DAX: Impulslos in den Feiertagshandel. Außerdem Drägerwerk, General Motors, Sony, VISA und US-Konjunkturdaten im Fokus
Der DAX dürfte heute nahezu unverändert in den Tag starten. Die Vorgaben aus Asien und den USA versprechen keine Impulse. Der Dow Jones schloss nach seiner zweitägigen Handelspause nur minimal im Minus. Wegen des Feiertags in mehreren Bundesländern dürfte es hierzulande im Laufe des Tages nur wenige kursbeeinflussende Unternehemensnachrichten geben. Am Nachmittag richtet sich der Blick daher besonders stark auf die USA. Dort stehen neue Daten des ISM-Einkaufsmanagerindex sowie zum Verbrauchervertrauen des Conference Board und zum US-Arbeitsmarkt an. Zudem werden zahlreiche Unternehmen, wie etwa Exxon Mobil, Kellogg, Linkedin, Pfizer oder Starbucks ihre Quartalsbilanzen veröffentlichen.
Drägerwerk: Gewinnrückgang trotz Umsatzplus
Der Medizin- und Sicherheitstechnik-Hersteller Drägerwerk hat im dritten Quartal die Eurokrise zu spüren bekommen. Zwar kletterte der Umsatz dank einer besseren Nachfrage in der Medizintechnik von 524,0 Millionen Euro im Vorjahr auf 573,9 Millionen Euro.Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ist aber auf 43,6 Millionen Euro zurückgegangen. Im Vorjahr hatte Drägerwerk ein EBIT von 45,2 Millionen Euro ausgewiesen. Analysten hatten einen kleinen Zuwachs erwartet. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 25,2 Millionen Euro nach 25,6 Millionen im dritten Quartal 2011.
General Motors: Milliardengrab Opel
Opel setzt weiter Milliarden in den Sand - und belastet mit seinem schwachen Geschäft die US-Mutter General Motors. Der Autoriese erwartet in Europa für das Gesamtjahr einen operativen Verlust von 1,5 bis 1,8 Milliarden Dollar. Auch auf dem Heimatmarkt verdiente GM zuletzt weniger, dafür warf der wichtige chinesische Markt mehr Geld ab. Unterm Strich konnte General Motors einen Gewinn von 1,5 Milliarden Dollar einfahren nach 1,7 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten aber mit einem noch kräftigeren Abschmelzen gerechnet. Der Umsatz stieg derweil um zwei Prozent auf 37,6 Milliarden Dollar.
Sony: Weiter tiefrot
Der kriselnde japanische Elektronik-Riese Sony kommt bisher trotz aller Sanierungs-Anstrengungen nicht aus den roten Zahlen heraus. In dem Ende September abgeschlossenen zweiten Geschäftsquartal schrieb der Konzern einen Verlust von umgerechnet rund 150 Millionen (15,5 Milliarden Yen). Immerhin: Vor einem Jahr war das Minus mit 27 Milliarden Yen noch höher gewesen. Der Umsatz legte unterdessen um knapp zwei Prozent 15,5 Milliarden Euro.
Visa knackt die Billion
Die Kunden der weltgrößten Kreditkarten-Firma Visa haben sich im vergangenen Quartal spendabel gezeigt. Visa wickelte Zahlungen im Gesamtvolumen von über einer Billion US-Dollar ab. Umgerechnet sind das 770 Milliarden Euro und ein Plus von 6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das Rekordvolumen und eine Steuergutschrift sorgten dafür, dass der Konzern beim Gewinn im Ende September beendeten vierten Geschäftsquartal kräftig gesteigert hat. Unter dem Strich blieben 1,7 Milliarden Dollar übrig und damit fast doppelt soviel wie vor einem Jahr.
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