DAX: Griechenland-Angst regiert weiter. BMW, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank und SAF Holland im Fokus
Sorgen um Griechenland und kein Ende: Erneut geht der DAX deutlich in die Knie, nachdem es neue Gerüchte um einen Austritt Griechenlands aus dem Euro gibt. Die Europäische Gemeinschaftswährung steht ebenfalls deutlich unter Druck. Unter den großen Verlierern finden sich die Banken wieder. Sie wären die Hauptleidtragenden, sollte Griechenland wirklich aus dem Euro austreten. Zur Mittagszeit notiert der deutsche Leitindex DAX bei 6.318,23 Punkten, ein Minus von 1,82 Prozent. Der MDAX verzeichnet ein Minus vn 1,45 Prozent auf 10.276,47 Punkte. Auch im TecDAX regieren die roten Vorzeichen. Der Index büßt 1,03 Prozent auf 754,72 Punkte ein.
Deutsche Bank setzt auf Deutschland
Der künftige Co-Chef der Deutschen Bank, Anshu Jain, hat in einem Interview die Bedeutung des Heimatmarktes für das Geschäft der Deutschen Bank betont. Deutschland werde künftig neben den USA und den Schwellenländern zu den Wachstumsmärkten der Deutschen Bank gehören, sagte Jain zum amerikanischen Fernsehsender CNBC. Deutschland sei nach der Übernahme der Postbank wichtiger denn je.
SAP: Milliardenzukauf
Im Fokus der Anleger dürfte am Mittwoch auch SAP stehen. Der Softwarekonzern will sein Cloud-Geschäft mithilfe der Übernahme von Ariba, einem Anbieter von Online-Handelsnetzen, stärken. Die Übernahme lässt sich SAP 4,3 Milliarden Dollar. Branchenexperten schätzen den Umsatz mit cloud-basierten Unternehmensnetzwerken und Beschaffungsmärkten gegenwärtig auf rund fünf Milliarden Dollar.
Commerzbank: Ganz wichtiger Termin
Bei der Commerzbank steht heute die Jahreshauptversammlung auf dem Programm. Für Konzernchef Martin Blessing dürfte es erneut ungemütlich werden. Zwar gelang es Blessing und seiner Mannschaft in den vergangenen Monaten, die Ende 2011 von der europäischen Bankenaufsicht EBA ermittelte Kapitallücke von 5,3 Milliarden Euro zu schließen - den Aktienkurs konnte dies aber nicht nachhaltig beflügeln.
BMW, Daimler, Volkswagen: Allianz der Konkurrenz
Auch die Autobranche steht am Mittwoch im Blickpunkt der Anleger. Offenbar führen der japanische Autobauer Mazda Motor Gespräche mit dem italienischen Pkw-Hersteller Fiat über eine Allianz. Der defizitäre Auto-Konzern wolle mit dem Schritt sein Überleben sichern, heißt es in Presseberichten.
SAF Holland startet gut ins Jahr
SAF-Holland bleibt auf Wachstumskurs. Im ersten Quartal 2012 stieg der Umsatz um sieben Prozent auf 216,6 Millionen Euro. Das bereinigte Periodenergebnis verbesserte um 20 Prozent auf 5,9 Millionen Euro oder 14 Cent je Aktie (Vorjahr: 22 Cent). Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass sich durch die Kapitalerhöhung Ende März 2011 die durchschnittliche Anzahl der Aktien auf 41,2 Millionen Papiere nahezu verdoppelt hat.
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