DAX knickt am Nachmittag ein: Bilfinger Berger, Commerzbank, Deutsche Bank, EADS, E.on, GEA, Kuka, Metro, Hochtief und ThyssenKrupp im Fokus
Der deutsche Aktienmarkt verliert am Mittwoch an Boden. Nach einem unentschlossenen Auftakt ging es am Nachmittag infolge von aufkeimenden Sorgen um die politischen Strukturen in Spanien und Italien kräftig nach unten. Einen Teil der Verluste konnte der DAX im späten Handel aber wieder aufholen. Zur Schlussglocke tendierte der DAX um die Marke von 7.600 Punkten. Der Blick richtet sich indes auf die morgige Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB).
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Baukonzern im Visier der Anleger
Die Aktien von Bilfinger und Hochtief dürften nach Zahlen des Konkurrenten Vinci in den Fokus der Anleger rücken. Die Franzosen konnten im vergangenen Jahr in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld Umsatz und Gewinn steigern. Allerdings wurde dies von den Analysten im Vorfeld auch so erwartet.
Commerzbank: Analysten melden sich nach Zahlen
Nachdem die Commerzbank am Montag überraschend Eckdaten für das vierte Quartal vorgelegt hat, haben sich nun auch viele Analysten zu Wort gemeldet. Am zuversichtlichsten ist dabei Equinet-Analyst Philipp Häßler, der noch reichlich Potenzial sieht
E.on einigt sich mit Mitarbeitern
Deutschlands größter Energiekonzern E.on zahlt den Mitarbeitern in diesem Jahr trotz geschrumpfter Gewinnerwartung 2,8 Prozent mehr Geld plus einmalig 300 Euro. Einen entsprechenden Vorschlag des Unternehmens vom vergangenen Freitag nahm die Tarifkommission der Gewerkschaften Verdi und IG BCE am Mittwoch in Hannover mit großer Mehrheit an.
Deutsche Bank greift durch
Die Deutsche Bank hat im Zusammenhang mit internen Ermittlungen zu Zinsmanipulationen fünf Händler suspendiert. "Nachdem die Bank festgestellt hat, dass sich eine bestimmte Zahl von Mitarbeitern unangemessen verhalten hatte, hat sie diese Mitarbeiter suspendiert oder entlassen und verfallbare Vergütungskomponenten einbehalten", sagte ein Konzern-Sprecher. Die fünf Mitarbeiter arbeiteten im Geldmarktteam in Frankfurt und waren unter anderem für die Festlegung von Referenzzinsen wie Libor und Euribor zuständig.
EADS benennt Verwaltungsräte
Die offizielle Nominiertenliste für den neuen Verwaltungsrat des europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzerns EADS steht. Demnach wurden von Seite des Großaktionärs Deutschland Daimler-Aufsichtsratschef Manfred Bischoff und Ex-BDI-Chef Hans-Peter Keitel ausgewählt. Frankreich ist mit dem früheren EZB-Präsidenten Jean-Claude Trichet sowie Ex-Areva -Chefin Anne Lauvergeon vertreten. Weitere deutsche Kandidaten sind EADS-Vorstandschef Tom Enders und Hermann-Josef Lamberti, der lange im Vorstand der Deutschen Bank saß. Als möglicher neuer Chef des EADS-Verwaltungsrats gilt nach Informationen der "Financial Times" der frühere Chef des französischen Rüstungskonzerns Thales , Denis Ranque. Er ist wie ArcelorMittal -Chef Lakshmi Mittal ebenfalls unter den zwölf Nominierten, die bei einer außerordentlichen Hauptversammlung bestätigt werden sollen.
GEA hat Ziele erreicht
Der Maschinenbauer GEA konnte im vergangenen Jahr seinen Umsatz um 5,6 Prozent auf 5,72 Milliarden Euro ausbauen. Der bereinigte operative Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) wuchs um 7,1 Prozent auf 562 Millionen Euro. Den Aktionären soll trotz der mehr ausgegebenen Aktien eine gleichbleibende Dividende von 55 Cent gezahlt werden. Für das laufende Jahr rechnen die Düsseldorfer mit einer Nachfrage in ihren Absatzmärkten auf dem "hohen Niveau von 2012". Für den operativen Gewinn (EBITDA) erwartet Gea ein Ergebnis von rund 700 Millionen Euro, nach rund 600 Millionen Euro im Vorjahr.
Haniel trennt sich von Metro-Anteilen
Metro-Großaktionär Haniel trennt sich von einem Teil seines Anteilpakets am Handelskonzern Metro und forciert somit den Schuldenabbau. Insgesamt gibt das hochverschuldete Traditionsunternehmen knapp 14 Millionen Aktien ab. Der Anteil Haniels an der Metro schmilz somit von gut 34 auf 30 Prozent zusammen.
Kuka holt sich frisches Kapital
Der Roboter- und Anlagenbauer Kuka hat mit einer Wandelschuldverschreibung wie geplant frisches Geld aufgenommen. Wie das Unternehmen am Mittwoch in Augsburg mitteilte, liege das Volumen bei 58,8 Millionen Euro. Die Papiere werden mit zwei Prozent verzinst und haben eine Laufzeit von fünf Jahren bis Februar 2018. Die Papiere sind anfänglich in rund 1.59 Millionen Aktien wandelbar. Der Erlös diene der mittelfristigen Optimierung der Bilanz sowie der Erhöhung der finanziellen Flexibilität
ThyssenKrupp im Blick
Die Aktien aus dem Stahl- und Rohstoffsektor wie ThyssenKrupp stehen heute unter besonderer Beobachtung, nachdem der weltgrößte Stahlkonzern ArcelorMittal im vierten Quartal besser abgeschnitten als erwartet. Operativ habe der Konzern mehr verdient als erwartet und auch der Verlust unter dem Strich sei geringer ausgefallen, erklärte ein Händler. Positiv sei zudem der vorsichtige Optimismus für 2013.
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