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DAX deutlich unter 7.000 Punkte: Commerzbank, Conergy, Daimler, E.on, Hochtief, KUKA, Praktiker und Stada im Fokus

Norbert Sesselmann

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Der DAX hat am Donnerstag seine Talfahrt beschleunigt und bis zum Handelsschluss 1,8 Prozent auf 7.875 Punkte eingebüßt. Die erhofften positiven Überraschungen beim BIP und den Arbeitsmarktdaten in den USA sind ausgeblieben und so neigten die Anleger zu Gewinnmitnahmen.

Commerzbank: Einigung mit EU-Kommission

Nun ist es amtlich: Die Commerzbank kann die bislang ohnehin erfolglose Suche nach einem Käufer für die defizitäre Eurohypo beenden. Dies war ursprünglich die Bedingung dafür gewesen, dass die EU die Staatshilfen für die Commerzbank erlaubt. Der Frankfurter Bankenriese und die EU-Kommission haben sich nun aber darauf geeinigt, dass es genügt, die Eurohypo größtenteils abzuwickeln. Demnach muss die Bilanzsumme des Gesamtkonzerns bis 2014 auf 600 Milliarden Euro sinken (das wären knapp zehn Prozent weniger als Ende 2011), zudem muss der DAX-Konzern für zwei Jahre auf Akquisitionen verzichten.

Conergy: Verhalten optimistisch

Conergy hat heute seinen Jahresabschluss 2011 vorgelegt und wie erwartet einen hohen Verlust ausgewiesen. Der operative Verlust schnellte von 13,8 Millionen auf 182,8 Millionen Euro in die Höhe. Auch der Umsatz ging deutlich zurück. Die Verschuldung wurde allerdings spürbar reduziert. Für 2012 gibt sich der Solarkonzern trotz des schwierigen Umfeldes aber zuversichtlich.

Daimler: Neue Rekorde erwartet

Nach dem Rekordjahr 2011 gibt der Automobilkonzern Daimler weiter Gas. Für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres wird jetzt sogar mit einem neuen Verkaufsrekord gerechnet.

E.on: Operation Attacke

E.on-Chef Johannes Teyssen hat einmal mehr verbal ausgeteilt. Im Gespräch mit der Bild-Zeitung fordert er staatliche Unterstützung für Haushalte mit niedrigen Einkommen. An den steigenden Strompreis sei schließlich vor allem der Staat schuld, dessen Anteil am Strompreis mittlerweile bei 45 Prozent liege. Zum Erfolg der Energiewende gebe es allerdings keine Alternative.

Hochtief senkt Prognose

Der Baukonzern Hochtief hat in Folge der Reduzierung der Ergebnisprognose bei seiner australischen Tochtergesellschaft Leighton seine eigene Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2012 in entsprechender Größenordnung reduziert: Demnach erwartet der Konzern aus dem operativen Geschäft ein Vorsteuerergebnis, das nun leicht unter 550 Millionen Euro liegt. Der Konzerngewinn wird knapp unter 180 Millionen Euro liegen. Bislang war der Konzern von Größenordnungen leicht unterhalb des Rekordjahrs 2010 ausgegangen.

KUKA: Rebound nach Rekordzahlen

Der Roboter- und Anlagenbauer KUKA hat am Mittwoch seine endgültigen Zahlen für 2011 präsentiert und einen Ausblick für das laufende Jahr geliefert. Der Markt hat das Zahlenwerk gut aufgenommen. Die MDAX-Aktie konnte eine wichtige Unterstützung verteidigen und wieder nach oben drehen.

Praktiker: Ein hartes Stück Arbeit

Der Turnaround ist bei der Baumarktkette Praktiker noch nicht in Sicht. Auch in diesem Jahr wird der Konzern wieder rote Zahlen schreiben. Es gibt aber einen ersten Blick: Sollte das Sanierungskonzept umgesetzt werden, will der Konzern zumindest operativ die Wende schaffen.

STADA: Kerngesunder Ausblick

Der Arztneimittelhersteller STADA hat am Donnerstag endgültige Geschäftszahlen für das abgelaufene Jahr veröffentlicht. Der Ausblick für die nächsten Jahre fällt optimistisch aus. Aus charttechnischer Sicht verläuft der MDAX-Titel in einem Aufwärtstrend.

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