DAX am Mittag unentschlossen: Commerzbank, Continental, Deutsche Börse, Munich Re, Gagfah, Kuka, Sky Deutschland und Symrise im Fokus
Der deutsche Aktienmarkt tendiert bis Dienstagmittag richtungslos. So verharrt der DAX nahezu unverändert bei 7.640 PUnkten. Derzeit richten sich die sorgenvollen Blicke der Anleger auf die Schuldnerstaaten in Europa. So belasten in Spanien Korruptionsvorwürfe gegen die Regierungspartei von Ministerpräsident Mariano Rajoy die Amtsgeschäfte. In Italien steigt Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi mit aller Macht in den Wahlkampf ein - beides treibt die Renditen der jeweiligen Staatsanleihen kräftig nach oben und belastet darüber hinaus den Euro. Im Tagesverlauf sollten diverse Einkaufsmanagerdaten sowie der ISM-Index aus den USA für neue Impulse sorgen.
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Commerzbank: Der Trend ist gebrochen
Nach dem deutlichen Kursrutsch im gestrigen Handel hat sich das Chartbild der Commerzbank-Aktie wieder erheblich eingetrübt. Der kurzfristige Aufwärtstrend ist nun endgültig gebrochen. Worauf müssen Anleger nun achten?
JPMorgan nimmt Beobachtung bei Conti auf
Nach Einschätzung von Analyst Jose Asumendi von JPMorgan bietet Continental "das Beste aus zwei Welten": ein schnell wachsendes Automotive-Geschäft und eine stabile Gewinnentwicklung der Reifensparte. Als sehr positiv hebt er die starke Positionierung in neuen Technologien hervor. Das Kursziel signalisiert mit 105 Euro ein Potenzial von rund 25 Prozent zum jüngsten Xetra-Schluss.
Deutsche Börse muss sparen
Die Deutsche Börse reagiert auf einen Gewinneinbruch 2012 mit einem neuen Sparprogramm. Nach vorläufigen Zahlen sank der Überschuss auf rund 660 Millionen Euro. Im Vorjahr standen unter dem Strich 848,8 Millionen Euro. Der Umsatz belief sich auf gut 1,9 Milliarden Euro nach gut 2,2 Milliarden Euro ein Jahr zuvor. Jährlich sollen nun weitere 70 Millionen Euro bei Personal- und Sachkosten eingespart werden.
Überraschend hoher Gewinn bei Munich Re
Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re hat trotz immenser Schäden durch Hurrikan "Sandy" im abgelaufenen Jahr einen überraschend hohen Milliardengewinn erzielt. Unter dem Strich stand ein Überschuss von 3,2 Milliarden Euro. Das ist mehr als von Analysten erwartet und rund viereinhalb Mal so viel wie 2011 - dem bisher teuersten Katastrophenjahr für die Branche mit Erdbeben und Tsunami in Japan, dem Beben in Neuseeland und dem Hochwasser in Thailand. Die Aktionäre sollen mit einer von 6,25 auf 7,00 Euro erhöhten Dividende an dem Erfolg teilhaben.
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Gagfah behält Objekte in Dresden
Das Immobilienunternehmen Gagfah behält die rund 38.000 Woba-Wohnungen in Dresden. Das einst für deren Kauf aufgenommene Bankdarlehen in Höhe von rund einer Milliarde Euro werde refinanziert und der Verkauf der Wohnungen nicht weiter verfolgt, teilte das Unternehmen mit. Insgesamt belief sich die Kaufsumme auf mehr als 1,7 Milliarden Euro.
Gagfah hatte im August 2012 mitgeteilt, bis Jahresende ihre Wohnungen in Dresden verkaufen zu wollen. Es sei eine Einigung mit den Banken innerhalb der nächsten Wochen geplant, sagte eine Unternehmens-Sprecherin.
Kuka übertrifft Jahresziele
Der Roboter- und Anlagenbauer Kuka kann sich weiterhin von der Absatzkrise vieler europäischer Autobauer abkoppeln. Mit einem überraschend starken Schlussquartal übertraf der Konzern seine Jahresziele und stellte neue Bestwerte auf. Zudem kann sich die MDax -Gesellschaft auf ein Bestellbuch mit Aufträgen für 904 Millionen Euro stützen und erwartet auch in den nächsten Jahren eine starke Nachfrage, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Einen detaillierten Ausblick für das laufende Jahr will der Vorstand Ende März zusammen mit den endgültigen Zahlen veröffentlichen. "Kuka ist auf gutem Kurs, seinen Platz in der Automatisierungswelt auszubauen", sagte Vorstandschef Till Reuter. Die Aktie lag vorbörslich leicht im Plus.
Frisches Kapital für Sky
Der Bezahlsender Sky Deutschland hat mit neuen Aktien frisches Geld eingesammelt. Mit der Platzierung von 20,4 Millionen neuen Papieren seien vor Kosten 91 Millionen Euro eingenommen worden. Der erste Handelstag der neuen Aktien ist voraussichtlich Freitag, der 8. Februar. Mehrheitsaktionär Rupert Murdoch hatte im Januar angekündigt, dass er erneut mehrere hundert Millionen Euro in das Unternehmen pumpt und sich auch an der Kapitalerhöhung beteiligen werde. Sky Deutschland will im laufenden Jahr zumindest operativ zum ersten Mal schwarze Zahlen schreiben.
Symrise im Blick
Der Hersteller von Aromen und Duftstoffen Symrise rückt in den Fokus der Anleger, nachdem der größte Konkurrent, Givaudan, im abgelaufenen Jahr die Markterwartungen übertroffen hat. Die Schweizer haben zudem ihre Mittelfristziele bestätigt.
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