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DAX-Absturz weit unter 7.000 Punkte : Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank, Fielmann, Sky Deutschland, ThyssenKrupp und First Solar im Fokus

Alfred Maydorn

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Der deutsche Aktienmarkt kam am Donnerstagnachmittag kräftig unter Druck. Der DAX rutschte weit unter die wichtige Marke von 7.000 Punkten. Im Tagestief notierte er bei nur knapp über 6.920 Punkte, zum Handelsschluss dann bei 6.949 Punkten. Im Vergleich zum Vortag entsprach dies einem Minus von knapp einem Prozent. DER AKTIONÄR hatte bereits am Mittag auf die Gefahr größerer Abschläge beim deutschen Leitindex hingewiesen.

Nach einem freundlichen Start sahen sich deutsche Papiere den gesamten Tag über Verkaufsdruck ausgesetzt. Dieser verstärkte sich am Nachmittag, als die US-Börsen aufgrund schwacher Wirtschaftsdaten deutlich nach unten tendierten. Die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stiegen stärker als erwartet, die Zahl der Hausverkäufe viel ebenfalls höher aus als prognostiziert. Der Dow Jones verliert zwei Stunden nach der Eröffnung rund ein halbes Prozent an Wert.

Commerzbank und Deutsche Bank: Gewinne wieder weg

Auch die zwischenzeitlichen Gewinne bei der Commerzbank schmolzen wieder komplett zusammen. Zwischenzeitlich sah es danach aus, als könne die Aktie ihre Aufwärtsbewegung fortsetzen. Ganz oben auf der Gewinnerliste im Deutschen Leitindex stand zeitweise die Deutsche Bank, nachdem sich ein Analyst positiv geäußert hatte. Aber auch hier verpufften die Gewinne im Tagesverlauf.

Daimler: Mögliche Kooperation mit Renault beflügelt zwischenzeitlich

Die Daimler-Aktie legt im Tagesverlauf ebenfalls leicht zu. Laut Financial Times Deutschland erwägt der Autobauer eine gemeinsame PKW-Produktion mit Renault-Nissan. Ein Händler sieht keine Kursrelevanz in der Meldung. Die Automobilkonzerne arbeiteten ohnehin schon zusammen beispielsweise bei der Daimler-Tochter Fuso mit Nissan bei Leicht-Lkws in Japan. Der schwache Gesamtmarkt ließen die Papiere von Daimler zum Handelsschluss auf Xetra sogar mit gut einem Prozent ins Minus rutschen.

Sky Deutschland: Flirt mit der 3-Euro-Marke

Im MDAX führt die Gewinnerliste einmal mehr die Sky-Aktie an. In einem Interview mit dem Handelsblatt erklärte Vorstandschef Brian Sullivan, er hätte sogar noch mehr für die exklusiven Übertragungsrechte an der Fußball-Bundesliga bezahlt. Er habe durch den Abschluss so viel Exklusivität wie nie zuvor. Für das Bezahlfernsehen in Deutschland sieht Sullivan noch deutliches Wachstumspotenzial und will daher die Abonnentenzahl weiter deutlich steigern.

ThyssenKrupp: Verkauf kommt gut an

Der Konzernumbau bei dem Stahl- und Technologieunternehmen ThyssenKrupp geht weiterhin mit rasanter Geschwindigkeit voran. Medienberichten zufolge hat ThyssenKrupp seine Tochter Tailored Blanks an den chinesischen Konkurrenten Wuhan Iron and Stell (Wisco) verkauft. Die Nachrichten sorgten zumindest dafür, dass der Kurs der Aktie nicht ins Minus abrutschte.

Fielmann: Weniger Gewinn in Q2

Schwach notiert hingegen Fielmann. Die Augenoptikerkette hat im zweiten Quartal weniger Gewinn gemacht. Vor Steuern ging das Ergebnis um 1,2 Prozent auf 42,2 Millionen Euro zurück, wie Fielmann am Donnerstag bei der Vorlage endgültiger Zahlen mitteilte. Unter dem Strich schrumpfte der Überschuss nach Anteilen Dritter um 3,5 Prozent auf 29,1 Millionen Euro.

First Solar: Weiter im Aufwind

Gegen den schwachen Trend legen die Papiere des US-Solarkonzerns weiter zu. Am Donnerstag kommt der Titel um weitere 1,7 Prozent voran. Hier beflügelt eine neue Studie über Solar-Rekordabsätze, die vor allem dem starken Wachstum auf dem US-MArkt geschuldet seien. Seit den vor drei Wochen vorgelegten überraschend guten Quartalszahlen von First Solar summiert sich das Plus bereits auf rund 60 Prozent.

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