Italien-Chaos lässt DAX einbrechen: BASF, Bayer, Commerzbank, Lufthansa, Telekom, FMC und Sky Deutschland im Fokus
Die anhaltende Ernüchterung über den Wahlausgang in Italien lässt den DAX am Dienstag einknicken. In der drittgrößten Euro-Volkswirtschaft, die als wichtiger Dominostein in Sachen Euro-Rettung gilt, droht nach bisherigen Ergebnissen eine politische Blockade. Der DAX verliert vor diesem Hintergrund bis Mittag rund zwei Prozent auf 7.620 Punkte. Die Rückkehr Berlusconis sei „Gift für die Aktienmärkte", so ein Händler. Aktuell sieht es in Italien danach aus, als ob das reformfreundliche Mitte-Links-Bündnis von Pier Luigi Bersani zwar im Abgeordnetenhaus gewonnen hat, im Senat jedoch auf Partner angewiesen sein wird. Infolgedessen rücken nun Neuwahlen in den Fokus.
Rekordjahr für BASF
Der weltgrößte Chemiekonzern BASF will nach einem neuen Spitzenjahr seine Dividende von 2,50 auf 2,60 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2012 erhöhen. Das Geschäftsjahr 2012 schloss BASF mit neuen Bestmarken bei Umsatz und operativen Ergebnis vor Sondereffekten ab. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern (EBIT) und Sondereffekten erhöhte sich um 5,1 Prozent auf 8,88 Milliarden Euro. Der Umsatz kletterte um 7,1 Prozent auf 78,73 Milliarden Euro. Das Nettoergebnis ging hingegen aufgrund höherer Steuern um 21,2 Prozent auf 4,879 Milliarden Euro zurück.
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Zulassung für Bayer-Medikament
Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer konnte in den USA einen Erfolg verbuchen. Die Leverkusener dürfen ihr Medikament Stivarga nun auch weiteren Krebspatienten zukommen lassen. Für das Mittel ist es die zweite Zulassung in den USA. Für die zwei bisher erlaubten Anwendungen rechnet Bayer mit einem Spitzenumsatz von ungefähr 500 Millionen Euro. Insgesamt plant der Konzern bei Stivarga in allen Indikationen mit etwa einer Milliarde Euro.
Kursziel deutlich über 2,00 Euro
Hans A. Bernecker ist ein Mann der klaren Worte. Dies hat er in seinem jüngsten Interview mit dem DAF Deutsches Anleger Fernsehen wieder einmal unter Beweis gestellt. Er übt dabei starke Kritik an Commerzbank-Chef Martin Blessing und sieht die Bank ohne ihn besser aufgestellt.
Neue Tarifrunde bei der Lufthansa
Heute Abend tritt die Lufthansa in die nächsten Tarifverhandlungen mit der DGB-Gewerkschaft Verdi ein. Die Arbeitnehmervertreter verlangen für rund 33.000 Beschäftigte der Fluggesellschaft 5,2 Prozent mehr Lohn sowie Gewinnbeteiligungen und Beschäftigungsgarantien. Besonders der letzte Punkt birgt angesichts der aktuellen Streichpläne des Unternehmens erheblichen Zündstoff.
Telekom-Chef kritisiert Online-Branche
Telekom-Chef René Obermann hat der Internet-Branche in scharfen Worten eine Freifahrt-Mentalität vorgeworfen. Ihre Devise sei: "Ihr investiert, wir schöpfen die Gewinne ab." Diese Situation sei auf Dauer nicht tragbar. Die Telekommunikations-Branche verlangen schon lange, dass sich Internet-Riesen wie Google und Apple oder zum Beispiel auch Messaging-Anbieter an den Kosten des Datenverkehrs beteiligen. Bisher blitzten sie jedoch mit ihren Forderungen ab. Zudem forderte der Konzernchef der Deutschen Telekom eine strengere Überwachung der Branche durch die Regulierungsbehörden.
FMC erhöht Dividende
Der zu Fresenius gehörende Dialysespezialist Fresenius Medical Care (FMC) hat 2012 dank einer hohen Nachfrage und Zukäufen deutlich mehr verdient. Der Überschuss kletterte um elf Prozent auf 1,18 Milliarden US-Dollar. Die Aktionäre erhalten mit 75 (Vorjahr: 69) Cent je Stammaktie erneut eine höhere Dividende. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um sieben Prozent auf 2,22 Milliarden Dollar aus. Der Erlös der größten Fresenius-Tochter kletterte um zehn Prozent auf 13,8 Milliarden Dollar. Für das laufende Geschäftsjahr stellte Vorstandschef Rice Powell einen Umsatzanstieg auf mehr als 14,6 Milliarden Dollar in Aussicht. Der Gewinn wird mit 1,1 bis 1,2 Milliarden Dollar auf dem Niveau des Vorjahres liegen.
Mehr Abonnenten bei Sky Deutschland
Der Bezahlsender Sky Deutschland will sein Wachstum im laufenden Jahr beschleunigen. Im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung sagte Unternehmenschef Brian Sullivan: "Wir werden weiter wachsen, vielleicht sogar ein wenig schneller als 2012, sobald wir über die volle Exklusivität unserer Bundesliga-Rechte verfügen." Ende Dezember hatte Sky 3,36 Millionen Abonnenten und damit zwölf Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Zahl der zahlenden Kunden werde in jedem Fall nach oben gehen. "Aber unser wichtigstes Ziel ist es, profitabel zu werden." "Für 2013 haben wir uns nun vorgenommen, dass wir operativ einen Gewinn erwirtschaften", bekräftigte Sullivan.
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