahreszahlen nicht besonders überzeugend ausgefallen. Immerhin sei der Nettovermögenswert stabil geblieben. Die Kaufempfehlung wird weiter aufrecht gehalten.

Jenoptik: Kapitalerhöhung nach Großauftrag für Jenoptik

Der Jenoptik-Konzern hat in der Sparte Verkehrssicherheit einen Großauftrag über mehr als zwölf Millionen Euro außerhalb Europas an Land gezogen. Demnach sollen Systeme und Anlagen noch im laufenden Jahr ausgeliefert und installiert werden. Um über ausreichend frische Liquidität zu verfügen, möchte der Technologiekonzern bis zu 13,5 Millionen Euro an den Kapitalmärkten einsammeln. In einer Kapitalerhöhung sollen bis zu 5,2 Millionen neue Aktien ausgegeben werden. Außerdem will Jenoptik seine Präsenz, insbesondere das Lasergeschäft, in Asien und Nordamerika ausbauen. Die Aktie kam bereits am Dienstag massiv unter die Räder.

Munich Re bekräftigt Gewinnziel

Trotz der Belastungen durch das Erdbeben in Chile und den Wintersturm "Xynthia" hält der weltgrößte Rückversicherer Munich Re an seinem angepeilten Milliardengewinn fest. Ein Konzernergebnis von mehr als zwei Milliarden Euro bleibe in diesem Jahr erreichbar, sagte Munich-Re-Chef Nikolaus von Bomhard am Mittwoch bei der Bilanzvorlage. Im Jahr 2011 will das Management den Gewinn wieder steigern, nachdem das Unternehmen 2009 unter dem Strich 2,5 Milliarden Euro verdient hatte.

Puma schluckt Cobra

Der Herzogenauracher Sportartikelhersteller Puma übernimmt die Golfmarke Cobra. Wie das Unternehmen mitteilte habe man die Marke einschließlich Lagerbeständen und Sponsoringverträgen von Acushnet, dem Geschäftsbereich Golf des US-Unternehmens Fortune Brands übernommen. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt. Die Kartellbehörden müssen noch zustimmen.

Weitere Informationen und Termine gibt es im Unternehmenscenter vom AKTIONÄR

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