Steffen Eidam
Der deutsche Aktienmarkt dürfte nach den herben Vortagesverlusten kaum verändert in den Handel starten. Zunehmende Sorgen über die Weltwirtschaft sowie die Schuldenkrise in der Eurozone halten die Märkte weiter in Atem. Am Vorabend lieferte der Tankan-Bericht in Japan schwache Daten, hingegen konnte der der neue Einkaufsmanager-Index von HSBC in China leicht zu. Frischen Schwung versprechen im Tagesverlauf die Einkaufsmanager-Indizes in Europa sowie die US-Industrieproduktion und die Konjunkturindikatoren der US-Notenbank-Filialen in New York und Philadelphia.
Aixtron erhält Aufträge aus China
Der Technologiekonzern Aixtron hat sich einen weiteren Auftrag aus China gesichert. Nach Unternehmensangaben umfasst die Order des chinesischen LED-Herstellers Nantong Tongfang eine größere Anzahl von Anlagen zur LED-Produktion. Die Auslieferung der Anlagen begann bereits im zweiten Quartal und soll bis zum Jahresende abgeschlossen sein.
Commerzbank will Eurohypo abgeben
Die angeschlagene Commerzbank erwägt, Teile ihrer Immobilien- und Staatsfinanzierunstochter Eurohypo an den wiederbelebten Sonderfinanzierungsfonds Soffin abzugeben. Staatshilfen sollen dabei nicht in Anspruch genommen werden. Das Institut erhofft sich hiervon eine Stärkung der Kapitaldecke. Zudem wurde der Rückkauf eigener Anleihen erfolgreich abgeschlossen. Insgesamt verbessert sich das Kernkapital um mehr als 700 Millionen Euro.
Deutsche Telekom will im IT-Segment sparen
Die Deutsche Telekom AG sieht nach Informationen der Financial Times Deutschland hohes Sparpotenzial im IT-Bereich. Durch die geplante Verschlankung der internen IT-Aktivitäten dürfte in den kommenden Jahren ein hoher dreistelliger Millionenbetrag eingespart werden. Zudem hat sich der Konzern zum Ziel gesetzt, ein höheres Tempo bei der Entwicklung von Diensten durchzusetzen.
Tipp24 plant Comeback
Der Lottovermittler Tipp24 will sein deutsches Geschäft im Januar auch dann wieder aufnehmen, sollten sich die Bundesländer nicht auf einen neuen Staatsvertrag einigen. "Wir werden schnellstmöglich in Schleswig-Holstein starten - völlig unabhängig davon, was die 15 Ministerpräsidenten entscheiden", erklärte Deutschland-Geschäftsführer Magnus von Zitzewitz gegenüber dapd. In Kiel gilt ab Januar ein liberales Glücksspielgesetz, auf das zahlreiche Unternehmen zurückgreifen wollen.